Als Feuerwehrmann bei der Bundeswehr

Als Feuerwehrmann bei der Bundeswehr

  • Menschen
  • Zentrum Brandschutz der Bundeswehr
Ort:
Neuburg an der Donau
Lesedauer:
2 MIN

Hauptbrandmeister Jürgen S. ist Feuerwehrmann beim Zentrum Brandschutz der Bundeswehr. Seinen täglichen Dienst leistet er bei der Bundeswehrfeuerwehr Neuburg an der Donau auf dem Fliegerhorst des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74.

Ein Mann mit Glatze steht in einem T-Shirt vor einem Feuerwehr-Fahrzeug

Hauptbrandmeister Jürgen S. vor einem Feuerwehrfahrzeug.

Bundeswehr/Jürgen S.

Schon als Kind hat Jürgen S. immer davon geträumt, Soldat oder Feuerwehrmann zu werden. Deshalb trat er mit 16 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr ein. Nach seiner Lehre hat er bei der Bundeswehr als Kraftfahrzeug- und Panzerschlosser angefangen. Nach zwölf Jahren als Soldat wurde Jürgen S. Feuerwehrbeamter bei der Bundeswehr.

Abwechslungsreicher Dienst

Auf dem Fliegerhorst ist Hauptbrandmeister Jürgen S. stellvertretender Leiter Atemschutz. „Zu meinen Aufgaben gehört es den ordnungsgemäßen Zustand der Atemschutzgeräte und des kompletten Zubehörs des Bereiches Atemschutz sicherzustellen. Dabei unterstützen mich meine sechs Atemschutzgerätewarte tatkräftig.“ In der Wache leitet der Hauptbrandmeister Einsätze und Übungen als Zugführer. Zu seinen Aufgaben gehört es auch die Dienst- und Urlaubsplänen seiner Schicht zu erstellen. 

Ein Mann in Flecktarn-Unifom sitzt an einem Schreibtisch

Auch im Auslandeinsatz gehört für einen Feuerwehrmann Schreibarbeit dazu.

Bundeswehr/Jürgen S.

„Das besonders Positive an meinem Beruf ist der 24-Stunden-Schichtdienst, da ich meine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden mit zwei Schichten in der Woche abgegolten habe. Natürlich gibt es auch Schattenseiten wie Sonn- und Feiertagsschichten. Man fehlt schon mal bei mancher Familienfeier oder bei der einen oder anderen Veranstaltung.“


Die Kameradschaft und Zusammenarbeit mit anderen Standortfeuerwehren machen den Job genauso interessant, wie auch das große Aufgabenspektrum bei der Bundeswehrfeuerwehr, die zum Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen) der Bundeswehr gehört. Diese wird beispielsweise auf Flugplätzen, Untertageanlagen, auf Truppenübungsplätzen oder bei der Schiffsbrandbekämpfung eingesetzt.

Aus- und Weiterbildung

Die Ausbildung zum Brandmeister dauert 18 Monate und wird in Stetten am kalten Markt und Sonthofen durchgeführt. Während dieser Zeit werden zwölf Monate Praktika an verschiedenen zivilen und militärischen Einrichtungen abgeleistet. Im Anschluss findet der dreimonatige Abschlusslehrgang mit abschließender Laufbahnprüfung in Stetten a.k.M.am kalten Markt statt.

Traumberuf – Zivilist und Soldat

Als Hauptfeldwebel der Reserve kann er auch wieder Soldat sein und seine beiden Traumberufe miteinander vereinen. Als Brandschutzfeldwebel war er 2011 im Afghanistaneinsatz und 2019 bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Mali. Als Brandschutzfeldwebel ist er für den Brandschutz und für die Technische Hilfeleistung im und außerhalb des Camps sowie für den reibungslosen Ablauf des Flugdienstes zuständig.

„Das Arbeiten mit Soldaten verschiedener Nationen ist eine große Herausforderung. Ob Kanadier, Niederländer, Belgier oder Soldaten aus El Salvador – jede Nation hat ihre eigenen Vorschriften und die müssen hier miteinander in Einklang gebracht werden. Doch die Zusammenarbeit klappt super.“

Im Vorgerund lodert ein Buschfeuer im Hintergrund ein Feuerwehrfahrzeug der Bundeswehr in Fleckarn.

Ein militärisches Feuerwehrfahrzeug bei einem Brand.

Bundeswehr/Jürgen S.

Zwischen dem Schichtdienst im Einsatz und dem Dienst zu Hause gibt es einen gravierenden Unterschied: Im Einsatz folgt nach der 24-Stunden-Flug-Schicht die 24-Stunden-Camp-Schicht. Dabei haben die Feuerwehrleute die Möglichkeit, sich im Feldlager „frei“ zu bewegen.

„Auch, wenn ich in einer Freischicht bin, bin ich immer im Einsatz, denn wenn die Sirene im Lager losgeht, helfe ich meinen Kameraden. Das ist manchmal ganz schön anstrengend, doch diese Erfahrung und die gelebte Kameradschaft kann man nur im Einsatz erleben! Hier habe ich meinen Traumberuf gefunden und lebe ihn.“


von Jürgen S.  E-Mail schreiben

Weitere Informationen