Bilder der Woche

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Herausfordernde Aufgaben prägten die Woche: Während manche Soldaten und Soldatinnen für die heiße Wüste trainieren, üben andere das Überleben bei Minusgraden im Gebirge. Und die Hilfe der Bundeswehr für die Erdbebenopfer in der Türkei geht ebenso weiter wie die Ausbildung ukrainischer Streitkräfte an deutschen Waffensystemen.

  • Ein Soldat trägt einen anderen auf seinen Schultern, vor ihm steigt rosafarbener Nebel auf.

    Dem Feind mit Nebel die Sicht nehmen, den Verwundeten bergen und ihn in Deckung versorgen: Ein Szenario, das die Aufklärer aus Lüneburg vor ihrem Mali-Einsatz immer wieder trainieren. Denn auch unter Stress und Beschuss müssen alle Abläufe passen.

    Bundeswehr/Ebel
  • Ein Hubschrauber vom Typ NH-90 fliegt über eine verschneites Gebirge.

    Fliegender Lastwagen: Mit dem Mehrzweckhubschrauber NHNATO-Helicopter-90 kann alles, was die Gebirgsjäger für das Winterbiwak benötigen, problemlos ins Hochgebirge transportiert werden. Der Hubschrauber kann bis zu vier Tonnen Nutzlast befördern.

    Bundeswehr/Lea Bacherle
  • Soldaten entladen mit einem Gabelstapler Kartons mit Hilfsgütern aus dem Transportflugzeug A400M.

    Lebensrettende Fracht: Bei dem schweren Erdbeben an der türkischen-syrischen Grenze ist eine Region in der Größe von Bayern und Baden-Württemberg verwüstet worden. Die Bundeswehr flog und fliegt nach wie vor Hilfsgüter in die Türkei.

    Bundeswehr/Francis Hildemann
  • Deutsche und griechische Soldaten inspizieren drei Schützenpanzer Marder im Gelände.

    Ausbildung am Schützenpanzer Marder: Deutsche Soldaten und Soldatinnen erklären ihren griechischen Kameraden das für sie neue Gerät. Die Marder schließen eine Lücke, die durch eine Abgabe von Material an die Ukraine entstanden ist.

    Bundeswehr/Robin Satzke
  • Ein deutscher und ein ukrainischer Soldat stehen nebeneinander. Im Hintergrund ist das Flugabwehrraketensystem Patriot zu sehen.

    Ausbildung an der PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target: Ukrainische Soldaten üben seit Januar in Deutschland am Flugabwehrsystem der Bundeswehr. Sechs Tage die Woche bilden deutsche Kameraden die Ukrainer aus, um sie in ihrem Kampf um ihr Land zu unterstützen.

    Bundeswehr/Johannes Heyn

Die Wüste ruft: Vorbereitung auf den Mali-Einsatz

Funken, Verhalten bei Feindberührung, Gefechtsdienst, das Auffahren auf einen Checkpoint und die Erstversorgung von Verwundeten: Das alles und mehr muss geübt werden, bevor es in Einsatz geht. Für die „Lüneburger“, das in der niedersächsischen Stadt stationierte Aufklärungsbataillon 3, könnten diese Szenarien bald Realität werden. Sie werden für die UNUnited Nations-Mission MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali nach Mali gehen. 

Außer mit Übungen am „lebenden Objekt“ werden die nötigen Verfahren auch im Gefechtssimulationszentrum in Wildflecken gefestigt. Im „Virtual Battle Space 3“ werden einsatzlandspezifische Situationen durchgespielt – aber am Computer mit Tastatur, Maus und Mikrofon. Die Theorie kann die Praxis allerdings nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Die Krönung der Einsatzvorbereitung der Lüneburger Aufklärer ist eine Übung, bei der Verwundete aus einem Hinterhalt geborgen, medizinisch versorgt und anschließend mit Hubschraubern ausgeflogen werden müssen.

Kampftruppen üben im verschneiten Gelände

Für die Landes- und Bündnisverteidigung übt das Gebirgsjägerbataillon 231 das Biwakieren in verschneiter Landschaft und bei eisigen Temperaturen. Tonnen von Feuerholz, Verpflegung und Munition sowie andere Verbrauchsgüter müssen auf den Hochgebirgsübungsplatz, die Reiteralpe, transportiert werden. Ziel des Winterbiwaks ist es, im Hochgebirge auch unter extremen Bedingungen den taktischen Auftrag zu erfüllen. Dazu gehört nicht nur, Iglus und Stellungen im Schnee zu bauen, sondern auch Alarmposten zu besetzen, Streife zu laufen und mit Spähtrupps Erkenntnisse über den Feind zu gewinnen.

#Wirfliegenweiter: Hilfe für Erdbebenopfer hält an

Mehr als 292 Tonnen Material hat die Luftwaffe bislang ins Erdbebengebiet geliefert. Die Bundeswehr leistet so Hilfe bei der Bewältigung der Folgen der Naturkatastrophe im türkisch-syrischen Grenzgebiet. Kurz nach dem Beben stellte das Technische Hilfswerk (THWTechnisches Hilfswerk) einen Amtshilfeantrag beim Verteidigungsministerium. Seitdem arbeitet die Bundeswehr Hand in Hand mit der Bundespolizei und dem THWTechnisches Hilfswerk zusammen. Unter den Hilfsgütern sind beispielsweise Zelte, Heizungen, Generatoren und Winterschlafsäcke.

Ringtausch: Im Gegenzug erhalten die Griechen 40 Marder

Die griechischen Streitkräfte haben im Zuge eines Ringtausches Panzer sowjetischer Bauart an die Ukraine abgegeben. Die Bundeswehr hat zum Ausgleich wiederum einige ihrer Schützenpanzer Marder an Griechenland geliefert – und auch gleich die Ausbildung der Griechen an dem ihnen unbekannten Waffensystem übernommen. Hierzu reisten Soldaten und Soldatinnen des Panzerbataillons 371 aus dem sächsischen Marienberg nach Xanthi in Nordgriechenland. Trotz sprachlicher Barrieren war die Lernkurve steil: „Jeder der ausgebildeten Panzerkommandanten konnte am Ende selbstständig das Fahrzeug auf dem Gefechtsfeld führen und einen Feuerkampf leiten“, resümierte Hauptmann Leopold L., ein Zugführer im Panzergrenadierbataillon 371.

Ausbildung ukrainischer Soldaten an PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target

Die Bundesregierung entschied im Januar, die Ukraine mit dem Flugabwehrsystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target auszustatten. Inzwischen bildet die deutsche Luftwaffe ukrainische Soldaten am Gerät aus. Schwerpunkte des Trainings sind das taktische Bedienen des Feuerleitstands, der Betrieb der Startgeräte und deren Beladung. Auch die Wartung und Instandsetzung der Patriots muss erlernt werden. Nach Abschluss der Ausbildung wird das Flugabwehrsystem an die Ukraine geliefert.

von Lara Weyland

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