enhanced Vigilance Activities

Slowakei

Derzeit verstärkt die NATO ihre defensiven Maßnahmen in Ost-, Zentral- und Südosteuropa. Auch die Bundeswehr beteiligt sich mit Kräften.

Ein Einsatzfahrzeug steht auf einem Gelände. Im Hintergrund steht ein weiteres

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Der Einsatz in der Slowakei

Mit der Bereitstellung von Luftverteidigungskräften beweist Deutschland Solidarität mit den NATO-Bündnispartnern in Osteuropa. Derzeit unterstützen die Soldatinnen und Soldaten mit dem Waffensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target in der Slowakei.

Eine Karte von Slowakei, die das Einsatzgebiet von enhanced Vigilance Activities (eVA) zeigt
Bundeswehr

Aufgrund der derzeitigen Lage in der Ukraine verstärkt die NATO aktuell ihre defensiven Maßnahmen in Ost-, Zentral- und Südosteuropa. Dazu werden unter dem Begriff enhanced Vigilance Activities, kurz eVAenhanced Vigilance Activities (dt. verstärkte Wachsamkeits-Aktivitäten), Fähigkeiten zur Bündnisverteidigung erhöht. Hierzu zählt unter anderem die Aufstellung weiterer multinationaler Kampfverbände für verschiedene NATO-Länder in Zentral- und Südosteuropa. Verteidigungsministerin Lambrecht hat dazu angewiesen, unverzüglich Kräfte der Bundeswehr in die Slowakei zu verlegen.  Zunächst geschieht dies durch Entsendung von Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe mit dem Flugabwehrraketensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target. Diese haben den Auftrag, zusammen mit den Verbündeten den slowakischen Luftraum zu schützen. Hierzu verlegten die ersten Kräfte am 16. März 2022 in das Missionsgebiet. Als Führungsnation übernimmt die Bundeswehr die Verantwortung für den deutsch-niederländischen Flugabwehrraketenverband am Standort Silac im Herzen der Slowakei.
Mit der Entscheidung des slowakischen Parlamentes vom 4. Mai 2022 zur Erhöhung der Personalobergrenze für die deutschen Truppen im Land auf bis zu 1.300 Soldatinnen und Soldaten, wird auch die Beteiligung der Bundeswehr an der multinationalen Battlegroup in der Slowakei mit Infanteriekräften der Bundeswehr in Angriff genommen.

Auftrag

Patriot in Stellung

Das Waffensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target ist ein Hochmodernes Flugabwehrwaffensystem

Bundeswehr/Dominik Fischer

Die enhanced Vigilance Activities sind eine Antwort auf die Lageentwicklung der Ukraine und Ausdruck der Solidarität innerhalb der NATO mit den östlichen Bündnispartnern. Sie dient der Abschreckung einer möglichen Bedrohung des Bündnisgebietes von außen sowie der Sicherung des NATO-Luftraumes. Schwerpunkt ist dabei zunächst die Steigerung der Luftverteidigungsfähigkeit der Slowakei. Hierzu stellt die Bundeswehr neben einem Stabs- und Versorgungselement das Material für künftig insgesamt zwei Staffeln Flugabwehrraketensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target, sowie dessen Bedienerpersonal. 
Zum Schutz des Bündnispartners Slowakei bringt sich die Bundeswehr künftig außerdem in die tschechisch geführte, multinationale Battlegroup der Nato in der Slowakei mit einer verstärkten Jägerkompanie ein.

Einsatzraum- und verband

Mehrere Lastkraftwagen stehen hintereinander am Straßenrand
Bundeswehr/Dominik Fischer


Der Einsatzraum der deutschen Soldatinnen und Soldaten bei enhanced Vigilance Activities ist die Slowakei. 
Stationierungsort des deutsch-niederländischen Flugabwehrraketenverbandes (FlaRakVbd eVAenhanced Vigilance Activities SVK) ist der Militärflugplatz Silac. Je nach Lage und Entscheidung der Gastgebernation in Abstimmung mit der NATO ist die mobile Verlegung innerhalb des Landes zu weiteren schutzbedürftigem Räumen oder Objekten möglich.
Der Stationierungsort der multinationalen Battlegroup (eVAenhanced Vigilance Activities BG SVK) ist der Truppenübungsplatz Lest im südlichen Zentrum der Slowakei.

