Musterzulassung für USUnited States-Flugzeug C130-J

Meilenstein für deutsch-französische Staffel

Meilenstein für deutsch-französische Staffel

  • Luftfahrtamt der Bundeswehr
  • Ausrüstung und Technik
Datum:
Ort:
Köln-Wahn
Lesedauer:
2 MIN

Ende 2021 wurde die C-160 Transall ausgemustert und eine Lücke im Fähigkeitsprofil der Bundeswehr drohte. Daher wurden sechs Flugzeuge vom Typ C130-J Super Hercules erworben. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr hat nun den letzten Meilenstein für den Betrieb der neuen Maschinen fertiggestellt.

Das binationale Staffelgebäude der deutsch-französischen Lufttransportstaffel in Evreux.

Das binationale Staffelgebäude der deutsch-französischen Lufttransportstaffel in Evreux.

Bundeswehr/Jane Schmidt

Die neuen C130-J Super Hercules werden – neben der Verwendung zur Luftbetankung - für den geschützten, taktischen Lufttransport eingesetzt. Der Bereich schließt Einsätze im Rahmen des Nationalen Risiko- und Krisenmanagements sowie das gesamte Spektrum von Spezial-Operationen, über Land oder im maritimen Umfeld, ein.

Ihren Auftrag werden die deutschen Besatzungen künftig gemeinsam mit französischen Soldatinnen und Soldaten erfüllen. Zum allersten Mal arbeiten französisches und deutsches Personal vollständig integriert zusammen. Der rechtliche Rahmen für eine reibungslose binationale Kooperation wurde maßgeblich im Luftfahrtamt der Bundeswehr (LufABw) bearbeitet. Mit der erfolgreichen Musterzulassung wurde nun der letzte Meilenstein auf dem Weg zum umfassenden Betrieb erreicht.

Ein deutsches Transportflugzeug vom Typ C130J Hercules steht auf dem Flughafen in Evreux/Frankreich.

Ein deutsches Transportflugzeug vom Typ C130J Hercules steht auf dem Flughafen in Evreux/Frankreich.

Bundeswehr/Jane Schmidt

Schon von Beginn an war das LufABw an der Schaffung der hochintegrierten Einheit beteiligt. Neben dem reinen Flugbetrieb muss der gesamte Dienst der Staffel betrachtet werden. Von der Lizenzierung des Personals bis hin zur Zertifizierung des technischen Gerätes an Bord und am Boden, wurden die Grundlagen am LufABw bearbeitet. Die Abstimmung mit den französischen Partnern war in diesem Prozesse selbstverständlich besonders eng. Hierbei half das Instrument der sogenannten „Recognition“, also der gegenseitigen Anerkennung der Luftfahrtbehörden. Dadurch können Leistungen einer Luftfahrtbehörde durch eine Partnerbehörde genutzt, doppelte Arbeitsschritte vermieden und eine Integration in diesem Ausmaß erst erzielt werden.

Mit der Ausstellung der Musterzulassung durch das LufABw ist nun der letzte Meilenstein abgeschlossen, bevor das militärische Lufttüchtigkeitszeugnisses erstellt werden kann. Ist dieses erteilt, können die am französischen Flugplatz Évreux stationierten Transportflugzeuge von beiden Partnernationen uneingeschränkt genutzt werden.

Damit leistet das LufABw einen wichtigen Anteil zur Sicherstellung des aktuellen und des künftigen Beitrages der Luftwaffe zum geforderten Fähigkeitsprofil der Streitkräfte und den damit verbundenen Bündnisverpflichtungen.