„Kleine Planerrunde“ mit großer Beteiligung

„Kleine Planerrunde“ mit großer Beteiligung

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Integrierte Planung Durchführen (IPD) ist ein ausdifferenzierter, im Prozessmanagement der Bundeswehr bis ins Detail erfasster Leistungsprozess, der nach einer festen Taktung in einem jährlichen Zyklus stattfindet. Termine für Beauftragungen, Weisungen, zu erstellende Produkte - eigentlich kann man alles im Laufe des Jahres in einem Kalender festhalten. (Siehe CPMCustomer Product Management Forum 04/2019)

Eigentlich, aber nicht in diesem Jahr!

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Arbeit am Planungszyklus 2022.

istock/Ca-ssis

Neben dem “üblichen Gegner“ der Planung – PowerPoint-Präsentationen - (siehe The New York Times 2010) kommt für den Planungszyklus 2022, in dem ein Teil der Planungsorganisation der Bundeswehr gerade arbeitet, ein weiterer Gegner hinzu: CORONA. Wichtige Entscheidungen, die als Grundlage für die Planungsumsetzung dienen, sind aus relativ einfach nachvollziehbaren Gründen vom Frühjahr dieses Jahres bis Mitte September geschoben worden. Dazu gehören Entscheidungen zur Frage: Wieviel Geld bekommt die Bundeswehr in den nächsten Jahren? Im Rahmen der Nachtragshaushalte und des Konjunkturprogramms hat sich vonseiten des Finanzministeriums eine Verzögerung ergeben.

Für die Planer der Bundeswehr ist dies eher weniger erfreulich. Um die Fähigkeiten der Bundeswehr stringent auf die konzeptionellen Zielvorstellungen des Fähigkeitsprofils der Bundeswehr hin zu optimieren, haben die Fachleute der militärischen Organisationsbereiche umfangreiche Zuarbeit für die Umsetzung ihrer Forderungen in die Planung geleistet. Anders ausgedrückt, die zugehörigen Projekte „stehen am Start“, inwieweit der Startschuss fallen kann, ist aber noch offen.

Sicherstellen der Einsatzfähigkeit

Dies war für das Planungsamt, als der zentrale Bedarfsträger der Bundeswehr, Grund genug eine „Kleine Konferenz der Planer“ einzuberufen. Zielsetzung dieser kleinen Planerrunde war es, Möglichkeiten und Grenzen mit den Organisationsbereichen zu besprechen, zu ordnen und den weiteren Weg für die Planung festzulegen. Denn die Organisationsbereiche müssen mit begrenzten Ressourcen, ihre Einsatzfähigkeit sicherstellen.

Um dieses Ziel gemeinsam zu erreichen, trafen sich am den 14. September hierzu die „Finanzplaner“, das heißt Planungsperspektive dokumentiert in Euro, geordnet nach Kapitel/Titel nach Bundeshaushaltsordnung, mit den „Fähigkeitsplanern“, das heißt Planungsperspektive bezogen auf die Domänen Wirkung, Führung, Aufklärung und Unterstützung.

Die Vorgabe des Verteidigungsministeriums: „Das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr ist planungsleitend“, konnte in einer regen Erörterung der unterschiedlichen Aspekte mit einem klaren Ergebnis zum weiteren Vorgehen abgeschlossen werden. Dass sowohl finanzplanerische Aspekte, als auch die Aspekte der Fähigkeitsentwicklung in einer Gesamtsicht auf die Bundeswehr dargestellt und erörtert werden konnten, hat den Mehrwert der Veranstaltung ausgemacht und den Aufwand mit allen CORONA-bedingten Auflagen am Ende auch mehr als gerechtfertigt.

Die Bedeutung dieser Planerrunde für das Planungsamt wurde spätestens zu dem Zeitpunkt klar, als der Amtschef, Generalmajor Gäbelein, in der Phase der Erörterung und Ergebnissicherung hinzustieß und seine Sicht in die Runde einbrachte.

Planungszyklus 2022

Dies ist nun der Ausgangspunkt um in den kommenden Wochen im Planungszyklus 2022 zu arbeiten, sowohl für das Planungsamt, als auch für die militärischen Organisationsbereiche. Absicht ist eine weitere erneute Einbindung der militärischen Organisationsbereiche, denn sie sind die Fachleute für „ihre“ Systemverbünde der Landes- und Bündnisverteidigung des Fähigkeitsprofils der Bundeswehr.

pixabay/Altmann

Gleichzeitig nahm General Gäbelein die wesentlichen Punkte „im Originalton“ mit, um diese dann bei der Planerleitungsrunde am 16. September 2020, ebenfalls eine Veranstaltung des Planungsamtes, weiter zu verfolgen.

Angesichts der erzielten Ergebnisse war auch der Leiter der zuständigen Abteilung „Planungsumsetzung“ zufrieden. „Ziel der intensiven Einbindung der Organisationsbereiche in den Planungszyklus 2022 war es, mit der fokussierten Betrachtung der Zwischenziele des Fähigkeitsprofils der Bundeswehr einen Deutschuss zu setzen, um uns der Mitte der Zielscheibe zu nähern. Heute kann ich feststellen: Wir haben zumindest schon mal die Scheibe getroffen!“, fasste Oberst i.G.im Generalstabsdienst Hornik zusammen.