Im Heimatschutz engagieren

Werden Sie Reservistin oder Reservist im Heimatschutz

Der Heimatschutz der Bundeswehr hat für die Landes- und Bündnisverteidigung große Bedeutung, aber auch bei der Bewältigung von Katastrophen und Notlagen. Werden Sie Reservistin oder Reservist in der Territorialen Reserve der Bundeswehr. Setzen Sie sich ein und bewerben Sie sich – ganz gleich, ob Sie bisher noch keinen Wehrdienst geleistet haben oder bereits Soldatin oder Soldat der Bundeswehr waren.

Mehrere Soldaten liegen nebeneinander auf Matten und halten Maschinengewehre in der Hand.

Ihr Engagement in der Territorialen Reserve der Bundeswehr in Ihrer Heimatregion stärkt die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und der NATONorth Atlantic Treaty Organization. Die Heimatschutzkräfte der Bundeswehr sind als Teil der Territorialen Reserve in allen 16 Bundesländern vertreten. Sie entlasten die aktiven Streitkräfte bei Wach- und Sicherungsaufgaben und übernehmen wichtige Aufträge in der Landes- und Bündnisverteidigung, wie zum Beispiel den Host-Nation-Support . Ebenso leistet die Territoriale Reserve umfassende Beratung und Unterstützung im Falle der Amts- und Katastrophenhilfe durch die Bundeswehr.

Engagieren Sie sich jetzt!

Zeigen Sie hier Ihr Interesse für den Heimatschutz der Bundeswehr – wir unterstützen Sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz für Ungediente und kümmern uns um einen Beorderungsdienstposten in Ihrer Region.

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Wie kann ich teil der Heimatschutzkräfte werden?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Dienst in der Territorialen Reserve der Bundeswehr anzutreten: 

  • Als ehemalige Soldatin oder Soldat der Bundeswehr können Sie direkt in einem der Heimatschutzverbände beordert werden.
  • Als ungediente Interessentin oder ungedienter Interessent haben Sie zwei Möglichkeiten:

     

    Sie können an der Ausbildung für Ungediente teilnehmen. Die etwa 20-tägige Grundausbildung von ungedienten Bewerberinnen und Bewerbern für den Heimatschutz findet in Modulen für Sie als Reservistendienstleistende oder Reservedienstleistender statt und ist gut in den Alltag der Teilnehmenden integrierbar.

     

    Alternativ können Sie Freiwillig Wehrdienstleistende oder Freiwillig Wehrdienstleistender (FWDLFreiwillig Wehrdienstleistende) im Heimatschutz werden. Als FWDLFreiwillig Wehrdienstleistende im Heimatschutz durchlaufen die Soldatinnen und Soldaten in einer aktiven Dienstzeit von sieben Monaten die Grundausbildung, sowie darauf aufbauend eine erweiterte Allgemeinmilitärische- und eine Dienstpostenausbildung. Anschließend werden sie in der Territorialen Reserve als beorderte Reservistinnen und Reservisten in ihrer Heimatregion eingesetzt.

Ganz gleich, welche Möglichkeit für Sie passend oder sinnvoll ist: Ein Engagement bei den Heimatschutzkräften unseres Landes ist immer eine Bereicherung – für Ihre Region, Ihre Heimat und für Sie persönlich. Stellen Sie sich der Herausforderung.

Fragen und Antworten

Nein, grundsätzlich gibt es keine Altershöchstgrenze für den Eintritt in die Bundeswehr – je nach angestrebter Laufbahn und Verwendung können solche aber bestehen. Es gilt, dass sich alle gesundheitlich geeigneten deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger bis zum vollendeten 65. Lebensjahr als Reservistin oder Reservist einbringen können.

Ihr Weg in die Reserve beginnt mit dem Ausfüllen des Kontaktformulars auf dieser Seite. Sie erhalten dann von der Projektgruppe antreten.jetzt eine Einladung zu einem Online-Informationsgespräch zu den Möglichkeiten im Heimatschutz. Falls Sie sich für ein Engagement im Heimatschutz entscheiden, unterstützen wir Sie im weiteren Bewerbungsprozess, der wie folgt aussieht: 

  • Sie füllen die durch uns bereitgestellten Bewerbungsunterlagen aus.
  • Sie erhalten einen Terminvorschlag eines Karrierecenters der Bundeswehr in der Nähe Ihres Wohnortes für eine Eignungsfeststellung.
  • Dort erwartet Sie unter anderem eine militärärztliche Begutachtung. Ferner findet ein Interview mit Ihnen statt, in dem Sie beispielsweise zu Ihren Beweggründen für Ihr Interesse an der Bundeswehr befragt werden. Falls bisher noch nicht geschehen, wird eine Sicherheitsüberprüfung eingeleitet.
  • Im Falle einer positiven Entscheidung erfolgt Ihre Einstellung als Reservistin oder Reservist in den Heimatschutz der Bundeswehr und wenige Monate später beginnt Ihre Ausbildung.

 

Die Grundausbildung für Ungediente dauert in der Regel 20 Tage. Sie lässt sich zumeist mit Ihrem Zivilleben und Ihrer Familie vereinbaren. Dort werden die grundlegenden Fähigkeiten, die Sie für den Dienst im Heimatschutz benötigen, vermittelt. Folgende Ausbildungsinhalte werden Sie auf Ihrem Dienstplan finden:

  • Waffen- und Schießausbildung
  • Wach- und Sicherungsausbildung (Theorie und Praxis)
  • Gefechtsdienst aller Truppen
  • erweiterte Sanitätsausbildung
  • ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Ausbildung
  • Sport und Military Fitness
  • Formaldienst
  • Politische Bildung und Wehrrecht

Die Grundausbildung endet mit dem feierlichen Gelöbnis. Somit gehören Sie der Territorialen Reserve der Bundeswehr an. Anschließend erfolgt die modulare ergänzende Allgemeinmilitärische- und Dienstpostenausbildung im Heimatschutz.

