Streitkräftebasis
Schnittstelle zur Industrie

Datenmanagement Logistik im Logistikkommando der Bundeswehr

Das Datenmanagement Logistik ist elementar für die Sicherstellung einsatzbereiter Streitkräfte. Die Gruppe Datenmanagement Logistik im Logistikkommando der Bundeswehr wirkt als Verbund der drei Kernelemente „Data Governance des Hauptprozesses Logistik“, „Katalogisierung“ sowie „Spezifikationen und Standards“ eng zusammen.

Eine Hand eines Soldates liegt auf einem Schriftstück

In diesem Wirkverbund zur Sicherstellung der logistischen Daten haben die Schnittstellen mit der Industrie sowie mit den Partnerländern eine besondere Relevanz. An dieser Stelle sind daher die für die Industrie sowie die Partnerländer relevanten Informationen und Dokumente zur „Katalogisierung“ sowie zu den „Spezifikationen und Standards“ zusammengeführt. 

Einheitliche Materialkatalogisierung (EMatKat)

Die Einheitliche Materialkatalogisierung beruht auf den Grundsätzen und Verfahren des NATO Codification Systems (NCS) und dient der Erreichung einer weitgehenden Standardisierung von Wehrmaterial sowohl national als auch international.
Das NCS wird verwaltet und geleitet vom NATO Allied Committee 135 (AC/135), der Group of National Directors on Codification (GNDC) und arbeitet eng mit der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) zusammen. Diese Gruppe, die der Konferenz der Nationalen Rüstungsdirektoren (Conference of National Armament Directors, CNAD) unterstellt ist, hat sich zum Ziel gesetzt, die Effektivität und Effizienz globaler Logistiksysteme und -operationen für die teilnehmenden Staaten zu verbessern und die notwendigen Brücken zur Erleichterung globaler Logistikoperationen zu schlagen.

Eine Ablaufschema

Vereinfachte Darstellung des Ablaufes der Katalogisierung

Bundeswehr

Ist zuständig für die Materialkatalogisierung aller (Waffen-) Systeme, Geräte und Einzelartikel, für welche deutsche Firmen verantwortlich zeichnen. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der Nationalen Katalogisierungsbehörde.

Erklärbild einer Nummer mit Beschriftungen

Aufbau einer Versorgungsnummer

Bundeswehr

Dient als offizielles Programm der NATO zur einheitlichen Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von (militärischen) Versorgungsgütern. Weitere Informationen erhalten Sie im Bereich der Unterseite des NATO Codification System.

Der NATO Commercial and Governmental Entity (NCAGE) Code [deutsch: Herstellerkode] dient innerhalb des NATO Codification System zur eindeutigen und kodierten Identifizierung von Firmen und Organisationen.

Für die Suche nach sowie die Beantragung der Anlage und Pflege von Herstellerkode stellt die NSPA das allgemein zugängliche NCAGE Code Request Tool (NCRT) zur Verfügung. Im NCAGE Code Request Tool sind derzeitig Informationen zu rund 2,9 Millionen aktiven Firmen und Organisationen aus der ganzen Welt abrufbar.

Der NATO Master Catalogue of References for Logistics (NMCRL) ist die von der NSPA betriebene Datenbank, in welcher die Ergebnisse aller im NATO Codification System katalogisierten Artikel bereitgestellt werden. Über den NMCRL können Firmen, Organisationen und staatliche Stellen einen zentralen Zugang zu den im NATO Codification System erfassten Materialinformationen erhalten.

Der NMCRL enthält derzeitig Informationen zu über 17 Millionen aktiv genutzten Versorgungsartikelkonzepten mit über 38 Millionen Referenzen (= Angaben zu Bezugsquellen usw.).

