Digitalisierung

Virtueller Kartenraum

Virtueller Kartenraum

  • Funkkreis
  • Podcast
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Hier sollte man seinen Augen trauen. Die Virtual Reality, kurz VRVirtuelle Realität, bietet auch neue Möglichkeiten für die Bundeswehr. Die Luftwaffe und die BWI, der Digitalisierungspartner der Bundeswehr, arbeiten gemeinsam an digitalen Lagekarten im Projekt VRVirtuelle Realität-Lage. Jens Muschner, Leiter der BWI Innovationseinheit innoX erklärt, was sich dahinter verbirgt.

Die Virtual Reality, kurz VRVirtuelle Realität, bietet neue Möglichkeiten für 4D-Lagebesprechungen. Luftwaffe und BWI, der Digitalisierungspartner der Bundeswehr, arbeiten gemeinsam in dem Projekt VRVirtuelle Realität-Lage daran, diese Möglichkeiten zu nutzen.
Audio-Transkription

Als Avatar zur Lagebesprechung gehen? Sich mit dem Kollegen aus München von Flensburg aus in Echtzeit die gleichen Präsentationen anschauen, ohne auf den Bildschirm zu gucken? Flugzeuge per Gestensteuerung koordinieren? Noch ist es ein Projekt in der Testphase, welches Jens Muschner, Leiter der BWI Innovationseinheit innoX, im Funkkreis vorstellt. 

Die Not zur Tugend machen 

Es ist die Luftwaffe, die sich an der Entwicklung der virtuellen Lagekarte beteiligt, weil Luftoperationen oft von vielen Akteuren gleichzeitig koordiniert werden müssen. Die sind jedoch nicht an einem Ort, sondern verteilen sich auf viele Gebiete Deutschlands oder sogar weltweit. Diese räumliche Trennung kann für die Lagebesprechungen zu einem echten Problem werden. Die vorhandenen Computersysteme und technischen Lösungen helfen zwar, aber sie machen Dienstreisen noch immer nicht obsolet. Warum warum das so ist und welche Ideen während der ersten Testphase hinzukamen, erfahren Sie in diesem Podcast.

Nichts ist unmöglich

Mit diesen Ideen wird die Bundeswehr zum Pionier in der Umsetzung virtueller Lagebesprechungen. Die Verbindung der VRVirtuelle Realität-Technologie mit diesen Features im Zusammenspiel mit dem Anwendungsfeld habe es so noch nicht gegeben, erklärt Muschner im Gespräch.

Basis für das Projekt ist die bereits in der Bundeswehr genutzte Virtual Reality oder kurz VRVirtuelle Realität. Das bedeutet, dass eine komplett computergenerierte, simulierte Umgebung als dreidimensionales Bild mit Ton entsteht. Sie wird, im Fall von VRVirtuelle Realität-Lage, den Nutzenden über spezielle Brillen angezeigt. Auch da sei Brille nicht gleich Brille, sagt Muschner. Es gelte dabei nämlich, einiges zu beachten, um das bestmögliche Modell für den Auftrag zu finden.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser 

Das Projekt hat gerade seine Testphase erfolgreich hinter sich gebracht. Die Akteure sind zufrieden. Einige Punkte sind ihrer Meinung nach sicher noch zu verbessern, aber das zeige sich wahrscheinlich erst in der regelmäßigen Nutzung durch die Luftwaffe. Ob und wann die Kameradinnen und Kameraden mit den Schwingen auf der Schulter dieses Projekt jedoch im täglichen Dienst nutzen können, steht noch nicht fest. 

Ideen können in der Bundeswehr mittlerweile recht schnell zu Projekten heranreifen und auch in der Truppe getestet werden. Nach der Testung beginnt jedoch erst einmal der Prüfungsprozess, ob sich die Innovation für den angegebenen Zweck eignet. Sind Kosten und Nutzen balanciert? Bringt es einen Mehrwert gegenüber dem bereits existierenden Gerät? Ein ausführlicher Fragenkatalog muss sehr präzise beantwortet werden, bevor die nächsten Schritte  – Ausschreibungen und Vergabe – angegangen werden können. In diesen Genehmigungsprozessen sind viele Gesichtspunkte zu beachten. Viele Akteure sind daran beteiligt und es geht um Geld, Politik und vor allem um Sicherheit. Daher braucht es Zeit, bis eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann.

Das gilt auch für das Projekt VRVirtuelle Realität-Lage, die virtuelle Lagekarte der Luftwaffe und der BWI. Einen Versuch ist es aber auf jeden Fall wert. Das Projektteam und Jens Muschner sind sich einig: Diese Innovation kann es in die Truppe schaffen. Welche Hürden es aber bis zu diesem Ergebnis zu nehmen gilt und was die Lösung alles kann, erfahren Sie hier im Funkkreis, dem Podcast der Bundeswehr.  
 

von Christin  Schulenburg

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