Kämpferherzen der EFP-Battlegroup Litauen spenden ihr Blut

Kämpferherzen der EFP-Battlegroup Litauen spenden ihr Blut

Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

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Die dunkle Jahreszeit hat gerade Einzug gehalten. Damit steigt erfahrungsgemäß auch die Anzahl schwerer Unfälle. Ebenso kann durch die COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie die Versorgung mit Blutkomponenten akut gefährdet sein, da Spenderinnen und Spender aus Sorge vor Infektionen nicht mehr zu den Spendenterminen kommen. Deshalb war es hilfreich, dass in den Training Regiment Barracks in Rukla eine Blutspendenaktion der Enhanced Forward Presence Battlegroup Litauen organisiert wurde.

Zwei Soldaten sitzen zwei weiteren Soldaten gegenüber. Im Hintergrund stehen weitere Soldaten.

Der Kommandeur der EFP-Battlegroup Litauen, Oberstleutnant Hagen Ruppelt, geht beim Blutspenden mit gutem Beispiel voran

Bundeswehr/Pascal Warner
Eine Soldatin liegt auf einer Liege und bekommt Blut abgenommen

Alle Nationen der EFP-Battlegroup Litauen beteiligen sich an der Blutspendenaktion

Bundeswehr/Dominik Fischer

Insgesamt 135 Soldatinnen und Soldaten der multinationalen EFP-Battlegroup sind dem Spendenaufruf gefolgt. An der Spitze der Kommandeur, Oberstleutnant Ruppelt. Er betont: „Wir stehen nicht nur in der gemeinsamen Verteidigung Seite an Seite mit unseren litauischen Kameradinnen und Kameraden, sondern auch im normalen Alltag. Diese Spende kommt im wahrsten Sinne des Wortes von Herzen.“
Und sie hat unmittelbare Folgen. Frau Dr. Diana Remeikiene, Abteilungsleiterin des „Head of Blood Center Hospital of Lithuania University of Health Sciences“ aus Kaunas erklärt bezüglich der gelungenen Spendenaktion: „Damit können circa 300 Menschenleben in Litauen gerettet werden.“ Das Krankenhaus ist mit über 2.100 Betten das größte seiner Art in Litauen. Mit rund 65.000 Operationen pro Jahr leistet es einen großen Beitrag zur Gesundheitsvor- und Nachsorge in Litauen.
Insgesamt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses sorgten an diesem Tag für einen reibungslosen Ablauf der Blutspendenaktion, an der sich spontan auch der ein oder andere litauische Soldat beteiligte.

Blutspende mit Tradition

Ein Soldat liegt auf einer Liege und bekommt Blut abgenommen. Er hält einen kleinen roten Ball in der Hand.

Nach der Blutspende wird jeder Soldatin und jedem Soldaten ein Verband umgelegt

Bundeswehr/Dominik Fischer

Es ist nicht die erste Blutspendenaktion in Litauen. In den gut viereinhalb Jahren, in denen die EFP-Battlegroup in Litauen stationiert ist, haben insgesamt – inklusive der jetzigen Aktion – mehr als 800 Soldatinnen und Soldaten aus allen bisher beteiligten NATONorth Atlantic Treaty Organization-Staaten mitgemacht. „Es fing zunächst klein und bescheiden an“, so eine Vertreterin des litauischen Host Nation Supports. Doch von Mal zu Mal beteiligten sich immer mehr Soldatinnen und Soldaten für den guten Zweck. „Diese Blutspendenaktion ist insgesamt bereits zum achten Mal zustande gekommen“, freut sich die Abteilungsleiterin des Krankenhauses aus Kaunas. Und auch an diesem Tag ist der Zuspruch ungebrochen gewesen. Die norwegische Kompaniechefin, Hauptmann Linda, ist überzeugt: „Man ist dankbar dafür, dass, wenn man selbst in Not ist, das lebensrettende Blut zur Verfügung steht.“

von Stephan Wessel

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