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Cyber- und Informationsraum
Interoperabilität testen

CWIX – Coalition Warrior Interoperability eX

Interoperabilität ist der Grundbaustein für die Führungsfähigkeit multinationaler militärischer Kräfte und damit essenziell wichtig für die Landes- und Bündnisverteidigung. Um Interoperabilität zu testen und zu optimieren, bietet die Übung CWIX den passenden Rahmen.

In einem Raum sitzen Soldatinnen und Soldaten unterschiedlicher Nationen zusammen

Bundeswehr/Lea Bacherle

Was ist die CWIX?

Hinter diesem Kürzel verbirgt sich die Coalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise, eine multinationale Interoperabilitätsübung der NATO mit deren Verbündeten und Freunden.

Die CWIX stellt das wichtigste Interoperabilitätsprogramm der NATO – das Federated Mission Networking (FMN) – in den Fokus und bietet einen Anteil zur Untersuchung zukunftsgerichteter Technologien zur Durchführung von technischen Interoperabilitätstests (eXploration, eXperimentation). Außerdem gibt es einen szenariogetriebenen Anteil, um rechtzeitig operationell und operativ relevante Interoperabilitätslücken (IO- Shortfalls) bei militärischen Kräften und Verbänden aufzuzeigen (eXamination, eXercise). Das können beispielsweise Einsatzkontingente oder die schnelle Eingreiftruppe der NATO, die Allied Reaction Force (ARF), sein.

Die CWIX dient der Vorbereitung von NATO-Missionen und der Zertifizierung von multinational abgestimmten IT-Services. Damit ist CWIX die wichtigste Testumgebung zur Herstellung einer interoperablen Führungsfähigkeit, um eine durchgängige, leistungsfähige und hochmobile Einsatz- und Operationsführung der Streitkräfte zu gewährleisten. Das gilt national wie multinational und in allen Dimensionen und Intensitäten.

Deutscher Schwerpunkt der CWIX 2026 sind Aktivitäten zur Weiterentwicklung und Evaluierung von IT-Services/IT-Systemen entlang der Vorgaben des Federated Mission Networking. Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, die Interoperabilität deutscher Beiträge zu NATO-Kräften zu gewährleisten, denn das ist Voraussetzung für deren Führbarkeit. Gerade weil der Cyber- und der Informationsraum keine Grenzen kennt, müssen NATO-Partner eng zusammenarbeiten und Nationen ein einheitliches und möglichst aktuelles Lagebild haben. Dazu müssen alle Systeme untereinander fehlerfrei kommunizieren können. Genau das wird während der Übung mit Wissenschaftlern, Industrievertretern und Militär getestet und verbessert.
 

Patch der CWIX

Patch der CWIX

Bundeswehr/PIZ CIR
Porträtfoto eines Soldaten. Oberstleutnant Thomas H., Koordinator der Übung Bundeswehr/Lea Bacherle
„Von Steve Jobs erstem Apple PC in seiner Garage bis hin zum fertig akkreditierten Netzwerk inklusive ausgebildetem Personal, welches am nächsten Tag verlegt werden kann, bietet die multinationale Übung CWIX alle nur erdenklichen Möglichkeiten der Weiterentwicklung sowie Bereitstellung von Fähigkeiten. Unter diesen Gesichtspunkten ist die CWIX einfach auch die größte NATO-Interoperabilitätsübung mit einer Heimat für IT-Nerds bis hin zum Operateur.“

Was sind die Ziele der CWIX?

Das Ziel der Übung CWIX ist, die verbündeten Nationen und Partnerländer der NATO mit ihren unterschiedlichsten Fähigkeiten zusammen zu bringen, um deren Interoperabilität zu testen und letzten Endes auch zu optimieren. Ohne funktionierende Interoperabilität können multinationale Missionen und Einsätze nicht gelingen. Das zeigt sich vor allem gleich zu Beginn jeder NATO-Operation. Daher muss Interoperabilität getestet und verifiziert sein, um im Ernstfall fehlerfrei eingesetzt werden zu können.

