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Zeichen setzen – Minister dankt Ehrenamtlichen

Berlin, 29.11.2010.
Verteidigungsminister zu Guttenberg hat die Vereine und Initiativen des Netzwerks der Hilfe im Gästekasino des Ministeriums in Berlin empfangen. Er würdigte das vielfältige und häufig ehrenamtliche Engagement zugunsten von Soldaten und deren Angehörigen.

Zu Guttenberg im Gespräch mit einem Soldaten und einem zivilen Gast
Netzwerk der Hilfe: Ehrenamtliche in Zivil und Uniform (Quelle: Bundeswehr/Grauwinkel)Größere Abbildung anzeigen

„Dieser Empfang soll ein Zeichen setzen. Ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung“, mit diesen Worten begrüßte Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg die Repräsentanten des Netzwerkes der Hilfe. Elf Organisationen gehören diesem Netzwerk an, ergänzt durch weitere Partner, die die Hilfe unterstützen.

Zum Netzwerk zählen das PTBS-Portal „Angriff auf die Seele“, das Bundeswehr-Sozialwerk, die Evangelische und die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung und Online-Portale zur Unterstützung der Familienbetreuung – um nur einige zu nennen.

Mit ihrer Arbeit unterstützen und ergänzen sie die Leistungen und Angebote der bundeswehreigenen Einrichtungen wie die des Sozialdienstes, der Familienbetreuungsorganisation und der Militärseelsorge. „Sie haben einen wesentlichen Anteil daran, dass unsere Soldatinnen und Soldaten und deren Angehörige die Betreuung und Fürsorge erhalten, die sie angesichts der großen Herausforderungen verdienen und auch brauchen“, erklärte zu Guttenberg.

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Lotsen im Netzwerk

Gleichzeitig verbessere die Bundeswehr auch ihr eigenes Angebot an Betreuung und Fürsorge stetig weiter, sagte der Minister. Dabei gehe es vor allem darum, die Angebote im Netzwerk der Hilfe sinnvoll zu koordinieren.

So wurde die Ansprechstelle für Hinterbliebene im Bundesministerium der Verteidigung eingerichtet, unter der Leitung von Birgitt Heidinger. Sie ist zugleich die Beauftragte des Bundesministeriums für die Vereinbarkeit von Familie und Dienst. „Wir treten helfend und unterstützend gegenüber den Hinterbliebenen auf“, sagt sie. Dabei arbeite sie mit ihrem Team beispielsweise eng mit dem Psychosozialen Netzwerk zusammen.

Zugleich stellte der Minister Brigadegeneral Christof Munzlinger als neuen „Beauftragten des Bundesministers der Verteidigung für einsatzbedingte posttraumatische Belastungsstörungen und Einsatz-Traumatisierte“ vor. Er wird sich in dieser Funktion ausdrücklich auch um physisch Versehrte kümmern. Er sieht sich als Lotse im Netzwerk der Hilfe, der dazu beiträgt, vorhandene Angebote zu bündeln und bürokratische Verfahren zu vereinfachen. „Um die Wartezeiten auf Versorgung, Behandlung und Therapie soweit wie möglich zu verkürzen.“

Zu Guttenberg an einem Stehtisch im Gespräch mit Frauen
Zu Guttenberg: „Ihre private Initiative hilft den Soldaten“ (Quelle: Bundeswehr/Grauwinkel)Größere Abbildung anzeigen

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Hilfe wird wahrgenommen

Bei den Gästen kam die Einladung durch den Verteidigungsminister durchweg gut an. „Man macht viel, aber oft wird das nicht wahrgenommen“, sagt Dr. Ulrich Kunz von der Soldatentumor- und Unfallhilfe aus Ulm. Diese Einladung sei deshalb eine wichtige Rückmeldung für alle, die sich engagieren. Die Soldatentumor- und Unfallhilfe betreut Patienten und deren Angehörige im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm ergänzend zur medizinischen Versorgung.

„Ich freue mich, dass die ehrenamtliche Arbeit hier gewürdigt wird. Dass sich der Minister dafür bedankt hat, das ist für uns wirklich eine Ehrung“, sagt auch Katrin Schwarz, Initiatorin des Onlineforums „frauzufrau online“. Das Forum richtet sich an Angehörige von Soldaten im Auslandseinsatz und unterstützt – zusammen mit anderen Onlineportalen – die Leistungen der Familienbetreuungsorganisation.

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Anderen helfen hilft

Sichtbares Zeichen der gegenseitigen Unterstützung war eine Scheckübergabe an den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker. In seiner Funktion als Vorsitzender des Soldatenhilfswerks nahm er eine Spende in Höhe von 1.000 Euro entgegen. Das Geld stammt aus dem Verkaufserlös des Soldatentagebuchs „Randnotizen“, das Simone Uetz gestaltet hat und herausgibt.

General Wieker nahm die Unterstützung gerne an: „Wir werden diese Spende sehr schnell und sinnstiftend weitergeben.“ Das Soldatenhilfswerk unterstützt Soldaten und deren Angehörige, die unverschuldet in Notlagen geraten sind, sei es durch Krankheiten, Unfälle oder auch einsatzbedingt.

Hilfe auf ganz anderer Ebene leistet die „Aktion Cash“. „Wir helfen Kindern in den Einsatzländern der Bundeswehr“, bringt Oberstabsfeldwebel Hans-Günter Krack das Engagement auf den Punkt. Die Aktion wurde 2003 von Soldaten im Einsatz gegründet. Sie leistet vor allem finanzielle Unterstützung für den Bau von Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern. „Damit tragen wir auch zu einem sichereren Umfeld für die Soldaten im Einsatz bei“, sagt Krack.

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Expertise und Engagement

Minister zu Guttenberg nannte den Empfang einen „Abend des Dankes und der Gespräche“. Er selbst nutzte die Gelegenheit ausgiebig, um die vielen engagierten Helfer persönlich kennenzulernen. Offen spricht er mit ihnen über Bedarf und Hilfeleistungen, Angebote und Defizite.

„Wir nehmen unsere Fürsorgepflicht ernst“, sagt er und betont zugleich: „Wir wissen, dass die Bundeswehr nicht alles alleine machen kann. Wir brauchen Ihre Expertise und Ihr Engagement.“

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Stand vom: 25.02.11 | Autor: Susanne Lopez

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