Erkundung National Guardian 2024 in Sachsen

National Guardian: Sächsischer Heimatschutz erkundet

National Guardian: Sächsischer Heimatschutz erkundet

Datum:
Ort:
Sachsen
Lesedauer:
2 MIN

Sächsische Heimatschutzkräfte werden als Teil der Landes- und Bündnisverteidigung zur Sicherung verteidigungswichtiger Infrastruktur ausgebildet. Auf der Übung „National Guardian“ bereiten sie sich auf diese Aufgabe vor. Gemeinsam mit dem Landeskommando Sachsen erkundeten sie dafür Ausbildungsorte auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz.

Zwei Soldaten stehen im Schnee. Einer zeigt dem anderen etwas.

Das Landeskommando Sachsen erkundet den Truppenübungsplatz und plant erste Schritte für „National Guardian“

Bundeswehr/Robert Wendler

Mit einer dreitägigen Erkundung auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz haben die Kameradinnen und Kameraden des Landeskommandos Sachsen und der Heimatschutzkompanie Sachsen mit den Vorbereitungen für die Übung „National Guardian“ begonnen. Etwa 30 Soldatinnen und Soldaten ermittelten dafür von 15. bis 17. Januar 2024 auf Sachsens größtem Truppenübungsplatz Möglichkeiten zur Übung des Heimatschutzes.

Mit „National Guardian“ übt das Territoriale Führungskommando der Bundeswehr in Berlin von Ende April bis Anfang Mai 2024, wie eigene und verbündete Streitkräfte auf dem Marsch ins Baltikum durch Kräfte des Heimatschutzes unterstützt werden können. „Das kann nur unter Einbindung der zivilen zuständigen Behörden und Organisationen gelingen. Dafür ist eine enge zivil-militärische Abstimmung notwendig, die bereits bei der Erkundung beginnt“, erklärt Oberstleutnant Raymund T. vom Landeskommando Sachsen, der die Erkundung leitete.

Enge Abstimmung mit der zivilen Seite

Uniformierte und Zivile im Kreis vor einer Lagekarte

Abstimmung: Oberst Michael Popielas diskutiert mit Vertretern anderer Behörden Fragen rund um die Übung „National Guardian“

Bundeswehr/Robert Wendler

Bei der Erkundung in der Oberlausitz stand deshalb sowohl die Informationsgewinnung im Gelände als auch der Austausch mit den beteiligten zivilen Behörden und Organisationen im Mittelpunkt. Bei einer Besprechung am letzten Erkundungstag wurden so Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Polizei, der Feuerwehr, des Landkreises Görlitz, des Technischen Hilfswerks und anderer Organisationen in die geplante Übung eingewiesen.

Der Truppenübungsplatz dient nicht nur als Übungsraum für deutsche und internationale Einheiten, sondern ist auch realer Versorgungs- und Rastraum für die marschierende Truppe. Damit das reibungslos funktioniert, werden die Abläufe immer wieder geübt. 

Landes- und Bündnisverteidigung im Fokus

Zivilisten und Militärs sitzen an einem Tisch zusammen

Enge Zusammenarbeit mit zivilen Partnern ist ein wichtiger Teil bei der Landes- und Bündnisverteidigung

Bundeswehr/Robert Wendler

Die Kameradinnen und Kameraden der Heimatschutzkompanie Sachsen werden in den nächsten Wochen ihr bisheriges Wissen darüber festigen, wie Objekte bewacht und gesichert werden, Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt werden und wie die marschierende Truppe bei ihrem Auftrag unterstützt werden kann.

Bei den anstehenden Übungen greifen die Heimatschutzkräfte, die vorrangig aus Reservistinnen und Reservisten bestehen, auf Erfahrungen und Know-how des Landeskommandos Sachsen zurück. So haben die ersten Planungen für die anstehenden Übungen bereits im Herbst des vergangenen Jahres begonnen. Bei einer vom Landeskommando Sachsen organisierten zivil-militärischen Arbeitstagung im Oktober 2023 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter sächsischer Behörden, Organisationen und Ministerien gemeinsam mit der Bundeswehr über Herausforderungen und Abstimmungswege für Fragen der Landes- und Bündnisverteidigung.

von Cornelia Riedel

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