Übung Iron Fist

Pioniere trainieren gemeinsam mit litauischen Infanteristen

Pioniere trainieren gemeinsam mit litauischen Infanteristen

Datum:
Ort:
Gaižiūnai
Lesedauer:
2 MIN

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Pioniere sollen Feindbewegungen hemmen und lenken sowie den Bewegungsspielraum der eigenen Kräfte fördern. Eine Woche lang übte der verstärkte Panzerpionierzug der 1. Kampfkompanie bei Iron Fist gemeinsam mit einer litauischen Kampfkompanie. Die speziellen Fähigkeiten und Ausrüstung der Pioniere stärken die Kampfkraft der multinationalen NATONorth Atlantic Treaty Organization-Battlegroup in Litauen.

Zwei Soldaten schauen aus den Luken eines Transportpanzers auf einer Lichtung auf den Sonnenuntergang

Pionierarbeit ist Nachtarbeit. Wenn die Sonne untergeht, brechen die Pioniere auf, um ihren Auftrag umzusetzen.

Bundeswehr/PAO eFP

„Pionierzug, Abmarschbereitschaft herstellen!“, ertönt es über den Funk. Die litauische Kampfkompanie alarmiert den Zugführer des deutschen Pionierzugs. Beide Einheiten gehören zur verstärkten Vornepräsenz der NATONorth Atlantic Treaty Organization in Litauen, der enhanced Forward Presence (eFPenhanced Forward Presence). Jetzt heißt es: Fahrzeuge so schnell wie möglich abfahrtbereit machen und in den Verfügungsraum fahren. 40 Soldatinnen und Soldaten bereiten sich selbst und ihre Ausrüstung vor: Sie legen ihren Gefechtsanzug an, laden ihre Waffen und beladen die Fahrzeuge mit Sperrmitteln. Nach kurzer Zeit ist der Pionierzug gefechts- und abmarschbereit.

Schnelle Sicherung im Einsatzraum

Im nun folgenden Szenario der Übung Iron Fist befindet sich der Feind zu diesem Zeitpunkt mit leichten Spähaufklärungskräften im Einsatzraum. Deswegen ist es für die Pioniere jetzt besonders wichtig, ihre eigene Position nicht zu verraten und sich selbst zu sichern. In ihrem Verfügungsraum verteilt Zugführer Hauptmann Martin H. neue Aufträge. „Wir setzen jetzt Kräfte für die vorläufige Sicherung ein und erkunden mögliche Alarmstellungen“, erklärt er. Nach kurzer Zeit steht die Sicherung.

Um dem Feind das Vorrücken in den eigenen Raum zu erschweren und bestenfalls zu verwehren, arbeiten die deutschen Pioniere der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup eng mit den litauischen Kräften zusammen. Aus der gemeinsamen Erkundung und durch die Beratungsleistung der Pioniere ergeben sich Erkenntnisse darüber, wo das Anlegen von Sperren notwendig und erfolgsversprechend ist. 

Einbruch der Nacht – Pioniere gehen ans Werk

Drei Soldaten knien in einem Wald, ein Soldat zeigt mit der rechten Hand nach vorn

Die Pioniere der Battlegroup üben in einer Verteidigungsoperation Seite an Seite mit ihren litauischen Kameradinnen und Kameraden

Bundeswehr/PAO eFP
Der Soldat stellt im Wald eine Richtmine auf. Im Hintergrund knien weitere Soldaten.

Die Pioniere stellen Richtminen auf. Mit Hilfe dieser Minen werden Straßen für gegnerische Kräfte gesperrt.

Bundeswehr/PAO eFP

Mit den letzten Sonnenstrahlen gehen die Pioniere an die Arbeit. „Sammeln für die Befehlsausgabe!“, wird die Meldung an die Gruppenführer weitergegeben. „Ich will, dass Sperren im Raum so angelegt werden, dass der Feind schon frühzeitig aufgehalten wird und bekämpft werden kann“, so der Zugführer. Nach erfolgter Befehlsausgabe fahren die Pionierfahrzeuge zu ihren Einsatzstellen.

Der Zug weiß, worauf es jetzt ankommt: schnell, leise und genau arbeiten. Der feindlichen Aufklärung sollen keine Informationen durch auffälliges Verhalten geliefert werden. Hochkonzentriert, diszipliniert und ohne Pause werden jetzt Minen- und Drahtsperren angelegt, Stellungen für die litauische Infanterie verstärkt sowie Tarn- und Täuschmaßnahmen durchgeführt. Bis in die Morgenstunden arbeiten die zähen Pioniere gemäß ihrem Einsatzplan die Aufträge zeitgerecht ab. Alle Sperren sind nun in die Verantwortung der Kampfkompanie übergeben. 

Stronger together – Gemeinsam stark

Getreu dem Motto der NATONorth Atlantic Treaty OrganizationStronger together“ leisteten die Pioniere mit ihrer Unterstützung einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Verteidigungsoperation bei der Übung Iron Fist. Die Infanterie verwehrte mithilfe der angelegten Sperren dem Feind den Zugang in den eigenen Raum. Die feindlichen Kräfte konnten somit schon frühzeitig bekämpft werden.

„Multinationale Zusammenarbeit schweißt zusammen und zeigt, dass die Verteidigungsbereitschaft im Verbund funktioniert. Die Übung Iron Fist war ein voller Erfolg für alle Beteiligten“, bilanziert Hauptmann Martin H. zufrieden.

„Anker – wirf!“ 

von PAO eFP

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