Instandsetzung in der Ägäis

Instandsetzung in der Ägäis

Datum:
Ort:
in See
Lesedauer:
2 MIN

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Der Einsatzgruppenversorger befindet sich planmäßig von Anfang April bis Mitte September als Teil der „Standing NATONorth Atlantic Treaty Organization Maritime Group 2“ im Rahmen der NATONorth Atlantic Treaty Organization Unterstützung in der Ägäis zur Bewältigung der Flüchtlingskrise im Einsatz. Als einziger Anlaufpunkt für die „Berlin“ ist Souda auf Kreta geblieben. Andere Häfen kommen, aufgrund der Beschränkungen durch COVID-19Coronavirus Disease 2019, momentan für das Schiff nicht in Frage. Die Hafenaufenthalte beschränken sich auf die Nachversorgung mit Lebensmitteln, Post und Material aus Deutschland. Ein Landgang für die Besatzung ist zurzeit leider nicht möglich und stellt die Besatzung vor völlig neue Erfahrungen und Belastungen.

Neue Herausforderungen

Zwei Soldaten demontieren ein Teil an einem Schiffsmotor

Gemeinsam wird die Ladeluftleitung montiert

Bundeswehr/Last

Für ein Schiff und seine Besatzung, die fast ein halbes Jahr ihren Dienst fern der Heimat verrichtet, ist die Wartung und Instandsetzung von Anlagen während COVID-19Coronavirus Disease 2019 eine ganz besondere Herausforderung. Wetter, Seegang, Dauerbetrieb und Verschleiß fordern ihren Tribut und machen regelmäßige Wartungen, aber auch Instandsetzungen von Schäden immer wieder nötig. Übliche und routinierte Abläufe, wie das Einfliegen von Technikern für größere Reparaturen, sind zurzeit nicht möglich. So wird die Besatzung auch in diesem Bereich auf ganz neue Art und Weise gefordert.

Neue Zylinderköpfe für den Motor

Ein Soldat installiert eine Hydraulikvorrichtung an einem zerlegten Schiffsmotor

Unter Zuhilfenahme einer Hydraulikvorrichtung werden die Zylinderköpfe gespannt

Bundeswehr/Last

Während eines Hafenaufenthaltes der „Berlin“ in Souda auf Kreta, kam es zu einem automatischen Abstellen eines Dieselmotorgenerators. Der Grund hierfür war Frischkühlwasser im Ölsystem. Das Überwachungssystem des Motors bemerkte den Fehler und stellte den Motor ab. Dadurch konnte ein Totalschaden des Diesels vermieden werden. Für die notwendige Reparatur wurden 12 neue Zylinderköpfe sowie das notwendige Sonderwerkzeug aus Deutschland nach Kreta gebracht. Nun begann die schweißtreibende Arbeit der Schiffstechniker. Die neuen Zylinderköpfe wurden durch die Ventilbrücken und Kipphebel komplettiert und dann mittels einer Hydraulikpresse mit 900 bar aufgesetzt.


Instandsetzung gelungen

Zwei Soldaten arbeiten an einem Schiffsmotor

Teamwork – Gemeinsam werden Freistrahlölzentrifuge und die Abgasleitung montiert

Bundeswehr/Last

Nach Montage sämtlicher Anbauteile, wie Ladeluftleiste, Abgasleiste und mehr fehlte nur noch das Einstellen der Ventile. Der Besatzung ist es mit den Ersatzteilen gelungen, diese schwierige Instandsetzung zu bewältigen. Mit Hilfe der telefonischen Unterstützung erfahrener Techniker aus Deutschland, konnten die Schiffstechniker den Motor reparieren und wieder in Betrieb nehmen. Der nächsten Seefahrt steht nun nichts mehr im Wege.

von Christoph Sperling

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