Sanitätsdienst

Corona-Hilfe: Patientenlufttransport erfolgreich abgeschlossen

Corona-Hilfe: Patientenlufttransport erfolgreich abgeschlossen

Datum:
Ort:
Köln-Wahn
Lesedauer:
2 MIN

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Am Mittwoch ist der dritte intensivmedizinische Transportflug sicher am Flughafen Köln-Wahn gelandet. Der Airbus A310 MedEvacMedical Evacuation „Hermann Köhl“ der deutschen Luftwaffe transportierte insgesamt sechs intensivpflichtige Covid-19 Patientinnen und Patienten aus Sachsen.

Mehrere Rettungswagen vor einem Flugzeug der Luftwaffe

Im Auftrag der Amtshilfe: Sanitätsdienst und Luftwaffe transportieren Covid-19 Patienten nach dem Kleeblatt-Konzept

Bundeswehr/Anna Derr

Aus verschiedenen Krankenhäusern in Dresden und Meißen sind die sechs Patientinnen und Patienten nach dem sogenannten Kleeblatt-Konzept verteilt worden. Während des Fluges mit dem Flugzeug der deutschen Luftwaffe für den luftgestützten Patiententransport (MedEvacMedical Evacuation) wurden die Erkrankten von Intensivmedizinern des Sanitätsdienstes der Bundeswehr bestmöglich versorgt. Im Flugzeughangar der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung standen bereits die Intensivtransportwagen für den Weitertransport bereit. Mit koordinierten Handgriffen wurden die zu behandelnden Personen in kürzester Zeit von Notärzten des Kölner Rettungsdienstes in die Rettungswagen überführt. Für die Weiterbehandlung wurden die Betroffenen in mehrere Kliniken in Köln und Bonn gebracht.

Im Anschluss an den Patiententransport konnte die Intensivmedizinerin Oberfeldarzt Dr. Katrin Thinnes vom BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz in einem Interview Einsichten in ihre Arbeit an Bord des A310 MedEvacMedical Evacuation gewähren.

Soldatin vor einem Flugzeug der Luftwaffe
Auf Grund der starken Auslastung der Intensivstationen durch COVID-19Coronavirus Disease 2019 Patienten wurden sechs Patienten mit der Hilfe der Luftwaffe in andere Krankenhäuser verlegt.

Das Kleeblatt-Konzept: Landesweiter Patiententransport

Grafik einer Deutschlandkarte

Mithilfe des Kleeblatt-Konzeptes werden Covid-19 Patienten und Patientinnen bundesweit umverteilt

Bundeswehr/Jana Bauer

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr unterstützt in Kooperation mit der deutschen Luftwaffe den Amtshilfeantrag des Landes Bayern vom 25. November für den Transport von Corona-Patienten. Hierzu sollen Erkrankte aus Regionen mit hohen Corona-Inzidenzwerten, wie es beispielsweise in Bayern und Sachsen derzeitig der Fall ist, verlegt werden. Um eine Überlastung einzelner Krankenhäuser zu vermeiden, ist das sogenannte Kleeblatt-Konzept bereits während der ersten Corona-Welle 2020 eingeführt worden. Das Kleeblatt umfasst fünf Kleeblätter, die die verschiedenen Regionen widerspiegeln:

Zunächst werden Patientinnen und Patienten innerhalb eines Kleeblatts unkompliziert umverteilt. Um eine adäquate Patientenversorgung einer gesamten Region sicherzustellen und einer Überlastung entgegenzuwirken, können insbesondere intensivpflichtige Personen deutschlandweit umverteilt werden. Das „Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern“ (GMLZ Gemeinsames Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern) koordiniert mit dem Robert-Koch-Institut (RKI), in welche Regionen und Krankenhäuser die Patienten verlegt werden können. Bei den Lufttransporten unterstützt die Bundeswehr mit Airbus A310 MedEvacMedical Evacuation.

Airbus A310-304: Version MedEvacMedical Evacuation

Soldatin vor einem Flugzeug der Luftwaffe

Oberfeldarzt Dr. Katrin Thinnes hat den Lufttransport als Intensivmedizinerin begleitet

Bundeswehr/Anna Derr

Der Airbus A310 MedEvacMedical Evacuation der deutschen Luftwaffe ist ein speziell umgerüstetes Flugzeug für den Transport schwerstverletzter Personen über große Distanzen. Es können bis zu 44 Personen liegend transportiert werden. Als „fliegende Intensivstation“ können bis zu sechs Behandlungsplätze auf modernstem Standard der Intensivmedizin betrieben werden. Für den Patiententransport stellt das medizinische Fachpersonal des Sanitätsdienstes der Bundeswehr die Versorgung der Patienten sicher.

von Mathias Erdmann

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