Sanitätsdienst

Inspekteur des Sanitätsdienstes zu Besuch ganz vorne

Inspekteur des Sanitätsdienstes zu Besuch ganz vorne

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Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

Am 27. Oktober 2021 besuchte der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, die Sanitätskräfte bei der Mission Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) in Litauen. Der Sanitätsdienst stellt nahe der litauischen Stadt Rukla medizinisches Fachpersonal für den Grundbetrieb und alle Übungen des von Deutschland geführten Kampfverbands, die sogenannte Battlegroup. Die Mission Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) dient der Sicherung der osteuropäischen Staaten und der Abschreckung von Bedrohungen des Bündnisgebiets.

Ein Soldat im Portrait

Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner besuchte die Sanitätskräfte bei der Mission Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) in Litauen

Bundeswehr/Pascal Warner

25 Frauen und Männer dienen in der multinationalen Sanitätskompanie bei EFPEnhanced Forward Presence, weitere 16 verstärkten die Einheit während der Übung IRON WOLF. Neben deutschen Sanitätskräften sind Soldatinnen und Soldaten aus Tschechien und den Niederlanden Teil des Teams, das seinen Platz in einem zweigeschossigen Containerbau unweit des Lagerzauns gefunden hat. Zusätzlich arbeiten die Sanitätskräfte eng mit medizinischen Teams aus Norwegen zusammen. Ihr Auftrag: Sicherstellung der sanitätsdienstlichen Realversorgung und des sanitätsdienstlichen Anteils der Versorgungsebene 1 bei Übungen und während eines möglichen realen Szenarios. Dazu stehen der Kompanie sechs ungeschützt deutsche, niederländische und tschechische Rettungsfahrzeuge zur Verfügung sowie eine geschützte Rettungsstation, ein EAGLE V und sechs BOXER in der Sanitätsvariante. Damit können die Sanitätskräfte alle Ausbildungs- und Übungsvorhaben der Battlegroup unterstützen.

Gemeinsam (be)handeln

Mehrere Personen in einem Raum

Erläuterungen zum Schockraum der multinationalen Sanitätskompanie, welcher wie ein Schockraum in Deutschland ausgestattet ist

Bundeswehr/Claas Gärtner

Neben dem Besuch der eigenen Kräfte bekam der Inspekteur des Sanitätsdienstes auch eine Führung durch die truppenärztliche Einrichtung der litauischen Armee, auf die die Bundeswehr bei Bedarf zurückgreifen kann. So verfügen die Litauer über Zahnärztinnen und -ärzte sowie die Möglichkeit einer Physiotherapie. Aber auch innerhalb der Sanitätskompanie, die hauptsächlich aus Soldatinnen und Soldaten aus der Sanitätsstaffel Einsatz (SanStff Eins) aus Augustdorf besteht, wird internationale Zusammenarbeit großgeschrieben. So gehören eine niederländische Ärztin genauso zum Team wie zwei deutsche Ärzte, die sowohl Aufgaben als Truppenarzt als auch als Arzt auf einem Beweglichen Arzttrupp, vergleichbar einem zivilen Notarzt auf einen Rettungswagen, übernehmen. Die Niederlande und Tschechien stellen Ambulanzteams mit jeweils einem Fahrer und einem notfallqualifizierten Truppführer mit einer vergleichbaren Ausbildung eines Notfallsanitäters. „Die Mission hier in Litauen zeigt, dass die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Medizin funktioniert“, sagt Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner. „Wir müssen allerdings weiter daran arbeiten, Verfahren und Abläufe international zu harmonisieren, so dass sich beispielsweise eine niederländische Ärztin sofort in einem deutschen Schockraum – und andersherum – zurechtfindet. Nur mit gemeinsamen Standards können wir eine bruchfreie Rettungskette zu jeder Zeit gewährleisten und eine hochwertige Behandlung anbieten.“

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Impfen gegen Einschränkungen

Neben intensiven Gesprächen mit seinen Soldatinnen und Soldaten erfuhr der Inspekteur, der zum ersten Mal die Mission besuchte, auch eine Besonderheit der Battlegroup. Dank einer hohen Impfquote von rund 97 Prozent aller Battlegroupangehörigen ist es möglich, Ausbildungen und Übungen nahezu ohne coronabedingte Einschränkungen durchzuführen. „EFPEnhanced Forward Presence beweist, dass die Duldungspflicht der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Impfung für deutsche Soldatinnen und Soldaten und die daraus resultierende hohe Impfquote entscheidend für einen Ausbildungserfolg und damit für die Einsatzbereitschaft der Kräfte vor Ort ist“, fasst Baumgärtner zusammen. Nur Besucher und die besuchte Truppe müssen medizinische oder FFPfiltering face piece-2-Masken tragen. Coronatests finden nur für Soldatinnen und Soldaten statt, die regelmäßig Kontakt mit Menschen außerhalb der Battlegroup haben.

von Claas Gärtner

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    • EFP

    Litauen

    Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) dient der Sicherung der Ostflanke der NATO. Deutschland führt die Battlegroup in Litauen.