Teamwork im Einsatz

Die Feuerleitfeldwebel der PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target-Staffeln

Die Feuerleitfeldwebel der PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target-Staffeln

Datum:
Ort:
Zamość
Lesedauer:
3 MIN

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Hauptfeldwebel Daniel F. und Oberfeldwebel Steve W. sind zwei Feuerleitfeldwebel im deutschen Kontingent der enhanced Vigilance Activities im polnischen Zamość. Die Taktiker unterstützen ihre Feuerleitoffiziere. Wenn es darauf ankommt, leiten sie auf Befehl die Bekämpfung ein und „drücken auf den Knopf“.

Ein Soldat klappt die Datenfunkantenne am Feuerleitstand aus.

Oberfeldwebel Steve W., hier an der Datenfunkantenne, befindet sich in seinem ersten Auslandseinsatz

Bundeswehr/PAO eVA-Polen

Die Feuerleitfeldwebel überwachen das Waffensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target technisch und halten es am Laufen. Im Team stehen sie den Feuerleitoffizieren dabei zur Seite, Flugziele auszuwerten und das Bedrohungsspektrum zu analysieren. Sollte aus dem übergeordneten Gefechtsstand der Bekämpfungsbefehl kommen, handeln sie auf Anweisung der Feuerleitoffizierin beziehungsweise des Feuerleitoffiziers. Dazu führen sie gemeinsam eine circa zwei bis drei Sekunden dauernde Gegenprüfung durch.

In Zamość arbeiten sie in einem Schichtrhythmus. Bei Schichtantritt übernehmen die Taktiker das Waffensystem. Sie werden von der im Dienst befindlichen Crew gründlich in die Lage eingewiesen und über Besonderheiten sowie mögliche Fehlermeldungen ihres PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target-Systems informiert. Die Portepees beachten dabei den durch den übergeordneten Gefechtsstand festgelegten aktuellen Bereitschaftsstatus. Beide betonen: „Wir sind innerhalb kürzester Zeit bereit zu handeln.“

Die Schichtübergabe findet in der Kabine statt 

In Zamość ist der Schichtplan so gestaltet, dass Oberfeldwebel W. und Hauptfeldwebel F. abwechselnd in einer Kabine eingesetzt sind. In dem auf einem Lkw aufgesetzten Feuerleitstand sind einige Überwachungsbildschirme vorhanden. In der Regel sind zwei bis drei Fachleute eingesetzt, einer von ihnen ist der Feuerleitfeldwebel. Die Taktiker müssen immer wachsam und gewissenhaft bleiben. Übereinstimmend bestätigen beide: „Es gibt Zeiten, in denen auf dem Monitor nichts passiert, und trotzdem müssen wir hochkonzentriert bleiben. Das fühlt sich an wie die Konzentrationsphase vor einem wichtigen Wettkampf, bei dem wir nicht wissen, wann der Startschuss fällt.“

Für ihre Tätigkeit sind sie umfassend in den USA, Deutschland und Griechenland ausgebildet worden. Grundvoraussetzung, um Feuerleitfeldwebel zu werden, ist ein technischer Berufsabschluss, beispielsweise als KfzKraftfahrzeug-Mechatroniker oder als Elektroniker für Geräte und Systeme. Die „Technik-Englisch-Ausbildung“ sowie diverse Laufbahnlehrgänge müssen zusätzlich absolviert werden.   

Eine attraktive und fundierte Ausbildung

Ein Soldat steht auf einer Leiter und prüft etwas an dem Radar, im Hintergrund Felder und Wiesen.

Damit das Radar immer einsatzbereit ist, überprüft Hauptfeldwebel Daniel F. es regelmäßig

Bundeswehr/PAO eVA-Polen

Die spezielle Ausbildung findet zum Teil in den USA statt. In Lawton, Oklahoma, lernten sie innerhalb von sechs Monaten, die technischen Dienstvorschriften anzuwenden. Außerdem machten sie sich mit der softwarebasierten Wartung von PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target vertraut. Das amerikanische Ausbildungspersonal bringt angehenden Feuerleitfeldwebeln zudem bei, Programme auszulesen und eine Diagnose mit Lösungsansatz zu erarbeiten. Beide Soldaten schildern begeistert, dass die Familie mit in die USA kommen darf.

Außerhalb des Dienstes werden Stadterkundungen angeboten und die Kinder dürfen in amerikanische Kindergärten beziehungsweise Schulen gehen. Anschließend wird die Ausbildung am Ausbildungszentrum Flugabwehrraketen in Husum, einer der modernsten Ausbildungsstätten der Bundeswehr, fortgesetzt. Hier lernen die künftigen Taktiker, wie die PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target-Komponenten gewartet und gepflegt werden müssen. Mit dem Abschluss sind sie als Wartungsfeldwebel und – nach weiteren sechs Monaten auf dem Taktiklehrgang – als Flugabwehrraketen-Wartungsmeister-Taktik qualifiziert.

Das Highlight ist der Liveschuss auf Kreta 

Taktisches Schießen Kreta

Die Flugabwehrraketengruppe schießt scharf mit dem Flugabwehrraketensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target beim taktischen Schießen 2019 auf der NATONorth Atlantic Treaty Organization Missile Firing Installation (NAMFINATO Missile Firing Installation) in Chania auf der griechischen Insel Kreta, am 16.05.2019.

Bundeswehr/Francis Hildemann

Schließlich werden sie als „Feldwebel elektronischer Kampf“ befähigt. Nach all den Schulungen steht der Liveschuss auf Kreta an. Daniel F. berichtet, dass dieser für ihn das Highlight nach seiner Ausbildung gewesen sei: „Der Sound ist so mächtig! Ein heftiges, lautes Donnergrollen mit Gänsehautgarantie.“ Für Steve W. ist der erste Liveschuss im Herbst dieses Jahres vorgesehen. Beide Soldaten berichten stolz und mit viel Enthusiasmus über ihre Aufgaben und das Waffensystem. Für Daniel F. spielt das Radar eine entscheidende Rolle: „Das ist unser Auge am Himmel, sensibel und gleichzeitig so groß, dass es beim Transport im Straßenverkehr wegen Überbreite speziell gesichert werden muss.“

Steve W. spricht begeistert die Zusammenarbeit an: „Das Zusammenspiel zwischen allen Teileinheiten, die Kameradschaft finde ich stark. Alle sind hochwertig ausgebildet und gehen ihrer Tätigkeit sehr gewissenhaft nach. Jede und jeder weiß, was sie oder er zu tun hat.“ Den Einsatz in Zamość finden die Portepees für ihre Weiterentwicklung enorm wertvoll und schildern: „Wir lernen nie aus. Hier gibt es immer wieder neue Konstellationen, mit denen wir erfolgreich umgehen. Auch unsere Technikkenntnisse frischen wir auf.“ Bevor Daniel F. in seine nächste Schicht entschwindet, bekräftigt er noch: „Das Waffensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target ist verdammt gut. Das sehen wir gerade auch in der Ukraine.“

von PAO eVA-Polen

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