Streitkräftebasis

Konzertieren trotz Corona

Konzertieren trotz Corona

  • Militärmusik
  • Streitkräftebasis
Datum:
Ort:
Schleswig-Holstein
Lesedauer:
2 MIN

Auf dem Weg zu einem Corona-konformen Kulturangebot hat das Marinemusikkorps Kiel mit zwei weiteren Open-Air-Konzerten in Lütjenburg und vor dem Landeshaus in Kiel, für Freude und gute Unterhaltung gesorgt.

Landtag, Musiker, Publikum

Das Kammerensemble des Marinemusikkorps Kiel bei seinem Mittagskonzert vor dem Landeshaus.

Bundeswehr/Stefan Eisentraut

Seit Mitte Januar hatte es eine Veranstaltung dieser Größenordnung in Lütjenburg nicht mehr gegeben: circa 25 Musiker und Musikerinnen des Marinemusikkorps spielten für über 100 Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Konzert unter freiem Himmel. Die Freifläche vor dem neuen Senioren-Zentrum am Gojenberg eignete sich hervorragend als Konzertort in diesen etwas besonderen Zeiten. So fanden Musizierende und Publikum ausreichend Platz. Dank der guten Organisation des Rathauses Lütjenburg klappte auch die Voranmeldung und dadurch zugleich die Registrierung reibungslos.

Mindestens genauso gut wurde eine weitere Bitte der Veranstalter umgesetzt: das Ersuchen, sich eigene Sitzmöglichkeiten mitzubringen. So konnte sich dann jeder mit genügend Abstand ein Plätzchen auf dem Rasen suchen und dem Konzertgeschehen folgen.

Beethoven und Meerblech

Flötist plus Orchester

Oberbootsmann Ingo Koch spielte ein vom Publikum mit viel Applaus gewürdigtes Flötensolo.

Bundeswehr/Clemens Schliep

Die erste Konzerthälfte widmete sich Ludwig van Beethoven, dem musikalischen Jubilar des Jahres. Verschiedene Arrangements vom Yorkschen Marsch bis hin zu Ausschnitten seiner Sinfonien wurden für das Publikum gespielt. Mit spannenden Einblicken in das Leben Beethovens führte Fregattenkapitän Friedrich Szepansky durch das Programm.

Im zweiten Teil des Konzerts sorgte die Formation „Meerblech“ für wunderbare Unterhaltung. Die sieben Musiker – sechs Blechbläser und ein Schlagzeuger – spielten bekannte Stücke wie „O Sole mio“ oder „Rosamunde“, auf beeindruckendem Niveau. Umrahmt wurde dies durch die gekonnte Moderation des Besetzungsleiters Oberbootsmann Felix Smigaj.


Siebener-Besetzung

Die Besetzung „Meerblech“ sorgte für schwungvolle Unterhaltung.

Bundeswehr/Andreas Reimers

Ein weiterer Grund zur Freude neben diesem gelungenen Konzert war der Erlös des Abends in Höhe von rund 1.150 Euro. Dieses Geld teilen sich die Jugendfeuerwehr Lütjenburg und das Bundeswehrsozialwerk.

Alles in allem kamen Veranstalter und Musiker zu einem sehr positiven Resümee des Abends. Zwar hätte man für die auf 250 Zuschauer angelegte Veranstaltung gerne mehr Anklang gesehen, jedoch ist eine Wiederholung mit großem Orchester angedacht, wenn die Corona-Zeit überstanden ist.

Das Marinemusikkorps Kiel zeigte, dass es auch mit eingeschränkter Anzahl von Musizierenden einen tollen Konzertabend bestreiten kann und blickte daher mit Freude auf das Mittagskonzert vor dem Landeshaus in Kiel.

Mittagskonzert am Landeshaus

Orchester, Solist, Treppenaufgang

Mit einem Flötensolo beeindruckte Oberbootsmann Ingo Koch auch hier die Zuhörer/innen

Bundeswehr/Stefan Eisentraut

Ein paar Tage später begrüßte Landtagspräsident Klaus Schlie das Orchester auf der Terrasse vor dem Plenarsaal des Landeshauses. In seinen Grußworten brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das Konzert „auch unter diesen schwierigen Bedingungen“ stattfinden könne. Die rund 20 Musiker/innen unter der Leitung von Fregattenkapitän Friedrich Szepanksy spielten bei herrlichem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen ein gut 40-minütiges Mittagskonzert, welchem neben dem erwähnten Landtagspräsidenten auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und circa 80 weitere Besucher/innen lauschten. Das Publikum verteilte sich mit genügend Abstand auf der Rasenfläche oder an der Kiellinie und erfüllte somit jegliche Auflagen.

Die Idee des Mittagskonzerts entstand bei der Festveranstaltung zum „160. Jahrestag der Marinemusik“ im Jahr 2012. Seither gibt es diese ‚musikalische Mittagspause‘ in regelmäßigen Abständen. Dank umsichtigem Verhalten und unter Einhaltung der aktuellen Auflagen konnte auch in diesem Jahr, mit einer kleinen Hommage an den musikalischen Jubilar Ludwig van Beethoven, diese Tradition gepflegt werden.

von Stefan Eisentraut  E-Mail schreiben

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