Sanitätsdienst

Kolleginnen und Kollegen auf Zeit

Kolleginnen und Kollegen auf Zeit

  • Coronavirus
  • Sanitätsregiment 1
Datum:
Ort:
Weißenfels
Lesedauer:
2 MIN

84 Soldatinnen und Soldaten vom Sanitätsregiment 1 aus Weißenfels und Berlin leisten derzeit Amtshilfe in fünf Krankenhäusern in Görlitz und Umgebung. In den nächsten vier Wochen arbeiten sie mit dem zivilen Krankenhauspersonal als Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte zusammen. Unterstützt werden sie vor Ort von zehn Helfenden Händen des 1. Aufklärungsbataillon 13 aus Gotha.

Sechs Soldaten stehen in einer Reihe vor dem Krankenhausparkplatz. Ein Generalstabsarzt spricht zu ihnen.

Generalstabsarzt Dr. Stephan Schmidt, Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, besucht Soldatinnen und Soldaten, die im Städtischen Klinikum Görlitz, eingesetzt sind

Bundeswehr/Nadine Seumenicht

Generalstabsarzt Dr. Stephan Schmidt, Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung, informierte sich vor Ort am Städtischen Klinikum Görlitz über die Arbeit und den Einsatz der 29 Soldatinnen und Soldaten aus Weißenfels und Berlin. Die Lage in den Krankenhäusern sei aufgrund der Corona-Pandemie angespannt, berichtet Ulrike Holtzsch, Geschäftsführerin Städtisches Klinikum Görlitz. Es sei ein erhöhter Bedarf an Pflegekräften für die zusätzliche Versorgung und Betreuung von Corona-Patienten notwendig geworden. Es gebe in allen Bereichen Notfälle, die zu versorgen seien.

Ulrike Holtzsch, Geschäftsführerin Städtisches Klinikum Görlitz
Die Hilfe durch die Bundeswehr ist sehr bedeutsam zur Entlastung des Personals.

Anstelle von Auslandseinsätzen, Hilfe im eigenen Land

Eine Soldatin auf Station im Krankenhaus. Sie zieht sich Einmalhandschuhe aus einem Spender.

Vor Beginn der Arbeit auf der Corona-Station wird die Schutzbekleidung angelegt. Nach dem Kittel werden Einmalhandschuhe angezogen.

Bundeswehr/Anne Weinrich

„Alle Soldatinnen und Soldaten haben eine medizinische Ausbildung. Diese reicht vom Gesundheits- und Krankenpfleger über den Notfallsanitäter und Rettungssanitäter bis hin zum Medizinischen Fachangestellten“, hebt Generalstabsarzt Dr. Stephan Schmidt bei seinem Besuch in Görlitz hervor. Dieser Einsatz sei etwas ganz Besonderes: aufgrund der Kurzfristigkeit und der Herausforderung, fünf Krankenhäuser zeitgleich zu unterstützen. Im Auslandseinsatz gehe es mehr darum, für den Notfall gerüstet zu sein. Und hier sei es die Pflege auf den unterschiedlichen Stationen.

Dieser Beitrag wird nicht dargestellt, weil Sie Twitter in Ihren Datenschutzeinstellungen deaktiviert haben. Mit Ihrer Zustimmung aktivieren Sie alle Twitter Posts auf bundeswehr.de.

„So kurz wie möglich, so lang wie nötig“

Stabsfeldwebel René Kühn ist Gesundheits- und Krankenpfleger, seine Kameradin Stabsunteroffizier Sophie Wasiliga Pflegehilfskraft. Beide sind auf der Corona-Station im Städtischen Klinikum Görlitz eingesetzt. „Alles das, was die Ärzte nicht machen, machen wir“, beschreibt Kühn den Aufgabenbereich. Dazu gehöre beispielsweise die Grundpflege, das Waschen, Essen geben, die Sturzprävention, die Mobilisierung, die Medikamentengabe und die Blutentnahme. Der Antrag auf Hilfeleistung der Bundeswehr läuft bis zum 9. Dezember 2020. Dr. Schmidt betont: „Wir unterstützen so kurz wie möglich, so lang wie nötig.“

von Dr. Nadine Seumenicht  E-Mail schreiben

Weitere Eindrücke

Mehr zu Amtshilfe und Coronavirus

  • Ein Soldat mit einem Telefonhörer am Ohr telefoniert und schaut auf Computerbildschirme
    • Coronavirus
    • Streitkräftebasis

    Amtshilfe: Die Bundeswehr informiert

    Die Bundeswehr informiert an dieser Stelle zu Amtshilfeersuchen mit Bezug zum Corona-Virus. Sie steht den Ländern mit aller Kraft zur Seite.

  • Laborarbeiten mit Pipette
    • Coronavirus
    • Bundeswehr

    Coronavirus und die Bundeswehr

    Die Bundeswehr ist seit Auftreten des Coronavirus in Wuhan eng in verschiedene Maßnahmen der Bundesregierung eingebunden.

Weitere Informationen