Sanitätsdienst

Digital in die wissenschaftliche Zukunft

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Datum:
Ort:
München
Lesedauer:
3 MIN

Das Zentrale Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr München begrüßte zivile und militärische Gäste anlässlich der Verleihung des nach einem Widerstandskämpfer der „Weißen Rose“ benannten „Christoph Probst“ Posterpreises. Die Präsentation der Poster durch die Teilnehmenden erfolgte erstmalig in digitaler Form.

Gäste sitzen im Foyer mit ausreichendem Abstand

Im Foyer fand der festliche Akt mit ausreichendem Abstand statt.

Bundeswehr/Julia Langer

In diesem Jahr war alles anders und dies war nicht alleine der Covid-19-Pandemie und den damit zu berücksichtigenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen geschuldet. Auch das Format des seit dem Jahr 2016 mittlerweile zum vierten Male verliehenen Wissenschaftspreises des ZInstSanBw München war ein gänzlich neues. Dieses wurde nämlich noch einmal durch den Initiator und Institutsleiter, Oberstapotheker Dr. Thomas Zimmermann, erweitert und umfasste nun auch weitere, nicht auf den Themenbereich Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit begrenzte Inhalte. „Die Umbenennung des Posterpreises Lebensmittelchemie auf den neuen Namensgeber Christoph Probst ist gelebte und sinnstiftende Erinnerungskultur“, so Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps in seiner Begrüßungsrede. Zudem habe das Institut durch die zusätzliche Vergabe eines Posterpreises zu den Themen politische Bildung und Widerstand einen weiteren Impuls zur Auseinandersetzung mit diesen Themen geschaffen, erklärte der Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr

Ausgewählte Ehrengäste

Mann steht am Rednerpult und gestikuliert

Studiendirektor a.D. und Autor Jakob Knab hält die Festrede.

Bundeswehr/Julia Langer

Aufgrund der pandemiebedingten Hygiene- und Sicherheitsauflagen, war der Kreis der vor Ort anwesenden Gäste begrenzt. Der Institutsleiter hatte die Ehre, unter den anwesenden militärischen Gästen Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen sowie Generalarzt Dr. Bernd Mattiesen, stellvertretend für die Kommandeurin der Sanitätsakademie der Bundeswehr, zu begrüßen. Als zivile Ehrengäste waren geladen Studiendirektor a.D. Jakob Knab als Festredner, Peter Meyer, Direktor des Christoph-Probst-Gymnasiums in Gilching, Dr. Hildegard Kronawitter als erste Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V.eingetragener Verein an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Jürgen Ascherl als zweiter Bürgermeister der Stadt Garching, und Professor Dr. Claudia Guldimann, die neu auf den Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit der Ludwig-Maximilians-Universität München berufen wurde. Eine ganz besondere Ehre stellte die Anwesenheit eines Enkels von Christoph Probst, Sebastian Probst, dar.

Breitgefächerte Posterthemen

In diesem Jahr war das gebotene Spektrum an Themenkomplexen noch einmal vor dem Hintergrund der erfolgten Kasernenbenennung der Liegenschaft Hochbrück in „Christoph-Probst-Kaserne“ erweitert worden und umfasste auch gesellschaftspolitische und geschichtliche Themen. Die Beiträge wurden in Form eines „Science Slam“ vorgetragen.

Postergewinner

Am Rednerpult stehen eine Dame mit einem Tablet-PC in den Händen, neben ihr zwei Soldaten

Die Posterpreis-Gewinnerin erhält das Tablet-PC (v.l. Katharina Schlegel, Generalstabsarzt Dr. Schoeps, Oberstapotheker Dr. Zimmermann).

Bundeswehr/Julia Langer

Mit ihrem Poster „myco-DES: Mykotoxin-Bestimmung in Lebensmitteln mittels dried extract spots und SIVA-LC-MS/MS“ konnte sich Katharina Schlegel im Wettbewerb durchsetzen. Durch ihre wissenschaftliche Arbeit hat sie eine Probenaufarbeitung entwickelt, die als Feldmethode ohne komplexe Laborausstattung durchgeführt werden kann. Der hierbei gewonnene Rohprobenextrakt wird auf einer Papierkarte (dried extract spot-Technik) fixiert und zur weiteren Analyse per Briefpost an ein zentrales Labor gesendet, welches über die entsprechende Laborausstattung zur Gehaltsbestimmung verfügt. Für diese herausragende Arbeit erhielt sie den Siegerpreis, einen Tablet-PC.

Im Rahmen des erweiterten Preisformates wurden außerhalb der Wertung in der Kategorie „Bundeswehr und Gesellschaft“ weitere Buchpreise ausgelobt. Mit dem Poster „Und wenn ihr euch entschieden habt… Aufrecht – Mutig – Couragiert“ ging Hauptbootsmann Timo Feldpausch auf die feierliche Kasernenbenennung in „Christoph-Probst-Kaserne“ im Jahr 2019 ein.

Ein weiterer Buchpreis in dieser Kategorie ging an Hauptgefreiter Jil Reiners und Hauptgefreiter Sabine Mildenberger für ihr eingereichtes Poster mit dem Titel „Christoph Probst - Damit Deutschland weiterlebt – “. Es gelang ihnen, einen prägnanten Überblick über die letzten Tage im Leben von Christoph Probst nach seiner Festnahme am 20. Februar 1943 zu geben.

Hauptfeldwebel Benjamin Slabik hatte doppelten Grund zur Freude. Er erhielt nicht nur einen Preis für sein Poster, sondern auch für den besten Vortrag im Rahmen des Science Slam.

Forschung schafft Wissen

Generalstabsarzt Dr. Schoeps fasste zusammen und dankte „… allen Beteiligten für die Ermöglichung dieser Veranstaltung und den Forschern und Wissenschaftlern für Ihr Engagement und Ihren Mut sich sowohl den wissenschaftlichen als auch gesellschaftlichen Herausforderungen Ihrer Arbeit zu stellen. Nur durch Forschung kann Wissen geschaffen werden. Und Sie leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Festakt und feierliche Enthüllung Kasernenschild

Mehrere Personen stehen neben einem leuchtenden Kasernenschild

Ehrengäste stehen neben dem neuen Kasernenschild.

Bundeswehr/Julia Langer

Die Erweiterung des Formates des Posterpreises habe sich auf vielfältige Weise ausgezahlt, stellte Oberstapotheker Dr. Thomas Zimmermann fest. Er stehe „Weiterentwicklungen immer aufgeschlossen gegenüber - auch wenn Bewährtes durchaus bewahrt werden sollte“. Zum Abschluss der Veranstaltung folgte an der Hauptzufahrt der Kaserne noch die gemeinsame feierliche Enthüllung des neuen Kasernenschildes.


von Alvin Joseph Heidenfelder-Fritz Dr. Sascha Gonder  E-Mail schreiben

Die Poster des Jahres 2020

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