Spezifikationen & Standards

Im Rüstungs- und wehrtechnischen Bereich wächst die multinationale Zusammenarbeit. Die Kooperation zwischen Industrie und Militär nimmt bei gleichzeitig steigender Komplexität der Waffensysteme zu. Damit steigt auch die Diversität der ITInformationstechnik-Systeme der beteiligten Projektpartner bei zunehmender Nutzungsdauer der Waffensysteme und sich gleichzeitig verkürzenden Innovationszyklen.

Zur effizienten ITInformationstechnik-Unterstützung entlang des gesamten Lebenslaufes von Wehrmaterial ist die Erarbeitung und die Weiterentwicklung von Daten-Standards und -Spezifikationen, sowie ihre Umsetzung und Anwendung eine der Voraussetzungen.

Die Daten-Standards und -Spezifikationen werden unter der Federführung der ASD (AeroSpace and Defence Industries Association of Europe) zum Teil zusammen mit der AIA (Aerospace Industries Association of America) und der ATA (Air Transport Association of America) gemeinsam von Herstellern und Nutzern erarbeitet.

Ziel ist es, logistische Daten zwischen Hersteller und Anwender automatisiert austauschen zu können und somit einen wesentlichen Beitrag zur Qualität der Stammdaten im logistischen System der Bundeswehr zu leisten.

Logo mit der Aufschrift S1000D
Bundeswehr

Dient der Definition von Struktur, Format und Management von Bausteinen der Technischen Dokumentation. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der S 1000D International specification for technical publications

Logo mit der Beschriftung S2000M
Bundeswehr

Dient der standardisierten Einführung komplexer Waffensysteme in die Bundeswehr und deren Ersatzteilversorgung. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der S 2000M International specification for material management

Logo mit der Beschriftung S3000L
Bundeswehr

Definiert im Rahmen der Durchführung der logistischen Unterstützungsanalyse die Prozesse, die grundsätzlichen Anforderungen und den Informationsaustausch über den gesamten Lebenszyklus  von Waffensystemen. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der S 3000L International specification for material management

Logo mit der Beschriftung S4000P
Bundeswehr

Wurde konzipiert, um alle erforderlichen Analyseschritte zum Aufbau eines Wartungs- und Instandhaltungskonzeptes strukturiert durchführen zu können. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der S 4000P International specification for material management

Logo mit der Beschriftung S5000F
Bundeswehr

Dient der Zusammenführung von Informationen verschiedener Auswerteverfahren in Nutzung, um doppelte Arbeiten zu vermeiden, Transparenz zu schaffen und damit zu einem verbesserten Verständnis untereinander zu kommen um gleichzeitig Kosten effektiver senken zu können.  Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der S 5000F International specification for in-service data Feedback.

Logo mit der Beschriftung S6000T
Bundeswehr

Dient der  Analyse und Ausgestaltung von Trainings- /Schulungsprozessen im Bereich des Integrated Product Support (IPS). Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der S 6000T International specification for training analysis and design.

Logo mit der Beschriftung Sx000i
Bundeswehr

Gibt einen Überblick über den IPS-Prozess, enthält einen Leitfaden für die Anwendung der S-Series IPS-Spezifikationen und beschreibt die prozessualen Abläufe zur Implementierung und Aufrechterhaltung einer integrierten Produktunterstützung zwischen den Projektpartnern. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der SX000i International guide for the use of the S-Series ILS specifications.

Ist eine Arbeitsplattform im Datenmanagement Logistik, um die strategischen Vorgaben des Geschäftsprozess Technisch-Logistisches Management zur Nutzung der  S-Serie ILS Spezifikationen im operativen Datenmanagement Logistik umzusetzen. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der AG Integrated Logistic Support (ILS).

Grafik

Dient der weltweit eindeutigen Kennzeichnung und Identifizierung von Produkten sowie der Standardisierung der zwischenbetrieblichen Kommunikation. Weitere Informationen finden Sie im Bereich der Unterseite der GS1 – Standard und automatische Indentifizierungstechnik AIT.

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