Bilder der Woche

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Ein Knall über Niedersachsen sorgt für Aufregung. Soldatinnen und Soldaten kehren aus dem Sudan zurück. Der Bundeswehreinsatz in Mali soll enden. Und eine Fregatte kreuzt vor Frankreich – unsere Themenpalette Anfang Mai ist breit. Das sind die Bilder der Woche. 

  • Ein deutscher und ein britischer Eurofighter rollen zur Startbahn der Ämari Air Base

    Bündnissolidarität: Eurofighter aus Deutschland und Großbritannien auf dem Luftwaffenstützpunkt Ämari in Estland. Gemeinsam schützten sie den baltischen Luftraum.

    Bundeswehr/Maurice Heck
  • Ein Soldat schüttelt die Hand eines Bewohners in Mali, ein Soldat und drei Bewohner stehen daneben

    Beschlossene Sache: Die Beteiligung der Bundeswehr am UNUnited Nations-Einsatz MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Mali soll bis Ende Mai 2024 beendet werden. Deutschland bleibt aber weiterhin in der Sahel-Region engagiert.

    Bundeswehr/Falk Bärwald
  • Ein Schiff vom Typ Fregatte „Sachsen“ durchquert das Meer an einem sonnigen Tag

    Geleitschutz: Die Fregatte „Sachsen“ – hier ein Archivbild – nahm mit anderen Schiffen eines NATO-Flottenverbandes an einem Manöver vor der Küste Frankreichs teil und eskortierte französische Einheiten.

    Bundeswehr/Leon Rodewald
  • Ein Eurofighter landet auf einer Landebahn.

    Punktgenau: Ein Eurofighter bei der Landung (Archivbild). Am 1. Mai flogen zwei solcher Maschinen der Alarmrotte der Luftwaffe mit Überschall über Niedersachsen, um ein Passagierflugzeug zu überprüfen, das über Funk nicht erreichbar war.

    Bundeswehr/Johann Michael Scheller
  • Eine Kolonne von Soldaten läuft auf einem Rollfeld an mehreren Transportflugzeugen A400M vorbei

    Auftrag ausgeführt: Der Evakuierungsverband der Bundeswehr kehrt aus dem Sudan nach Deutschland zurück. Rund 780 Menschen konnten während der dreitägigen Operation in Sicherheit gebracht werden.

    Bundeswehr/Francis Hildemann

Luftwaffe kehrt aus dem Baltikum zurück

Die NATO-Staaten Litauen, Lettland und Estland verfügen nicht über ausreichende Kapazitäten, um ihren Luftraum über dem Baltikum und der Ostsee zu schützen. Daher begann das Bündnis 2004 mit dem Air Policing Baltikum. 2014 verstärkte es seine Luftkräfte im Baltikum noch einmal. Seither starten auch Eurofighter der Luftwaffe von der Ämari Air Base in Estland, um das NATO-Bündnisgebiet zu schützen. Das jüngste Einsatzkontingent verlegt nun in die Heimat zurück – nachdem es seit August letzten Jahres mit bis zu fünf Eurofightern rund um die Uhr für Abfangeinsätze bereitstand.

Bundeswehr beendet MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali-Einsatz in Mali bis Mai 2024

Die Bundesregierung hat am 3. Mai grünes Licht für den kontrollierten Abzug der Bundeswehr aus dem MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali-Einsatz der Vereinten Nationen in Mali gegeben. Dafür soll das Mandat ein letztes Mal verlängert werden. Der Bundestag will Mitte Mai darüber entscheiden. Bereits Anfang Juni soll dann mit der Rückverlegung nach Deutschland begonnen werden, abgeschlossen werden soll sie bis zum Mandatsende am 31. Mai 2024. Die deutschen Streitkräfte hatten zehn Jahre lang an der Seite ihrer internationalen Partner zur Stabilisierung des Landes beigetragen.

Fregatte „Sachsen“ bei Manöver vor Frankreich

Bei dem multinationalen Manöver Hemex Orion 2023 vor der Mittelmeerküste Frankreichs wurden die verschiedenen Phasen einer amphibischen Landungsoperation trainiert. Mittendrin im NATO-Schiffsverband war die Fregatte „Sachsen“ der deutschen Marine. Ihre Aufgabe: die Helikopterträger „Mistral“ und „Tonnerre“ zu eskortieren und so lange vor Gefahren zu beschützen, bis diese ihr Zielgebiet erreicht hatten. Seine Besatzung habe sich professionell, flexibel und durchhaltefähig gezeigt, sagte der Kommandant der „Sachsen“ hinterher zufrieden.

Alarmrotte steigt nach Funkstörung auf

Einsatzbefehl für die Alarmrotte der Luftwaffe in Laage – und das an einem Feiertag: Am 1. Mai stiegen zwei Eurofighter auf, weil die zivile Flugsicherung keinen Funkkontakt zu einem Passagierflugzeug herstellen konnte. Die Boeing 737 war in Richtung Amsterdam unterwegs und rund 400 Kilometer entfernt – also drückten die Eurofighter-Piloten ihre Schubhebel durch und beschleunigten auf Überschall. Den dadurch erzeugten Knall hörte man über Niedersachsen. Nur 20 Minuten nach dem Alarmstart hatten die Jets die Boeing im Luftraum bei Münster eingeholt – wie sich zeigte, hatte der Pilot der Passagiermaschine lediglich vergessen, den Funk einzuschalten. 

Pistorius begrüßt Soldatinnen und Soldaten nach Sudan-Rettungseinsatz

Nach dem Ausbruch von Kämpfen zwischen Teilen der sudanesischen Streitkräfte brachte ein Einsatzkontingent der Bundeswehr binnen drei Tagen rund 800 Menschen in Sicherheit. Auch die Soldatinnen und Soldaten kehrten wohlbehalten zurück. Verteidigungsminister Boris Pistorius begrüßte den Evakuierungsverband nach der Landung im niedersächsischen Wunstorf persönlich. „Die Operation war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg und dafür danke ich allen Beteiligten“, lobte der Verteidigungsminister. Bei der Evakuierungsoperation habe „ein Rad ins andere gegriffen.“

von Tim Engemann

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