Einblick in die Spezialausbildung Heimatschutz

Einblick in die Spezialausbildung Heimatschutz

  • Funkkreis
  • Podcast
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Zum dritten Mal treten jetzt Rekruten für den neuen freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz an. Erst drei Monate Grundausbildung, dann drei Monate Spezialausbildung Heimatschutz. Doch was umfasst die eigentlich? Darüber spricht Redakteurin Amina Vieth im Funkkreis mit einem Ausbilder und zwei Gefreiten.

Der neue freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz umfasst eine Spezialausbildung für die späteren Aufgaben. Welche das sind, erklären zwei Gefreite und ein Ausbilder in der neuen Folge Funkkreis. Zudem sprechen sie über Optionen, die sich daraus …
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Sie stehen kurz vor dem Abschluss der Spezialausbildung: Frau Gefreiter Anna Gante und Gefreiter Ole Hauschild. Die Grundausbildung haben beide an unterschiedlichen Orten bereits erfolgreich absolviert. Die Spezialausbildung durchlaufen sie nun gemeinsam beim Wachbataillon in Berlin.

„Wir bauen auf den Grundfähigkeiten aus der Grundausbildung aus und vertiefen diese“, erklärt Stabsfeldwebel Jan Genschow. Er ist einer der Ausbilder für die Spezialausbildung. Sein Fachgebiet: Ausbildung an den Waffen. Und in eben diesem Bereich würden die Soldatinnen und Soldaten im Heimatschutz „breit aufgestellt“. So seien sie auf möglichst viele Szenarien vorbereitet. Welche Waffen das alles umfasst, erklärt der Ausbilder im Funkkreis.

Einblick in die Bundeswehr

„Was uns später im Heimatschutz erwartet, kann jetzt noch niemand sagen oder absehen“, betont Anna Gante. Der Name Heimatschutz beschreibe die Aufgabe bereits: Es geht um den Schutz der Heimat, also im deutschen Inland. Das könne Objektschutz oder Helfen bei Naturkatastrophen sein, wie 2021 bei der Flutkatastrophe im Ahrtal. Denn die Heimatschützerinnen und Heimatschützer sind nach ihrer Ausbildung Reservistinnen und Reservisten. Eine starke Reserve stärkt auch die Bundeswehr. Wie wichtig die Reserve ist, zeigt auch der Kampf gegen die Corona-Pandemie, bei dem zahlreiche helfende Hände gebraucht werden.

Der freiwillige Wehrdienst im Heimatschutz sei eine gute Möglichkeit, die Bundeswehr kennenzulernen, ohne sofort lange Verpflichtungen einzugehen, erklären die Gefreiten. Sie beide hätten sich nach der Schule für eine Laufbahn bei der Bundeswehr interessiert, sich aber erst einmal ein Bild machen wollen, wie es in der Truppe ist. Und das mit Erfolg: Beide schließen die Ausbildung zum Heimatschützer ab. Und sie haben sich verpflichtet, danach noch fünf Monate in ihren heimatnahen Landeskommandos Reservedienst abzuleisten. Diese Verpflichtungszeit  können sie über einen Zeitraum von sechs Jahren verteilen.

Wechsel in die Offizierlaufbahn

Für Frau Gefreiter Anna Gante soll es aber noch anders weitergehen. Sie hat sich mittlerweile für eine andere Laufbahn bei der Bundeswehr entschieden. „Ich möchte gerne in die Offizierlaufbahn“, sagt sie. Der Einblick in die Bundeswehr habe ihr gefallen. Er sei sogar besser als zuerst angenommen. Und daher habe sie sich für eine längere Verpflichtung und ein Studium bei der Bundeswehr entschieden. „Danach würde ich gerne zu den Gebirgsjägern gehen“, erklärt Anna Gante. Auch Ole Hauschild hat bereits Pläne, wie es nach den aktiven sieben Monaten bei der Bundeswehr weitergeht. Wie diese aussehen sollen, berichtet er im Podcast.

Ausbilder Genschow ist erfreut über die positive Resonanz. Es gäbe einige Soldatinnen und Soldaten, die sich für eine andere Laufbahn entscheiden oder ihren Dienst bei der Bundeswehr verlängern möchten, berichtet der Stabsfeldwebel. Nur wenige Frauen und Männer hätten die Ausbildung abgebrochen. „Weniger als in der Ausbildung davor.“ In diesem Januar ist es das dritte Mal, das neue Heimatschützer ausgebildet werden. „Man muss wissen, worauf man sich einlässt und den Willen haben mitzumachen“, betont Genschow. Wie er das meint, erklärt der Stabsfeldwebel im Funkkreis. 

von Amina Vieth

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