Rechtliche Grundlagen

Die Beteiligung an enhanced Vigilance Activities der NATO stellt eine sogenannte Anerkannte Mission und damit keinen Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes dar. Eine Mandatierung durch den Deutschen Bundestag ist daher nicht erforderlich.

Kontingentführer des Deutschen Einsatzkontigentes

Q&A enhanced Vigilance Activities

Mit der Beteiligung an der Mission in der Slowakei wird dem, mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022, erhöhten Sicherheitsbedürfnis der NATO-Mitglieder an der östlichen Flanke der Allianz begegnet. Der deutsche Beitrag umfasst zunächst die Aufstellung einer deutschen Flugabwehrraketengruppe PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target als Teil einer deutsch-niederländischen Air Missile Defence Taskforce im der integrierten NATO-Luftverteidigung.  Die Bundeswehr schützt den slowakischen Luftraum gemeinsam mit unseren NATO-Partnern und leistet damit einen Beitrag zur Steigerung der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit der NATO. Außerdem beteiligt sich die Bundeswehr mit einer verstärkten Jägerkompanie an der multinationalen Battlegroup (eVAenhanced Vigilance Activities BG SVK) und trägt so zum Schutz des Staatgebiets unseres östlichen Bündnispartners bei.

Die Beteiligung an enhanced Vigilance Activities der NATO stellt eine sogenannte „anerkannte Mission“ und damit keinen Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes dar. Eine Mandatierung durch den Deutschen Bundestag ist daher nicht erforderlich. Grundlage des deutschen Engagements ist die Einladung durch das Gastland Slowakei auf Grundlage eines slowakischen Parlamentsbeschlusses vom 15. März 2022 und vom 4. Mai 2022

Das slowakische Parlament hat eine Personalobergrenze von 1.300 deutschen Soldatinnen und Soldaten festgelegt. 

Derzeit sind die deutschen Kräfte bei Silac im Herzen der Slowakei stationiert. Je nach Lage und Entscheidung der jeweiligen Gast- und Partnernationen ist auch die mobile Verlegung innerhalb des Landes zu anderen schutzbedürftigen Räumen oder Objekten möglich. 
Stationierungsort der multinationalen Battlegroup ist der Truppenübungsplatz Lest im südlichen Zentrum der Slowakei.

Die Soldatinnen und Soldaten des deutsch-niederländischen Flugabwehrraketenverband sind mit dem Flugabwehrraketensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target ausgestattet. Dieses besteht aus einem mobilen Radarsystemen zur Überwachung des Luftraumes und den mobilen Feuereinheiten, sogenannte Launcher. Mit diesen ist es möglich gegnerische Flugzeuge, taktische ballistische Raketen und Marschflugkörper auf eine Reichweite von rund 68 Kilometer zu bekämpfen. Der deutsche Anteil der multinationalen Battlegroup entspricht der infanteristischen Ausstattung einer verstärkten Jägerkompanie.

Insgesamt wollen sich neben der Slowakei fünf weitere Nationen im Rahmen von enhanced Vigilance Activities in der Slowakei engagieren. Tschechien übernimmt dabei die Funktion als Rahmennation. Außerdem sind Deutschland, die Niederlande, Polen und die USA beteiligt. Der deutsch-niederländische Flugabwehrraketenverband wird dabei unter Verantwortung der Bundeswehr geführt.

Insgesamt hat das slowakische Parlament eine Obergrenze von 3.000 Soldaten für die Nationen, die sich an enhanced Vigilance Activities beteiligen, festgelegt.

Die medizinische Betreuung der deutschen Kräfte ist durch eine eigene truppenärztliche und notfallmedizinische Versorgung (sog. „Role 1“) sowie durch Abstützung auf das slowakische  militärische und zivile Gesundheitssystem gewährleistet, welches EU-Standards entspricht. Eine medizinische Evakuierung nach Deutschland ist durch gute infrastrukturelle Anbindung der Battlegroup und die relative Nähe zu Deutschland jederzeit möglich.

Die Postversorgung wird durch ein Feldpostamt vor Ort sichergestellt. Wie man Briefe oder Pakete in die Einsätze schicken kann, erfahren Sie hier: Feldpost

Ansprechpartner für die Presse

Waffensysteme

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Land

Das Flugabwehrraketensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target

PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target trifft Flugzeuge, Raketen und Marschflugkörper.

Gerätetyp:
Flugabwehrsysteme
Streitkräfte:
Luftwaffe
Flugabwehrraketensystem Patriot freigestellt in Seitenansicht

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