Sichtschutz

WTDWehrtechnische Dienststelle 61 erprobt erstmals ROSYRapid Obscuring System-Nebel für Hubschrauber

WTDWehrtechnische Dienststelle 61 erprobt erstmals ROSYRapid Obscuring System-Nebel für Hubschrauber

  • AIN
  • Wehrtechnische Dienststelle 61
Datum:
Ort:
Manching
Lesedauer:
1 MIN

Im September 2022 wurden bei Erprobungsflügen an der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr, kurz WTDWehrtechnische Dienststelle 61, in Manching weltweit erstmalig Nebelpatronen von einem Hubschrauber verschossen.

Ein Hubschrauber fliegt über einem Feld und verschießt Nebelpatronen

Zum Selbstschutz verschießt der H145M mit ROSYRapid Obscuring System seine Nebelpatronen

Bundeswehr

Für die Tests wurde das bei den Bodentruppen der Bundeswehr bereits bewährte Nebelschutzsystem „Rapid Obscuring System ROSYRapid Obscuring System“ auf einem Hubschrauber H145M LUH SOFLight Utility Helicopter – Special Operation Forces der Spezialkräfte der Bundeswehr genutzt.

Nebelwand macht den Hubschrauber unsichtbar

Für das Kommando Spezialkräfte ist es beim schnellen Abseilen von Kräften aus einem Hubschrauber, dem sogenannten Fast Roping, von enormer Bedeutung, die Soldatinnen und Soldaten sowie die Luftfahrzeuge an diesem verwundbaren Punkt wirkungsvoll zu schützen. Auch bei der Aufnahme von Verwundeten oder weiteren Szenarien kann das Verfahren angewendet werden. Das Nebelschutzsystem ROSYRapid Obscuring System soll dazu eine Nebelwand erzeugen, hinter welcher der Hubschrauber für eine Zeitspanne von 30 bis 40 Sekunden nicht mehr sichtbar ist.

Eine Nebelwand baut sich auf

Der H145M verschwindet hinter einer blickdichten Nebelwand

Bundeswehr

Die Crew der WTDWehrtechnische Dienststelle 61 zeigte mit dem dienststelleneigenen Erprobungsträger H145M LUH SOFLight Utility Helicopter – Special Operation Forces, dass dies zumindest bei guten Windbedingungen möglich ist.

Erfolgreicher Flugversuch

Die bei der Erprobung erzeugte Nebelwirkung wurde durch die Verwendung spezieller Messtechnik in verschiedenen Spektralbereichen analysiert. Besonders relevant war in diesem Zusammenhang die Durchführung der Testpunkte bei verschiedenen Windrichtungen wie Mitwind, Seitenwind und Gegenwind.

Ein Hubschrauber fliegt über einer Nebelwand; im Vordergrund steht ein Mann neben Kameras und ein paar Fahrzeugen.

Nach durchgeführter Mission erhebt sich der Hubschrauber aus der Nebelwand. Spezielle Messtechnik hat den gesamten Einsatz dokumentiert.

Bundeswehr

Eine erste Erkenntnis aus den Versuchen ist, dass der Abwind, den die Rotorblätter des Hubschraubers durch ihre Drehung erzeugen, keinen nennenswerten Einfluss auf die Nebelausbreitung hat und dass die Nebelmunition zuverlässig und sicher verschossen werden kann.

von WTD 61   E-Mail schreiben

Weitere Nachrichten aus dem Bereich AINAusrüstung, Informationstechnik und Nutzung

Nutzen Sie bitte nachfolgend die Pfeiltasten (links/rechts) um zum vorherigen/nächsten Slide zu springen. Nutzen Sie die Tabtaste um innerhalb des aktiven Slides Elemente (wie Links) anzuspringen.

Sie verlassen jetzt das Slide Modul. Drücken Sie die Tabtaste zum Fortfahren oder navigieren Sie andernfalls einfach weiter mit den Pfeiltasten.