Nach Jahren des Schrumpfens ist die Bundeswehr sowohl materiell als auch personell wieder auf Wachstumskurs. Die Angehörigen der Streitkräfte und Bundeswehrverwaltung tragen mit ihrem Engagement nachhaltig zur Einsatzbereitschaft der Truppe bei. Die aktuellen Zahlen im Überblick.
Wie groß ist die Bundeswehr?
Monatlich veröffentlicht das Verteidigungsministerium die aktuellen Personalzahlen der Bundeswehr. Darin sind sowohl Zahlen zum militärischen Personal als auch zum Zivilpersonal zu finden. Derzeit sichern über 267.000 Menschen – 185.919 in Uniform und 81.248 in Zivil – die personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.
*davon bis zu 5.400 Studierende an den Universitäten der Bundeswehr
Statusgruppen
Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr werden in drei Statusgruppen eingeteilt. Die meisten kommen als Soldaten auf Zeit (SaZ) zur Truppe. Sie verpflichten sich für einen Zeitraum zwischen zwölf Monaten und 25 Jahren. Die Berufssoldaten (BS) bilden den Kern der Streitkräfte. Sie binden sich ähnlich wie Beamte in zivilen Behörden für ihr ganzes Berufsleben an das Militär. Auch als Freiwillig Wehrdienstleistender (FWDL) ist der Einstieg in die Soldatenkarriere möglich. Hier verpflichten sich Rekrutinnen und Rekruten für sechs bis elf Monate, um einen Einblick in den Truppenalltag zu bekommen.
Berufsoldatinnen und -soldaten
59.717
Soldatinnen und Soldaten auf Zeit lang
113.095
Soldatinnen und Soldaten auf Zeit kurz
4.020
Freiwillig Wehrdienstleistende
9.087
Dienstgradgruppen
Die Bundeswehr ist wie jede andere Armee nach außen sichtbar hierarchisch gegliedert. Wer wem vorgesetzt ist, richtet sich häufig nach dem Dienstgrad, auch Rang genannt. Die Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere der Bundeswehr arbeiten immer Team - mit unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungsbereichen.
Gesamt gerundet
Generale/Admirale
220
Stabsoffiziere
15.630
Offiziere
23.490
Unteroffiziere mit Portepee
62.690
Unteroffiziere ohne Portepee
27.830
Mannschaften1
56.060
Gesamt
185.920
1Davon 13.107 Mannschaften Neuer Wehrdienst: 9.087 Manschaftssoldatinnen und -soldaten mit Status FWDL (sechs bis elf Monate Dienstzeit) und 4.020 Manschaftssoldatinnen und -soldaten mit Status SaZ kurz (12 bis 23 Monate Dienstzeit)
Wie viele Frauen dienen wo?
Soldatinnen sind unverzichtbar für die Streitkräfte und fester Bestandteil der Truppe
Bundeswehr/Jonas Weber
Frauen in der Bundeswehr: Ab 1975 konnten sie in den Sanitäts- und Militärmusikdienst eintreten, seit 2001 stehen ihnen alle Laufbahnen – auch in den Kampftruppen – offen. Die Personalzahlen der Bundeswehr schlüsseln auf, wie viele Frauen wo dienen, welcher Dienstgradgruppe sie zuzuordnen sind und welchen Status sie innehaben.
1SaZ lang beinhalten alle Soldatinnen und Soldaten auf Zeit mit einer Dienstzeit größer 24 Monate 2SaZ kurz beinhalten alle Soldatinnen und Soldaten auf Zeit mit einer Dienstzeit von 12 - 23 Monate
Neben der Möglichkeit, in der Truppe von der Mannschaftssoldatin bis in die höchsten Generalsränge aufzusteigen, bietet auch der zivile Bereich der Bundeswehr zahlreiche Berufs- und Aufstiegschancen für Frauen. Von den insgesamt 81.248 zivilen Beschäftigten sind 32.081 Frauen (rund 39 %), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind. Angestellte und Beamtinnen in der Bundeswehr arbeiten als Sachbearbeiterinnen in verschiedenen Bereichen bei der Truppe oder in der Wehrverwaltung, aber auch als Ingenieurinnen für Wehrtechnik, als Biologinnen und Geologinnen. Inzwischen werden auch die Leitungsebenen von Wehrverwaltungsstellen und ganzen Organisationsbereichen von Frauen verantwortet.
In welchem zivilen Status werden Frauen in der Bundeswehr beschäftigt?
Beamtinnen insgesamt
11.024
im höheren Dienst
2.281
im gehobenen Dienst
4.649
im mittleren Dienst
4.077
im einfachen Dienst
17
Arbeitnehmerinnen
19.096
im Vorbereitungsdienst, in einem Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnis
1.961
Wie lauten die Einsatzzahlen?
Die Personalzahlen der Bundeswehr umfassen auch die aktuelle Stärke der deutschen Einsatzkontingente. Insgesamt sind 693 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
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