Streitkräftebasis

Ausbilden für die Logistik der Bundeswehr

Ob Panzer, Motorrad oder LKWLastkraftwagen fahren, Koch in einer Truppenküche werden oder sich als einer der vielen Logistiker der Bundeswehr spezifisch auf den Einsatz vorzubereiten – hier in der Streitkräftebasis wird das gemeinsame Grundwissen vermittelt.

Zwei Soldaten schrauben an einem Triebwerk in einem Unterrichtsraum.
Bundeswehr/Airbus/Vellmer

Die logistische Ausbildung in der Bundeswehr

Ein Fahrzeug der Bundeswehr fährt auf einer Geländebahn durch Wasser.

Die gesamte Fahrschulausbildung in der Bundeswehr wird durch die Streitkräftebasis betrieben. Vom Motorrad- bis zum Panzer – hier lernt man sicheres Fahren.

Bundeswehr/Alyssa Bier

Die Streitkräftebasis bildet für die gesamte Bundeswehr in vielen Bereichen übergreifend aus – so auch in der Logistik. Ob Panzer, Motorrad oder LKWLastkraftwagen fahren, Koch in einer Truppenküche werden oder sich als einer der vielen Logistiker der Bundeswehr spezifisch auf den Einsatz vorzubereiten – hier wird das gemeinsame Grundwissen vermittelt. Durch die Einheitlichkeit der gemeinsamen Ausbildungsanteile wird gewährleistet, dass immer von ein und derselben Basis ausgegangen werden kann. Daher muss die anschließende spezifische Weiterbildung für die jeweilige Aufgabe nicht wieder bei 0 anfangen. Über die gemeinsame Ausbildung in diesen Themenfeldern hinaus, bildet die Streitkräftebasis ihre eigenen Logistiker aber in vielen Bereichen direkt am Arbeitsplatz aus – vom Transportsoldaten bis zum Tankwart.

Köche, Kraftfahrer und mehr

Drei Köche in einer Küche.

Kochen kann man auch bei der Bundeswehr lernen. Verantwortlich dafür ist die Streitkräftebasis.

Bundeswehr/Björn Wilke

Logistik bedeutet auch arbeiten im Hintergrund. Denn ohne die vielen kleineren, aber wichtigen Aufgaben, kann das gesamte System nicht funktionieren. Feldköche zum Beispiel sorgen dafür, dass die Einsatzkräfte täglich drei Mahlzeiten einnehmen können. Ausgebildet werden sie von der Streitkräftebasis. Welcher Militärkraftfahrer könnte eingesetzt werden, hätte er oder sie nicht zuvor eine Fahrschule der Streitkräftebasis besucht? An ihren Arbeitsplätzen und auf ihren Dienstposten werden Soldatinnen und Soldaten aus- und weitergebildet. Die Vorbereitung auf spezielle Aufgaben, wie etwa das Bergen von defekten Kraftfahrzeugen, werden an den Schulen der Bundeswehr in der Verantwortung der Streitkräftebasis durchgeführt. Das Gleiche gilt für die Buchführung in der Logistik. Materialnachweisfeldwebel zum Beispiel führen Buch über alles, was ihr Verband einlagert, bewegt oder ausgibt.

Einsatzvorbereitende Logistikausbildung

Ein gabelstaplerartiges Fahrzeug vor einer Containerwand im Einsatz.

Auch in der Logistik müssen sich die Soldatinnen und Soldaten genau auf den Einsatz und das jeweilige Einsatzland vorbereiten.

Bundeswehr/Robert Habermann

Was ist zu tun, wenn im Mali-Einsatz Munition angefordert werden muss? Wie bereitet man sich auf die „Technische Materialprüfung“ vor, den „TÜV der Bundeswehr“ im Einsatz vor? Was gilt es zu beachten, wenn die Flugzeuglandebahn in Afghanistan repariert werden muss? Am logistischen Übungszentrum der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt bei Bremen lernen die Logistiker und Logistikerinnen der gesamten Bundeswehr vor einem Einsatz was es speziell zu beachten gilt. Denn im Einsatz ist vieles anders als zu hause. Das fängt von der Software für Materialnachforderungen oder Planungen an, geht über die Auswirkungen von Temperaturen, Wettererscheinungen wie Sandstürmen bis hin zu der Frage welche Transportwege und Mittel einem vor Ort überhaupt zur Verfügung stehen. Hier in Garlstedt wird Wissen vermittelt und Übung ermöglicht, damit vor Ort souverän gehandelt werden kann.

Spezielle Ausbildung für die Logistiktruppe der Streitkräftebasis

Ein Soldat steht hinter einer Pipeline.

Der Aufbau eines Feldtanklagers will gelernt sein. Für alle Berufe, die bei den Logistikern und Spezialpionieren ausgeübt werden, gibt es eigene Ausbildungsabschnitte.

Bundeswehr/Christian Thiel

Die Aufgaben der Logistiktruppe sind vielfältig und so wird nach der allgemeinen Grundausbildung am jeweiligen Arbeitsplatz das erforderliche Fachwissen vermittelt. Die Spezialpionierin die lernen muss wie man Feld- und Tanklager plant, baut und betreibt, Wasser aufbereitet oder schlichtweg Zelte richtig verpackt. Die Nachschub- oder Transportkräfte die das Packen und Befestigen von Containern, spezielle Richtlinien für das Verpacken und Transportieren von Waffen und Munition kennen müssen. Oder die Instandsetzer, die ihre mobile Werkstattausrüstung nicht nur im Einsatz beherrschen müssen. Das Ausbildungsspektrum ist vielfältig und bis zum fertig ausgebildeten Instandsetzungsfeldwebel beispielsweise vergehen zwei bis drei Jahre. Durch die Ausbildung am Arbeitsplatz aber können die Soldatinnen und Soldaten aber in der richtigen Umgebung und mit erfahrenen Praktikern die gelernten Dinge vor Ort anwenden.


von Sina Wanninger  E-Mail schreiben

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