Unterstützung aus der Luft

Die neue Drohne Heron TP: Detailgetreue Aufklärung bei allen Sichtverhältnissen

Die neue Drohne Heron TP: Detailgetreue Aufklärung bei allen Sichtverhältnissen

  • Ausrüstung
  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Israel
Lesedauer:
2 MIN

Die neue Drohne Heron TP ermöglicht detailgetreue Aufklärung aus der Luft bei Tag und bei Nacht. Zudem kann sie bewaffnet werden. Sie schließt damit eine Fähigkeitslücke der Bundeswehr. Derzeit werden in Israel zwölf deutsche Soldatinnen und Soldaten als Drohnenpiloten und Sensorbediener für Aufklärungsflüge ausgebildet. 

Eine Aufklärungsdrohne Heron TP mit rotierenden Propellern auf dem Rollfeld

Die neue Heron TP wird als unbemannte Drohne für Aufklärungsflüge eingesetzt, kann jedoch zusätzlich zur Unterstützung der Einsatzkräfte bei Auslandseinsätzen bewaffnet werden

Bundeswehr/Falk Bärwald

Die neue Drohne Heron TP soll die Truppe künftig aus der Luft unterstützen. Mit 26 Metern Spannweite und rund fünf Tonnen Gewicht ist sie dabei mehr als anderthalb mal so groß wie ihr Vorgängermodell Heron 1. Außerdem kann sie bewaffnet werden. So können Einsatzkräfte aus der Luft nicht nur begleitet, sondern auch aktiv unterstützt werden. 

Derzeit liegt der Fokus jedoch auf Aufklärungsflügen. Auch hier punktet die Heron TP. Leistungsfähige Kameras können nicht nur aus großer Entfernung ganze Orte oder Gebiete beobachten. Auch das Hineinzoomen und die Aufklärung einer einzelnen Straße, eines Hauses oder Fahrzeugs sind möglich – in Echtzeit, tageszeiten- und wetterunabhängig. Denn neben den regulären Kamerasystemen verfügt die neue Drohne über Wärmebildkamera und Radar für die Aufklärung bei Nacht und durch Wolkendecken. Zudem kann die Heron TP – anders als die Heron 1 – bei Eis, Regen und Schnee fliegen. 

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Die neue Drohne Heron TP ermöglicht detailgetreue Aufklärung aus der Luft bei Tag und bei Nacht. Zudem kann sie bewaffnet werden. Derzeit werden in Israel zwölf deutsche Soldatinnen und Soldaten als Drohnenpiloten und Sensorbediener ausgebildet.

In Israel werden derzeit zwölf deutsche Soldatinnen und Soldaten im Umgang mit der Drohne geschult. Alle sind zuvor Flugzeug oder Helikopter geflogen. Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied: Als unbemanntes Luftfahrzeug wird die Heron TP vom Boden aus gesteuert – mit Maus, Tastatur und Touchscreen statt mit Schubhebel und Steuerknüppel.

Wie die Drohne sich in der Luft verhält, muss sich der Pilot vorstellen – und entsprechend reagieren. Dabei arbeitet er eng mit dem Sensorbediener zusammen. Dieser ist für die Aufklärung zuständig und steuert Kameras und Radargerät der Drohne. 

Mit der Heron TP wird eine Fähigkeitslücke geschlossen und eine lang bestehende Forderung der Luftwaffe erfüllt. Der Bundestag hatte im April 2022 die Beschaffung bewaffnungsfähiger Drohnen bewilligt, um Soldaten und Soldatinnen im Auslandseinsatz besser vor Angriffen schützen zu können.

von Simona  Boyer

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