Die Bundeswehr in Afghanistan

Patrouille zu Fuß in Kundus (Quelle: Bundeswehr/Söhnen)
Seit Dezember 2001 – kurz nach den Terroranschlägen des 11. Septembers – ist die Bundeswehr in Afghanistan. Dort wurden die Anschläge geplant und vorbereitet.
Ziel des Einsatzes, den der Bundestag mit breiter Mehrheit beschlossen und mehrfach verlängert hat, ist eine dauerhafte Stabilisierung des Landes mit dem Ziel einer sich selbst tragenden Sicherheit. Hierzu darf die Bundeswehr bis zu 4.400 Soldaten entsenden. Sie sind vor allem im Norden Afghanistans, in der Hauptstadt Kabul und im usbekischen Termez eingesetzt.
Stand und Ausblick
Seit zehn Jahren engagiert sich Deutschland in Afghanistan. Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 in New York beschloss die internationale Gemeinschaft das Eingreifen am Hindukusch. Nie wieder sollte das kriegszerstörte Land ein Rückzugsraum für den internationalen Terrorismus werden. Was als Stabilisierungsmission begann, weitete zum größten Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr aus. Ein Rückblick auf eine Dekade Einsatz.
„Übergabe in Verantwortung“ – das ist das Leitmotiv der deutschen Afghanistanpolitik. Das Land soll Schritt für Schritt in die Lage versetzt werden, selbst für seine Sicherheit zu sorgen.
Welche Ausrüstung die Soldaten im Einsatz brauchen, muss ständig an sich ändernde Bedingungen und Bedrohungen angepasst werden. Dieses geschieht auch mit Blick auf den Einsatz in Afghanistan. Die wichtigsten Beispiele.
Am 28. November hat die Bundesregierung ihren jährlichen Fortschrittsbericht zu Afghanistan vorgestellt. Breiten Raum nimmt im gemeinsamen Papier aller beteiligten Bundesministerien natürlich das Thema Sicherheit ein. Die wichtigsten Fakten und Einschätzungen hierzu im Überblick.
Berichte und Hintergründe
Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz – hier kommen sie zu Wort.
Was dürfen die Bundeswehrsoldaten im ISAF-Einsatz – und was nicht?
Infos des Einsatzführungskommandos
Am 1. Juni 2006 übernahm Deutschland im Rahmen der International Security Assistance Force (ISAF) die Führung des Regionalkommandos Nord (RC-North) mit seinen neun Provinzen und einer Fläche von mehr als 162.000 Quadratkilometern.
Neben den beiden Regionalen Wiederaufbauteams in Kunduz und Feyzabad gewährleistet die Bundeswehr im Camp Marmal bei Mazar-e Sharif den militärischen Flugbetrieb sowie als zentrale logistische Einrichtung die Forward Support Base (FSB). Das Camp Marmal ist damit zugleich logistisches Drehkreuz für den gesamten Norden.
Deutschland hat in der Nord-Region Afghanistans noch ein Regionales Wiederaufbauteam. Dieses so genannten PRT (Provincial Reconstruction Team) befindet sich in Kundus. Kern des PRT sind eine zivile und eine militärische Komponente. Das PRT in Faisabad konnte nach erfolgreichen Auftrag im Oktober 2012 geschlossen werden.
Bereits im Oktober 2003 hat die Bundeswehr das von den USA ins Leben gerufene Provincial Reconstruction Team (PRT) in der nordafghanischen Provinzhauptstadt Kunduz übernommen. Es ist das größere der beiden Regionalen Wiederaufbauteams der Bundeswehr.
Informationen der Luftwaffe
Dieser einmalige Verband umfasst Transportflugzeuge des Typs C-160 Transall, Transporthubschrauber CH-53 und Kampfhubschrauber Tiger sowie das unbemannte Aufklärungssystem Heron 1.
Nahezu jeder Soldat, der nach Afghanistan oder wieder in die Heimat fliegt, tut dieses über Termez in Usbekistan. Auch große Mengen Fracht werden umgeschlagen.
Weitere Informationen
In Afghanistan ist das Gros der deutschen Ärzte und Sanitäter im nördlich gelegenen Mazar-e-Sharif stationiert. Das dortige Feldlazarett gewährleistet eine umfassende medizinische Versorgung.