Sanitätsdienst

MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command macht engere Kooperation zwischen NATO und EU sichtbar

MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command macht engere Kooperation zwischen NATO und EU sichtbar

  • Kooperation
  • Multinational Medical Coordination Centre
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

European Medical Cooperation 2.0‘ und die Sanitätsübung ‚Resilient Response 2020‘ – beides wurde im engen Schulterschluss zwischen NATO und EU erreicht, was mich besonders stolz macht. So stelle ich mir die enge Kooperation beider Organisationen durchaus auch auf anderen Gebieten vor.“

Annegret Kramp-Karrenbauer vor den Flaggen Deutschlands und der EU

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer während ihres Statements zur European Medical Cooperation 2.0

Bundeswehr

Mit diesen Worten beschreibt die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp Karrenbauer die erfolgreiche Arbeit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr bzw. des Multinational Medical Coordination Centre und European Medical Command (MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command), während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft erreicht wurden.

Koordinierte Reaktionen als Ziel des Online-Wargame

Mehrere Soldatinnen und Soldaten sitzen, durch Plexisglasscheiben getrennt, an ihren Arbeitsplätzen.

Ein Blick in die Simulationszelle während der Übung Resilient Response 2020. Dort wurden die getroffenen Entscheidungen ausgewertet und die Startwerte der nächsten Wargame-Runde bestimmt

Bundeswehr/Markus Dittrich

Bei der dreitägigen Online-Übung Resilient Response 2020, die das Zusammenspiel von NATO- und EU-Institutionen sowie deren Nationen beim Ausbruch einer Virusepidemie Ende November letzten Jahres beübt hatte, wurde den beteiligten Nationen die Komplexität einer koordinierten Reaktion auf die Pandemie vor Augen geführt. „Via Videokonferenz waren über 100 Experten von militärischen und zivilen Institutionen sowie von 12 Nationen, als sogenannte Training-Teams beteiligt“, zeigte sich Generalarzt Dr. Stefan Kowitz, Direktor des MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command, zufrieden.

Schnelle Reaktion auf Epidemien und Pandemien als Ziel

Während der ersten COVID-19Coronavirus Disease 2019 Welle wurde das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command durch das Euro-Atlantic Disaster Response Coordination Centre (EADRCC) der NATO beauftragt, ein Konzept zur sanitätsdienstlichen Vorratshaltung zu entwickeln. Dieses wurde in einem weiteren Schritt im Rahmen der „European Medical Cooperation 2.0“ während der Deutschen Ratspräsidentschaft verfeinert. Ziel ist es, auf Epidemie- oder Pandemielagen schneller und effektiver vorbereitet zu sein.

Ein Kalkulator bildet das Fundament für die Vorratshaltung

Die sieben Module des M3-EPS in Rauten. Darüber die Raute mit der Ausschrift sieben Hauptmodule

Das Military Modular Multipurpose Epidemic/Pandemic Stockpiling (M3-EPS) umfasst insgesamt sieben Module

Bundeswehr

Das Military Modular Multipurpose Epidemic/Pandemic Stockpiling (M3-EPS) Konzept umfasst insgesamt sieben Module, die in Teilen unabhängig voneinander, teils nur in gemeinsamer Verwendung genutzt werden können. Diese schnell einsetzbaren Standardpakete sollen bestehenden Sanitätseinrichtungen oder Krankenhäuser verstärken. Herzstück des Konzepts bildet ein Kalkulator, mit dem einfach und schnell der Bedarf an Personal, Material, Lagerfläche und auch Kosten ermittelt werden kann.

Durch die Projekte sind viele Details offensichtlich geworden, die in Zukunft dabei helfen werden besser auf Pandemien reagieren zu können. Das MMCCMultinational Medical Coordination Centre/EMCEuropean Medical Command wird hierzu seinen Beitrag leisten, um einen koordinierten, multinationalen Ansatz, gleich ob im Rahmen der NATO oder der EU zu unterstützen.

von Rico Maderthoner

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