Meilenstein hin zum Flugbetrieb: Musterzulassung für German Heron TP Drohne

Meilenstein hin zum Flugbetrieb: Musterzulassung für German Heron TP Drohne

Datum:
Ort:
Israel
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Sie sind aus aktuellen Konflikten kaum noch wegzudenken: Unbemannte Luftfahrzeuge, besser bekannt als „Drohnen“. Mit der German Heron TP erhält auch die Bundeswehr künftig eine leistungsstarke Drohne. Bevor das System aber fliegen darf, wird es sorgfältig geprüft. Einen wichtigen Prüfabschnitt hat das Luftfahrtamt der Bundeswehr nun abgeschlossen.

Die Musterzulassungsurkunde für die German Heron TP

Die Musterzulassungsurkunde für die German Heron TP

Auswärtiges Amt

Ortstermin am 8. Dezember in Tel Nof (Israel) für den Amtschef des Luftfahrtamtes der Bundeswehr (LufABw), Generalmajor Dr. Jan Kuebart. Zusammen mit Projektleiter Oberstleutnant Ralf Kleindienst vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr), übergibt er je eine Abschrift der Musterzulassung für das unbemannte Luftfahrzeugsystem German Heron TP an Tim Behrens, Geschäftsführer des Hauptauftragnehmers Airbus DS Airborne Solutions sowie Moshe Levy, General Manager des originären Entwicklers und Herstellers Israel Aerospace Industries. Dank der engagierten und zielstrebigen Zusammenarbeit zwischen, dem LufABw, dem zuständigen Fachreferat im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sowie den Industrievertretern wurde dieser Meilenstein trotz der Erschwernisse durch die COVID-19Coronavirus Disease 2019 Pandemie verhältnismäßig rasch erreicht.

Die neue Drohne German Heron TP soll künftig die Bundeswehr aktiv unterstützen. Sie verfügt über hochentwickelte Aufklärungstechnologie. Dank der politischen Entscheidung im April dieses Jahres, erfolgt zukünftig auch die Bewaffnung dieser Drohne. Dadurch wird die Sicherheit der Truppen am Boden deutlich erhöht. Mehr Informationen zum System German Heron TP und seinen künftigen Einsatzmöglichkeiten finden Sie hier.

Mit 26 Metern Spannweite und rund fünf Tonnen Gewicht ist dieses System ein großes Luftfahrzeug. Die Technik muss besondere Anforderungen erfüllen, um sicher am Flugbetrieb teilnehmen zu können. Je nach Einsatz kann es nämlich sein, dass die German Heron TP sich den Luftraum mit anderen militärischen und zivilen Flugzeugen teilen muss.

Für Deutschland zugelassen und international kompatibel

General Kuebart spricht zu Projektbeteiligten GHTP

Generalmajor Dr. Jan Kuebart, Amtschef des LufABw, lobt vor den Projektbeteiligten aus Industrie und Militär das rasche Erreichen des wichtigen Meilensteins.

Auswärtiges Amt

Die fachliche Aufsicht für die Sicherheit im militärischen Flugbetrieb der Bundeswehr liegt beim LufABw. Dazu gehört auch die Erteilung einer militärischen Musterzulassung nach entsprechend sorgfältiger Prüfung. Mit dieser Zulassung wird die Verkehrssicherheit eines Luftfahrzeugmusters amtlich bestätigt. Im Falle der German Heron TP kommt der Musterzulassung noch eine weitere, besondere Bedeutung zu: Diese Drohne ist eines der ersten unbemannten Luftfahrzeugsysteme, das nach dem aktuellsten international anerkannten militärischen Lufttüchtigkeitsstandard zugelassen wurden. Dadurch kann dessen Zulassung grundsätzlich in allen NATO-Staaten anerkannt werden.

Die Musterzulassung ist eine wesentliche, aber nicht die einzige Bedingung für die Aufnahme des Flugbetriebs. So sind für einen regulären Betrieb weitere Fragestellungen zu beachten wie etwa die Integration in die bestehenden Luftraumstrukturen, die Ausbildung der Piloten und des Wartungspersonals, das Frequenzmanagement für die Kommunikations-verbindungen oder die Infrastruktur am Boden.

Das LufABw begleitet und berät hierbei die aktuellen Abstimmungen zwischen Luftwaffe und Bundeswehr-externen Dienststellen, wie zum Beispiel der Deutschen Flugsicherung, um die Weichen für einen künftigen Flugbetrieb der German Heron TP in Deutschland zu stellen.

Musterzulassung

von Jan-Henrik  Wintgens