Bei MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Ich bin iM EINsatz: Als Personalunteroffizier in Mali

Ich bin iM EINsatz: Als Personalunteroffizier in Mali

Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
3 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

In einem Büro sitzt ein Soldat an einem Schreibtisch. Eine Soldatin steht hinter ihm. Beide schauen auf den Bildschirm.

Stabsunteroffizier Marcus A. arbeitet in seinem ersten Auslandseinsatz als Personalunteroffizier bei MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Mali

Bundeswehr/Jaqueline Herrmann

Ich bin Stabsunteroffizier Marcus A., 28 Jahre jung und verheiratet. Seit 2015 bin ich bei der Bundeswehr und war bis Mitte 2018 beim Versorgungsbataillon 131 in Bad Frankenhausen stationiert. Seitdem ist mein Stammtruppenteil die Offizierschule des Heeres in Dresden. Dort bin ich als Personalunteroffizier in der Stabsabteilung für die Vorbereitung der Beurteilungen des Stammpersonals zuständig und unterstütze den Stabsabteilungsleiter in der Personalbearbeitung der Offiziere und Stabsoffiziere. Dies ist mein erster Auslandseinsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Seit Anfang Juli bin ich bei MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali als Personalunteroffizier eingesetzt. Das Schöne daran ist, dass sich die Tätigkeiten im Vergleich zu meiner regulären Verwendung zu Hause kaum unterscheiden. Daher war die Einarbeitungszeit – im Vergleich zu so manch anderem Dienstposten hier im Einsatz oder auch in der Heimat – angenehm kurz. Zu meinen Haupttätigkeiten gehört es unter anderem, die täglichen Stärkemeldungen zu erstellen. Außerdem kümmere ich mich um Antragsbearbeitungen der Soldatinnen und Soldaten hier im Einsatz und bearbeite den schriftlichen Postverkehr. Dabei arbeite ich im Team mit sechs anderen deutschen Soldatinnen und Soldaten.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Ein Soldat hält ein blaues Brett, auf dem Medaillen hängen, in den Händen

Während der feierlichen Medal Parade unterstützt Stabsunteroffizier Marcus A. bei der Medaillenverleihung

Bundeswehr/Falk Bärwald

Ein Highlight in der täglichen Arbeit ist für mich, dass der Schriftverkehr mit den Vereinten Nationen ausschließlich auf Englisch stattfindet. Somit konnte ich nebenher meine Fremdsprachenkenntnisse stark erweitern. Eine Besonderheit des Dienstpostens ist für mich die regelmäßig wiederkehrende Medal Parade in unserer Einheit. In dieser feierlichen Zeremonie werden Kameradinnen und Kameraden, die sich kurz vor dem Ende ihres Einsatzes und dem Rückflug nach Deutschland befinden, mit Auszeichnungen und Orden geehrt. Es ist schon ein außergewöhnlicher Moment, da auch die ein oder andere Freundschaft geschlossen wurde und wir teilweise lange Zeit miteinander unter diesen besonderen Voraussetzungen verbracht haben.

Das vermisse ich hier am meisten

Wie es den meisten anderen vermutlich hier auch ergeht, vermisse ich natürlich meine Familie und meinen Hund hier im Einsatz am meisten. Umso mehr freue ich mich auf die Rückkehr nach Sachsen sowie ausgedehnte Spaziergänge mit meiner Frau und meinem Hund. Außerdem lag logischerweise meine Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr für die Dauer des Einsatzes brach. Die Kameradschaft mit meinen Kameraden in der Feuerwehr wieder aufleben zu lassen, steht bereits weit oben auf meiner To-do-Liste. Die verpassten Familienfeiern werden ebenfalls schnellstmöglich nachgeholt.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Zwei Soldaten stehen sich gegenüber. Ein Soldat klettet seinem Gegenüber ein Namensband an die Uniform.

Für seine Zeit im Einsatz verleiht ihm der Kontingentführer die Einsatzmedaille

Bundeswehr/PAO Minusma

Unmittelbar nach dem Ende des Einsatzes steht erst einmal ein ausgedehnter Urlaub an der Ostsee an. Allein der Anblick dieser großen Wassermengen, die nicht wie in der malischen Regenzeit nur von oben kommen, ist wahrscheinlich eine ganz neue Erfahrung. Für die restliche Zeit wünsche ich mir, dass alles Geplante funktioniert und insbesondere meine Kameradinnen und Kameraden wohlbehalten in die Heimat zurückkehren. Dazu wünsche ich ihnen alles Gute und eine sichere verbleibende Zeit im Einsatz. Und: Gute Besserung an Falk!

von Marcus A.

Mehr zum Thema