Bilder der Woche

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr

Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
2 MIN

Tschechische Panzerfahrer drehen ihre ersten Runden mit dem Leopard 2A4, Artilleristen aus drei Nationen bereiten sich auf ihren Einsatz in der NATO-Speerspitze vor. Und die Bundesregierung fällt die Entscheidung zum Abzug ihrer Blauhelme aus Mali. Hier kommen unsere Bilder der Woche aus der Bundeswehr.

  • Ein Panzer klettert über einen Graben. Davor liegt ein Reifen mit Moos.

    Fahrschul-Leo auf der Pirsch: Panzerfahrer aus Tschechien wurden in Munster auf dem Leopard 2A4 ausgebildet. Per Ringtausch erhält Tschechien 14 Kampfpanzer aus Deutschland, zuvor waren T-72-Kampfpanzer an die Ukraine abgegeben worden.

    Bundeswehr/Susanne Hähnel
  • Eine Panzerhaubitze 2000 fährt im Gelände

    Kampfbereit: Artilleristen aus drei Ländern übten auf dem Truppenübungsplatz Baumholder das Gefecht mit der Panzerhaubitze 2000. Nächstes Jahr stehen die Einheiten in Bereitschaft für die schnelle Eingreiftruppe der NATO.

    Bundeswehr/Mario Bähr
  • Soldaten auf Patrouille im Gespräch mit Kinder

    Faust drauf: Die Bundeswehr zieht bis Mai 2024 ihre UNUnited Nations-Soldaten aus Mali in Westafrika ab. Seit 2013 leisten die Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland einen Beitrag zur Stabilisierung des Landes. (Archivbild)

    Bundeswehr/Guido Ritter
  • Ein Panzer fährt auf einen Eisenbahnwaggon. Davor steht ein Soldat mit einer Warnweste und gibt mit den Händen Zeichen.

    Höchste Konzentration: Wenn ein Leopard 2-Kampfpanzer auf Reisen geht, dann meistens mit der Bahn. Die Spezialflachwagen für den Transport sind einige Zentimeter schmaler als der 64-Tonnen-Panzer selbst – da ist Rangierkunst gefragt.

    Bundeswehr/Torben Schreiber
  • Mehrere Bundeswehr-Fahrzeuge fahren in Kolonne auf einer Landstraße.

    Eines nach dem andern: Das Logistikregiment 1 der Streitkräftebasis stellt die nationalen Unterstützungskräfte für die schnelle NATO-Eingreiftruppe VJTFVery High Readiness Joint Task Force . 350 Soldaten auf 150 Fahrzeugen nahmen nun an einer Verlegeübung quer durch Deutschland teil.

    Bundeswehr/Sebastian Sänger

Den Leoparden fahren lernen

Die Tschechische Republik erhält im Rahmen des Ringtausches mit Deutschland im Dezember 14 Leopard 2A4-Kampfpanzer der Bundeswehr. Dafür waren zuvor T-72-Kampfpanzer aus Tschechien an die Ukraine geliefert worden. Am Kraftfahrausbildungszentrum in Munster durften acht Panzerfahrer aus Tschechien nun die ersten Runden mit ihrem neuen Arbeitsmittel drehen: Sowohl in schwierigem Gelände als auch auf Straßen. Zurück in der Heimat, sollen die tschechischen Soldaten ihre Erkenntnisse an ihre Kameradinnen und Kameraden weitergeben.

Gut vorbereitet

Die Panzerhaubitze 2000 leistet nicht nur in der Ukraine gute Dienste – auch viele NATO-Staaten verlassen sich auf ihre Feuerkraft. Bei der Übung Celtic Thunder auf dem Truppenübungsplatz Baumholder probten Artilleristen der Bundeswehr zusammen mit Soldatinnen und Soldaten aus Belgien und den Niederlanden den präzisen Einsatz ihres Waffensystems. Nächstes Jahr werden die Artilleristen aus drei Nationen für die Very High Readiness Joint Task Force der NATO, einer schnellen Eingreiftruppe des Bündnisses, in ständiger Bereitschaft stehen.

Schlussstrich für Mali-Einsatz

Die Bundesregierung hat am 22. November entschieden: Die Bundeswehr beendet bis Mai 2024 ihren Einsatz bei der UNUnited Nations-Truppe MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Mali. Beginnen soll der Abzug im Sommer nächsten Jahres. Seit 2013 sind deutsche Soldaten und Soldatinnen in Mali stationiert, um im Auftrag der Vereinten Nationen bei der Stabilisierung des Landes zu helfen. Auch hatte sich Deutschland an der Ausbildung malischer Sicherheitskräfte beteiligt. Zuletzt hatte die Bundeswehr aber nicht mehr auf den Rückhalt der aktuellen malischen Regierung zählen können. Aktuell leisten rund 1.000 deutsche Blauhelme in Mali Dienst.

Zentimeterarbeit

Wenn eine Panzerkompanie der Bundeswehr per Güterzug auf den Truppenübungsplatz verlegt, ist Fahrkunst auf höchstem Niveau gefragt. 64 Tonnen Gewicht bringt ein Leopard 2-Kampfpanzer auf die Waage – und diese müssen punktgenau auf einem Spezialflachwagen platziert werden, der schmaler ist als der Panzer selbst. Das bedeutet Schwerarbeit für den Fahrer und seinen Einweiser – der eine winkt, der andere lenkt. Zentimeter für Zentimeter geht es so voran, bis nach 90 Minuten jeder Panzer an seinem Platz steht und die Kompanie marschbereit ist.

Anmarschiert

Die schnelle Eingreiftruppe der NATO ist auf logistische Unterstützung angewiesen, wenn Menschen und Material durch Deutschland verlegen. Das Logistikregiment 1 der Streitkräftebasis bildet bis 2024 den Kern dieser nationalen Unterstützungskräfte und trainierte die Abläufe nun gemeinsam mit anderen Einheiten. 350 Uniformierte verlegten mit 150 Fahrzeugen in sechs Marscheinheiten quer durch Deutschland zum Truppenübungsplatz Munster, lediglich ein Fahrzeug blieb liegen.

von Timo Kather

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