Arbeiten im Homeoffice: So klappt es besser

Arbeiten im Homeoffice: So klappt es besser

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Datum:
Ort:
Bonn
Lesedauer:
3 MIN

Der Wecker klingelt später und Sie stehen morgens nicht im Stau oder in einer überfüllten Bahn. Vielmehr wandern Sie direkt vom Bad an den Schreibtisch. Kaffee kochen, hinsetzen, Dienstrechner an - los geht der Arbeitstag.

Ein Soldat in Uniform arbeitet von zuhause aus an seinem Laptop.

Abwarten und Tee oder Saft trinken? Das verkneifen sich Mitarbeiter im Homeoffice. Sie arbeiten meist mehr und produktiver als im Büro. Ihr wichtigstes Arbeitsmittel: der Laptop.

Bundeswehr/Torsten Kraatz

Die kürzlich von Bund und Ländern beschlossenen weiteren Maßnahmen in der Corona-Krise betreffen auch Unternehmen. So müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten nun Homeoffice anbieten, wenn keine zwingenden Gründe dagegensprechen. Auch für die Bediensteten der Bundeswehr wird weiterhin überall dort Homeoffice angeboten, wo es möglich ist. Vor allem, wenn die Arbeit nahezu komplett von den eigenen vier Wänden aus erledigt werden kann, sinkt das Risiko für Infektionen mit Krankheiten und damit auch die Anzahl der Krankentage. Ein Vorteil, der insbesondere in der Corona-Pandemie vielen bewusst geworden ist. Das Arbeiten von zuhause aus kann zwar viele Vorteile bieten, ist aber absolut kein Selbstläufer. Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln meistern Sie den Alltag namens Homeoffice!

Bewegungsmangel einfach ausgleichen

Mitarbeiter sparen sich Zeit und Kosten der Reise zum Arbeitsort. Aber was fehlt? Der Weg zwischen dem Zuhause und der Dienststelle. Auch wenn es häufig nur kleine Strecken sind, jeder Schritt zwischen Haustür und Dienststelle zählt. Mit diesen einfachen Tipps bleiben Sie auch im Homeoffice aktiv.

Ein Soldat geht mit zwei Kindern im Wald spazieren.

Die Mittagspause ist wichtig und sollte im Homeoffice nicht vergessen werden

Bundeswehr/Torsten Kraatz

Hunde und Katzen machen es uns vor. Dehnen und Strecken nach dem Aufstehen. Das regt den Kreislauf an, tut den Muskeln gut und macht fit fürs nächste Online-Meeting. Bauen Sie daher kleine Übungen zur Dehnung und Mobilisation in Ihren Schreibtisch-Alltag ein. Viele dieser Übungen können Sie direkt im Sitzen am Schreibtisch mit minimalem Aufwand durchführen.
Versuchen Sie Aufgaben, die Sie nicht unbedingt im Sitzen erledigen müssen, im Stehen oder im Gehen auszuführen. Bleiben Sie also beispielsweise beim Telefonieren nach Möglichkeit nicht sitzen, sondern erledigen Sie das Telefonat im Stehen oder sogar im Gehen.

Statt die Mittagspause vor dem PC zu verbringen, sollten Sie einen Spaziergang einplanen. Die frische Luft und die Bewegung werden Ihnen guttun. Sie werden sich danach mit Sicherheit konzentrierter und wacher fühlen. Auch zur Beruhigung kann ein Spaziergang hilfreich sein. Außerdem kann ein solcher helfen, Denkblockaden zu überwinden und kreative Ideen zu entwickeln.

Verbindung zum Team halten

Vier Kolleginnen und Kollegen, Soldatinnen und Soldaten sitzen lachend an einem Konferenztisch

Das fehlt oft im Homeoffice: Auch mal mit Kolleginnen und Kollegen lachen.

Bundeswehr/Torsten Kraatz

Der fehlende persönliche Austausch mit Kameraden oder Kollegen ist ein großer Nachteil des Homeoffice-Daseins. Ein täglicher Anruf oder wenigstens E-Mail-Kontakt vermeidet, vom Informationsfluss ausgeschlossen zu werden. Wenn Sie mit einem Mitarbeiter etwas klären wollen, was Sie normalerweise im persönlichen Gespräch geklärt hätten: Schreiben Sie keine E-Mail oder Messenger-Nachricht, sondern rufen Sie an. Das geht nicht nur viel schneller, Sie vermeiden auf diese Weise auch Missverständnisse – und netter, weil einfach persönlicher, ist es außerdem. Wenn Zeit dafür bleibt: Am Telefon auch mal über Themen reden, die nicht direkt mit der Arbeit zu tun haben. Nicht vergessen: Wir sind keine Maschinen – wir brauchen soziale Kontakte, um zu funktionieren und gesund zu bleiben.

Zeit- und Selbstmanagement

Eine Soldatin sitzt am Schreibtisch vor einem Laptop und trägt sich Notizen in einen Terminkalender ein.

Arbeiten im Homeoffice ist nur dann richtig erfolgreich, wenn man strukturiert vorgeht und gesetzte Prioritäten einhält.

Bundeswehr/Markus Dittrich

Gerade im Homeoffice ist es wichtig der eigenen Arbeit eine klare Struktur zu geben. Überlegen Sie sich wann Sie arbeiten wollen und können und halten Sie sich auch daran! Das gibt Ihrem Tag Struktur und Sie können sich nicht verzetteln. Auch für die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen ist es wichtig, sich an bestimmte Arbeitszeiten zu halten und diese zu kommunizieren. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, die Arbeitszeiten im Team abzustimmen, um Arbeitsprozesse am Laufen zu halten und für andere erreichbar zu sein. In der Regel können Sie sich im Homeoffice besser auf Ihre Aufgaben konzentrieren und werden nicht so leicht abgelenkt. Zudem wird weniger Zeit mit überlangen oder zu vielen Meetings verbracht. Wer im Homeoffice arbeitet, „meetet“ meist per Telefon, Sametime, Webex oder anderen Konferenzsystemen. Diese virtuellen Besprechungen sind oft zielgerichteter, kürzer und damit effektiver als Präsenzmeetings, zumal die Wegzeiten komplett entfallen.

Aber Vorsicht: Homeoffice bedeutet nicht rund um die Uhr zu arbeiten! Da wir hier aber häufig das Gefühl haben uns besonders beweisen zu müssen, weil die direkte Kontrolle durch anwesende Vorgesetzte entfällt, neigen wir schnell zur Selbstausbeutung. Doch auch im Homeoffice haben Sie irgendwann Feierabend. Planen Sie diesen also bewusst ein und genießen Sie ihn. Sie haben es sich verdient!

von Gerd Knau

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