Gefechtsstände 2.0

Die neue Generation von Gefechtsständen für Landbasierte Operationen

Die neue Generation von Gefechtsständen für Landbasierte Operationen

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Die bisher genutzte Gefechtsstandtechnik muss aufgrund sehr intensiver Nutzung, aber auch wegen ihres hohen Alters, ersetzt werden. Dafür wurde das Projekt „Gefechtsstände für Landbasierte Operationen“ initiiert, dessen Aufgabe es ist, die Gefechtsstandtechnik schrittweise zu modernisieren und digitalisieren.

Übung Frankendolch

Die neue Generation von Gefechtsständen soll bestehende Systeme ersetzen

Bundeswehr/Jäger

Als zügig zu realisierende Zwischenlösung erhält die Truppe schnell verlegefähige, modular einsetzbare sowie standardisierte Gefechtsstände auf Basis von Funktionscontainern in verschiedenen Ausführungen. Ziel ist es, die Kampftruppenbataillone sowie Großverbände wieder mit modernen, mobilen geschützten Plattformen als vorgeschobenen Gefechtsstände auszustatten.

Das Vorhaben verbessert maßgeblich die materiellen Grundlagen, um einen durchgängigen Informations- und Kommunikationsverbund zu realisieren. Es stellt dem militärischen Führungspersonal auf Divisions-, Brigade- und Bataillonsebene eine moderne, geschützte Führungseinrichtung inklusive der neuesten Generation an Führungsmitteln für Einsätze, einsatzgleichen Verpflichtungen und Übungen zur Verfügung.

Verbesserung der Führungsfähigkeit

Das Vorhaben leistet im multinationalen Kontext einen essentiellen Beitrag zur Verbesserung der Führungsfähigkeit der Streitkräfte und ist ministeriell hoch priorisiert. Das Anfang 2020 aufgestellte Integrierte Projektteam wird vom Kommando Cyber- und Informationsraum und dem Planungsamt der Bundeswehr geleitet. Zum Projektteam gehören ebenfalls Vertreter relevanter Ämter und aller Organisationsbereiche. Ausgerichtet am gültigen Fähigkeitsprofil der Bundeswehr wurden die Bedarfe gemeinsam beschrieben und priorisiert sowie die Kostenfaktoren definiert und ermittelt. Ausgangspunkt der Betrachtung war zunächst der vorgeschobene Gefechtsstand einer Brigade. Zielsetzung ist es, entsprechend der verfügbaren Haushaltsmittel, sukzessive weitere moderne Gefechtsstände auszuplanen, um den deutschen Kräftebeitrag der NATO zu unterstützen.

MINUSMA Aufklärungsdrohne Heron

Das Projekt „Gefechtsstände für Landbasierte Operationen“

Bundeswehr/Richter

Um die Herausforderungen des Projektes beherrschbar zu machen, betrachtet das IPT den Gefechtsstand als auszuplanende Einheit und gestaltet dessen Bausteine in unterschiedlichen Ausprägungen, denen sich wiederum Ausgaben zuordnen lassen. Dies ermöglicht eine bessere Skalierbarkeit bei der Projektrealisierung und schafft Flexibilität bei der Umsetzung, insbesondere bezogen auf Haushaltsmittel sowie der Nutzung industrieller Projekt- und Produktionskapazitäten. So kann kurzfristig eine äußerst variable Zusammenstellung von Maßnahmenpaketen erfolgen, trotz der in Jahreszyklen noch nicht fest zugesagten finanziellen Vorhalte. Das erste Maßnahmenpaket bildet den geforderten vorgeschobenen Brigadegefechtsstand ab, fünf weitere Maßnahmenpakete sind fertig ausgeplant.

In guter Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr ist es darüber hinaus gelungen, ein fünfköpfiges Projektteam ins Leben zu rufen, um die Gefechtsstände zu realisieren. Ab April wird dieses Team aufwachsen, um dann zeitnah die Arbeit vollumfänglich aufzunehmen. Die moderne Generation von Gefechtsständen 2.0 für die weitere Digitalisierung der Gefechtsführung wird 2025 zur Verfügung stehen.

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