Bilder der Woche

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Piloten, die am Himmel über Deutschland ihr Können zeigen. Spezialisten, die in Polen das Waffensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target warten. Soldatinnen und Soldaten, die in Litauen die Stellung halten. Außerdem Menschen, die vor zehn Jahren selbstlos halfen – und ein Marine-Großmanöver in der Ostsee: Das sind die Bilder der Woche aus der Bundeswehr.

  • Mehere Fallschirmspringer sitzen in einem Flugzeug und verständigen sich mit Handzeichen.

    Gleich geht’s raus: Mit Handzeichen wird die Dauer bis zum Absprung weitergegeben. In Bückeburg zeigten die Freifallspringer am Tag der Bundeswehr ihr Können.

    Bundeswehr/Alexander Bozic
  • Ein Soldat sitzt mit Kopfhörern vor einem Bildschirm in einem Flugabwehrraketen-System "Patriot".

    Technik im Blick: Damit im Feuerleitstand des Waffensystems PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target alles reibungslos läuft, kontrolliert die Elektronikinstandsetzung die Systeme regelmäßig

    Bundeswehr/Niklas Siekmann
  • Soldaten schauen auf eine Lagekarte die auf dem Boden liegt. Ein Soldat zeigt dabei in eine Richtung

    Da geht’s lang: In Litauen werden Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ in die Lage eingewiesen. Noch bis zum 7. Juli trainieren sie bei der Übung Griffin Storm die Abwehr eines Angriffes auf die NATO-Ostflanke.

    Bundeswehr
  • Ein geländefähiges Fahrzeug vom Typ Wolf durchquert eine Straße, die unter Wasser steht.

    Land unter: Ein Bundeswehrfahrzeug fährt 2013 durch eine überflutete Straße im Magdeburger Stadtteil Rothensee. Zehn Jahre nach der Katastrophe sprach die Stadt den zivilen und militärischen Einsatzkräften für ihr Engagement nochmals ihren Dank aus.

    Bundeswehr/Manfred Jungenblut
  • Ein Schiff auf offenem Meer bei Sonnenuntergang, der Himmel ist orange gefärbt.

    Schwarz auf Orange: Die Umrisse der niederländischen Mehrzweck-Fregatte „Van Amstel“, im Einsatz bei der multinationalen Marineübung BALTOPS, heben sich gut erkennbar vom Abendhimmel über der Ostsee ab

    Bundeswehr

200.000 waren da

Einmal im NHNATO-Helicopter-90 mitfliegen – das blieb zwar für die 200.000 Besucher am Tag der Bundeswehr 2023 ein Traum. Aber nach der Flugvorführung mit dem Piloten des Transporthubschraubers zu sprechen, das war drin. Die Bundeswehr präsentierte sich an zehn Standorten von Wilhelmshaven bis Murnau in ihrer ganzen Vielfalt: vom Formationsflug der Hubschrauber über den Flaggensprung der Fallschirmjäger bis hin zur Vorführung des Großgerätes. Im Mittelpunkt stand aber der direkte Austausch der Bürgerinnen und Bürger mit den Soldaten, Soldatinnen und zivilen Beschäftigten – ohne sie läuft bei den Streitkräften nichts. Verteidigungsminister Boris Pistorius brachte es beim Besuch des Standortes Bückeburg auf den Punkt: „Die Männer und Frauen in der Bundeswehr leisten etwas ganz Besonderes: Sie dienen. Sie dienen Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes.“

Augen offenhalten

Es kontrolliert bis zu 50 Flugziele gleichzeitig und kann parallel fünf Ziele in einer Distanz von bis zu 68 Kilometern bekämpfen: das Flugabwehrraketensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target. Diese Leistung ruft PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target dank der regelmäßigen Wartung in den jeweiligen Einsatzstaffeln ab. Und wenn die ausgeklügelte Systemelektronik im Einsatz doch mal muckt? Dann tritt die Teileinheit Elektronikinstandsetzung auf den Plan so dieser Tage geschehen im polnischen Zamość, wo deutsche Patriots beim Schutz des Luftraumes des NATO-Partners helfen.  „Wir können tiefer ins Detail gehen und verfügen über spezielles Messequipment“, so Stabsfeldwebel Ronny L.*  Besonderes Fingerspitzengefühl erforderte das hochkomplexe Radar. Nach der Fehlerbehebung richtete es seinen „Blick“ wieder nach oben, um für die Sicherheit der Truppe am Boden zu sorgen.

Greifen-Sturm im Baltikum

Vorbereitet sein für den Ernstfall an der NATO-Ostflanke: Das trainieren derzeit 1.000 Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbrigade 41 „Vorpommern“ in Litauen. Die Männer und Frauen sind bei der Großübung Griffin Storm im Einsatz und demonstrieren so Deutschlands Solidarität im NATO-Bündnis. Geübt werden die Verlegung von Personal und Material und der gemeinsame Kampf mit den litauischen Partnern. „Griffin Storm erfüllt alle Anforderungen einer militärischen Operation und ist damit eines unserer Highlights im Jahr 2023“, so Brigadegeneral Christian Nawrat, der Kommandeur. Mit dabei sind Gefechtsfahrzeuge wie der Schützenpanzer Marder, der Transportpanzer Fuchs und der Pionierpanzer Dachs. Auch der Minenräumpanzer Keiler und der Brückenlegepanzer Biber kommen zum Einsatz.

Gedenken an die Jahrhundertflut

Zehn Jahre ist es her, dass ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zusammen mit Angehörigen von Bundes- und Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Maltesern, Polizei, Rettungsdiensten sowie Katastrophenschutz anpackten, um den Menschen in Magdeburg-Rothensee zu helfen. Das Jahrhunderthochwasser im Juni 2013 hatte vielen alles genommen. Für die Hilfe sagten die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils nun noch einmal Danke – ausdrücklich gelobt wurde die Zusammenarbeit ziviler und militärischer Einsatzkräfte im Kampf gegen die Fluten.

Seemannsromantik nach Dienstschluss

Schöne Momente wie der Anblick eines Sonnenuntergangs waren der Besatzung der Korvette „Erfurt“ während der Übung Baltic Operations (BALTOPS) vergönnt. Insgesamt 7.000 Soldatinnen und Soldaten waren auf mehr als 45 Schiffen und 75 Flugzeugen bei dem Großmanöver in der Ostsee im Einsatz. Beteiligt waren 15 NATO-Bündnispartner und Schweden. Luftabwehr, U-Boot-Jagd, Artillerieschießen: Bei der größten USUnited States- und NATO-Marineübung in der Region wurden zum 50. Mal die Kernfähigkeiten der maritimen Streitkräfte geübt.

*Name zum Schutz des Soldaten abgekürzt.

von Evelyn Schönsee/Tim Engemann 

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