Cyber- und Informationsraum

ITInformationstechnik-Schmuckstück im ITInformationstechnik-Bataillon 292

ITInformationstechnik-Schmuckstück im ITInformationstechnik-Bataillon 292

  • Technik
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Dillingen an der Donau
Lesedauer:
3 MIN

Oberstabsfeldwebel Holger Stettin blickt angespannt in den linken Außenspiegel. Er hält den Blickkontakt zu seinem Einweiser. Bei der Rückwärtsfahrt stehen die vier Räder der beiden Hinterachsen bereits auf dem Betonfundament. Auf den letzten beiden Metern der langen Reise darf jetzt nichts mehr schiefgehen.

Zwei Soldaten weisen einen weiteren Soldaten mit seinem LKW ein.

Das Ausstellungsstück, die Antennenmastanlage, muss aufgrund der Größe und des Gewichts, mit einem LKWLastkraftwagen transportiert werden.

Bundeswehr/Dieter Obermayer

Zu viel Zeit und Nerven hat er in dieses Projekt gesteckt. Noch ein kurzes Spiel mit der Kupplung, eine letzte Lenkbewegung und den Dieselmotor ein letztes Mal aufheulen lassen. Fertig. Das Fahrzeug mit der Antennenmastanlage ist auf seinem aller Letzten Parkplatz angekommen: Vor dem Haupteingang des Stabsgebäudes des Informationstechnikbataillon 292.

Seit Jahren in Betrieb

Diese Antennenmastanlage, kurz AMA, ist eine von vielen, die das Informationstechnikbataillon 292 in den letzten Jahren genutzt hat und auch heute noch nutzt. AMA werden zwar auch von anderen Verbänden des Cyber- und Informationsraumes betrieben, aber nur das ITInformationstechnik-Bataillon 292 betreibt das zugehörige Wartungszentrum in seiner Außenstelle in Karlsruhe. Bei einem Dienstaufsichtsbesuch des Kommandeurs, Oberstleutnant Markus Krahl, wurde dort die Idee geboren, eine AMA als Traditions- und Sockelfahrzeug in der Luitpold-Kaserne in Dillingen an der Donau aufzustellen: „Unserer Kaserne fehlt ein Ausstellungsstück, dass unsere Fähigkeiten repräsentiert„, so Krahl. Oberstabsfeldwebel der Reserve Holger Stettin leistete zu dieser Zeit eine Wehrübung und begann damals sofort mit der Planung: „Eine alte, ausgemusterte AMA musste gefunden und in Karlsruhe zuerst restauriert werden“, erinnert er sich. Wie sich später herausstellte war das nicht die einzige Schwierigkeit.

Restauration und Genehmigungen

Zwei Soldaten arbeiten am Aufbau der Antennenmastanlage

Dank der Richtfunkverbindung müssen keine Kabelleitungen verlegt werden.

Bundeswehr/Dieter Obermayer

Neben den vielen Genehmigungen zur Nutzung des Fahrzeugs als Traditionsobjekt und den Restaurierungsarbeiten musste ein geeignetes Fundament errichtet werden. Auch der Transport musste organisiert werden. Da das Fahrzeug keine Zulassung mehr hatte, galt es einen geeigneten Schwertransport sicherzustellen. Am 11. Mai um sieben Uhr war es endlich so weit. Die AMA war fertig restauriert und kam in der Luitpold-Kaserne an. Doch die Beteiligten mussten nochmal geduldig sein, bis das Fundament durchgetrocknet war. Am 22. und 23. Juni wurde die AMA dann endgültig aufgebaut. „Jetzt ist sie fertig und steht„ freut sich Oberstabsfeldwebel Holger Stettin. Bei allen Arbeiten hatte er Unterstützung von seinen beiden Kameraden Hauptfeldwebel Dirk Maier und Hauptfeldwebel Benny Wafzig.

Einweihung braucht Geduld

Um den Umweltauflagen zu genügen, mussten noch alle Betriebsstoffe entleert werden. Danach wäre die Einweihung in einem würdigen Rahmen erfolgt, hätte die Corona-Pandemie nicht auch diesem Projekt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Erst im kommenden Jahr wird Oberstleutnant Markus Krahl zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Dillingen die AMA vor dem Stabsgebäude einweihen.

Mobile Technik für drahtlose Kommunikation

Ein Soldat kontrolliert das Ausfahren der Antenne.

Auf eine Höhe von 34 Metern kann die AMA ausgefahren werden.

Bundeswehr/Dieter Obermayer

Wie der Name vermuten lässt, sind an der Mastspitze der AMA Antennen befestigt. Der Mast kann automatisch bis zu 34 Meter ausgefahren werden und die Antennen können in beliebige Richtungen gedreht werden. Wenn sich in einer Entfernung von maximal 60 Kilometer eine Gegenstelle befindet, beispielsweise eine zweite AMA, können die beiden Systeme eine digitale Richtfunkverbindung aufbauen und beliebige ITInformationstechnik-Systeme oder Computernetzwerke können angeschlossen werden, um über die Richtfunkverbindung ihre Daten auszutauschen. Teilnehmer werden miteinander vernetzt, ohne Kabel verlegen zu müssen. Nicht nur Telefonie, sondern auch E-Mail und elektronischer Datenaustausch sind so mobil und flexibel über große Entfernungen jeder Zeit möglich. Eine wichtige Fähigkeit, die nach Außerdienststellung der AMA auch zukünftig mit moderneren und leistungsfähigeren Systemen sichergestellt wird.

von Dieter Obermayer  E-Mail schreiben
Ein Soldat steht vor zwei Fahrzeugen mit Antennen

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