Auch für die deutschen Streitkräfte ist klar, dass sie meist nur im Bündnis beziehungsweise multinational eingesetzt werden. So ist es unabdingbar, dass die deutschen Systeme interoperabel mit denen der NATO und denen von Bündnis- und Missionspartnern sind. Daher dient die Übung CWIX auch als nationale Plattform, um Systeme zu testen und zu optimieren. Dafür arbeiten die „besten und klügsten Köpfe“ zusammen – von Wissenschaftlern über militärische IT-Spezialisten und -Spezialistinnen bis hin zur Industrie: eine optimale Gelegenheit, um gemeinsam die Kompatibilität der Fähigkeiten zu verbessern. Durch diese intensive Zusammenarbeit gelingt es, Interoperabilitätsprobleme schneller zu lösen, das Verteidigungsbündnis zu stärken und entscheidend zur operationellen Einsatzbereitschaft der Streitkräfte beizutragen.

Fachbegriffe kurz erklärt

Was bedeutet Interoperabilität?

Interoperabilität – die Fähigkeit multinationaler Einheiten, gemeinsam zu handeln – ist die Grundlage für alle NATO-Operationen. Sie ist Bedingung dafür, dass Streitkräfte und ihre IT-Services und IT-Systeme zusammenwirken, um so die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Interoperabilität bezieht sich nicht nur auf Einsätze, sondern auch auf gemeinsame Ausbildung und Übungen. Sie umfasst technische Kompatibilität, gemeinsame Verfahren und Einsatzgrundsätze. Interoperabilität wird häufig mit Hilfe von gemeinsamen Standards erreicht und ist das Fundament für eine gemeinsame Verteidigung des Bündnisgebietes.

Was ist FMN und GMN?

Das Federated Mission Networking ist die wichtigste connecting Forces Initiative der NATO, um einen gemeinsamen Stand an Interoperabilität zu erreichen. In der NATO bringen die Mitglieder ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit, sowohl in der Technik als auch im Bereich der Einsatzgrundsätze und der Ausbildung. In einer Föderation werden die eigenen Netzwerke und Systeme beibehalten und unter dem Dach des FMN aufeinander abgestimmt. So kann die NATO schneller auf Krisen reagieren und gemeinsam agieren, ohne dass die jeweilige nationale Selbstständigkeit aufgegeben werden muss. Die NATO spricht deshalb in diesem Zusammenhang von Day Zero Interoperability, in Deutschland wird das häufig mit Kaltstartfähigkeit übersetzt.

Die Bundeswehr setzt diese multinational vereinbarten Standards unter anderem im Projekt German Mission Network (GMN) um. Das GMN soll die multinationalen Vorgaben des FMN für Deutschland umsetzen und somit die Grundvoraussetzung zur Informationsversorgung der Streitkräfte sicherstellen.

Was sind Spirals?

Im Spiral Development wird ein definierter Zeitraum (der sogenannte „Spiral“) vorgegeben. Dieser definiert, welche multinational abgestimmten Fähigkeiten mit welchem Grad der Interoperabilität zu diesem Zeitpunkt zu erreichen sind. Mit den Spirals wird ein kontinuierlicher Fähigkeitsaufwuchs des Bündnisses zielgerichtet forciert. Das Testen der Spirals kann sich überschneiden. Während der CWIX 2026 wurden zum Bespiel Systeme in Vorbereitung auf konkrete Einsätze im Spiral 3 überprüft, Tests im anstehenden Spiral 4 durchgeführt, während gleichzeitig Untersuchungen zum zukünftigen Spiral 5 durchliefen.

Die CWIX 2025

CWIX 2024

CWIX 2023

CWIX 2022

Wie sieht es auf der CWIX aus?

Welche Einheiten CIR sind an der CWIX beteiligt?

Weitere Dienststellen außerhalb der TSK CIR

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