Wenn Sie bereits Reservistin oder Reservist der Bundeswehr sind, ist es nicht notwendig, die Grundausbildung zu wiederholen. Sie erhalten dann in dem Heimatschutzverband, in den Sie beordert werden, die modular aufgebaute ergänzende Allgemeinmilitärische- und Dienstpostenausbildung im Heimatschutz.

Die weiterführende Ausbildung der Heimatschutzverbände erfolgt modular, meist in zwei bis drei Blöcken zu je drei oder vier Tagen über ein Wochenende, um die Teilnahme familien- und arbeitgeberfreundlich zu gestalten. Zumeist findet zusätzlich ein Aufenthalt von sechs oder sieben Tagen auf einem Truppenübungsplatz statt. Dabei wird der Umgang mit der Standartbewaffnung, dem Gewehr G 36, vertieft. Darüber hinaus finden weitere Ausbildungen an Handwaffen der Bundeswehr statt, wie beispielsweise an der Pistole P 8, dem Maschinengewehr MG 3 oder der Panzerfaust 3. Auf der Schießbahn werden einzelne Waffen im Nah- und Fernbereich – auf kurze und längere Entfernung – geschossen. Auf dem Truppenübungsplatz wird der Feuerkampf im Gruppenrahmen geübt. Theoretische Ausbildungen und praktisches Handlungstraining qualifizieren die Reservistinnen und Reservisten für Wachaufgaben und Streifentätigkeiten innerhalb militärischer Sicherheitsbereiche. Es wird in den Bau von Sperren und Sicherungen eingewiesen, wie sie z.B. für die Einrichtung eines Checkpoints benötigt werden. Ferner wird eine den Erfordernissen im Heimatschutz entsprechende Brandschutzeinweisung durchgeführt und die Sanitätsausbildung wird intensiviert. Die Dienstpostenausbildung qualifiziert die Reservistinnen oder Reservisten für eine Fachverwendung. Sie erfolgt je nach Bedarf der einzelnen Heimatschutzverbände.

Die verkürzte Ausbildung zur Sicherungs- und Wachsoldatin beziehungsweise zum Sicherungs- und Wachsoldaten dient dem Kennlernen der Bundeswehr und der Besetzung eines Dienstpostens in einer Heimatschutzkompanie. Bei weiterem Engagement ist es auch möglich, in anderen Bereichen der Bundeswehr eingesetzt zu werden. Allerdings müssen hierfür in der Regel noch weitere Ausbildungen absolviert werden, um die dafür erforderlichen Qualifikation zu erlangen.

Sofern es möglich ist, finden die Ausbildungen und Übungen in Ihrem Heimatbundesland statt. Allerdings wird es auch Ausbildungsvorhaben an zentralen Ausbildungsstützpunkten geben, wie zum Beispiel am Standort Wildflecken. Einsätze können allerdings sowohl in Ihrem und auch in angrenzenden Bundesländern stattfinden.

In den nächsten Jahren werden grundlegende strukturelle Schritte erfolgen, um die bereits aufgestellten Heimatschutzverbände zu einem Verbund mit mehreren Heimatschutzregimentern und -kompanien in der Verantwortung des Deutschen Heeres als Kern der Territorialen Reserve zusammenzuführen, zu stärken und mit einer überregionalen Führungsstruktur auszustatten. Mit der Aufstellung dieser Strukturen geht die materielle und personelle Aufstockung einher.

Für eine Heranziehung zu einem Reservedienst erfordert das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zurzeit, dass die Reservistin oder der Reservist die Zustimmung des Arbeitgebers vorlegt.

Die Heimatschutzregimenter und -kompanien der Bundeswehr haben als Teil der Territorialen Reserve eine wichtige Bedeutung für die Landes- und Bündnisverteidigung sowie bei der Bewältigung von Katastrophen
und Notlagen im Inland. Sie schützen im Spannungs- und Verteidigungsfall wichtige und kritische Infrastrukturen
wie Häfen, Bahnanlagen und Brücken, aber auch die ITInformationstechnik- und Energieversorgung. Eine weitere bedeutsame
Rolle spielen die Heimatschutzkräfte beim sogenannten Host Nation Support. Ein möglicher Auftrag für den Heimatschutz kann daher die Sicherung von Rast- und Ruheplätzen für reisende Konvois sein, aber auch der Schutz militärischer Sicherheitsbereiche vor Sabotage.

Die Reservistinnen und Reservisten des Heimatschutzes der Bundeswehr tragen dazu bei, das Vertrauen der Gesellschaft in die Fähigkeit der Bundesrepublik, sie zu schützen und für ihre Sicherheit zu sorgen, zu stärken. Die aktuelle sicherheitspolitische Lage benötigt eine Reserve, die lageabhängig aktiviert werden kann. Eine leistungsstarke und verlässliche Reserve ist ein wesentlicher Beitrag Deutschlands zur Abschreckung in der NATONorth Atlantic Treaty Organization, aber auch zur Stärkung der Durchhaltefähigkeit der Blaulicht- und Hilfsorganisationen bei Naturkatastrophen.

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