Sanitätsdienst
Zivile Fachtagung

21. Europäischer Gesundheitskongress in München

21. Europäischer Gesundheitskongress in München

Datum:
Ort:
München
Lesedauer:
1 MIN

Unter dem Motto „Mehr wagen statt klagen – die unterschätzten Möglichkeiten im Gesundheitswesen“ fand vom 6. bis 7. Oktober 2022 in München der diesjährige Gesundheitskongress statt. Auch der Sanitätsdienst der Bundeswehr brachte seine Erfahrungen mit ein.

Auf dem Podium steht auf der linken Seite ein Mann hinter einem Podium, daneben sitzen drei weitere Personen

Angeregt debattierten Oberstarzt Dr. Oliver L., Oberstabsfeldwebel Kay-Uwe G. und die Moderatoren Generalstabsarzt Dr. Norbert Weller und Dr. h.c. Ramona Schumacher (v.l.n.r.)

Bundeswehr/Dr. Tobias G.

Die Auswirkungen der Corona-Krise und die Folgen des Krieges in der Ukraine wiesen im deutschen Gesundheitssystem Defizite, aber auch neue Möglichkeiten und sektorübergreifende Chancen auf. Unter der Moderation von Generalstabsarzt Dr. Norbert Weller und Dr. h.c. Ramona Schumacher wurden zahlreiche Themen aus dem Gesundheitssektor diskutiert. Eines davon war der Strategische Lufttransport (Strategic Aeromedical Evacuation).

Mehr Bedarf an Lufttransporten

Oberstabsfeldwebel Kay-Uwe G. von der Verwundetenleitstelle im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr berichtete, dass 2020 die luftgebundene Evakuierung aus Infektionsgebieten, beispielsweise dem chinesischen Wuhan, alle Beteiligten vor große Herausforderungen stellte. Den dringenden Bedarf an luftgebundenem medizinischen Großraumtransport belegen auch die Zahlen bei der Evakuierung ukrainischer Verletzter. Allein im Frühjahr konnten auf zehn Flügen 377 meist zivile und teils schwer verletzte Kriegsopfer aus Polen nach Deutschland ausgeflogen werden.

Oberstarzt Dr. Oliver L. führte in seinem Impulsvortrag aus, wie wichtig die Anpassung der Konzeption und die Kooperation mit zivilen Krankenhäusern, Universitäten und Gesundheitszentren besonders hinsichtlich der Landes- und Bündnisverteidigung sei. „Alleine ist dies für die Bundeswehrkrankenhäuser nicht zu schaffen“, so L., der im Kommando Sanitätsdienst für den Bereich Führung und Konzeption der Bundeswehrkrankenhäuser zuständig ist.

In einem Krisen- oder Spannungsfall sei aufgrund des zu erwartenden hohen Patientenaufkommens eine enge Kooperation mit der zivilen Krankenhauslandschaft unerlässlich. Ein gutes Beispiel hierfür sei die Kooperation mit den Kliniken der Berufsgenossenschaften. Wichtige Aspekte seien dabei die sogenannte Ambulantisierung der Versorgung, die Steuerung von Patientenströmen und die Personalplanung. Der Begriff Ambulantisierung steht dabei für den Prozess, medizinische Leistungen stärker ambulant zu erbringen.

von Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr
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