Streitkräftebasis
Training für ukrainische Kräfte

SKBStreitkräftebasis leistet seit einem Jahr logistische Unterstützung für Ukraine-Ausbildung

SKBStreitkräftebasis leistet seit einem Jahr logistische Unterstützung für Ukraine-Ausbildung

Datum:
Ort:
Deutschland
Lesedauer:
2 MIN

Die Möglichmacher der Streitkräftebasis übernehmen zahlreiche Aufgaben für die Ausbildungsmission EUMAM UAEuropean Union Military Assistance Mission Ukraine der Europäischen Union. Dabei haben sie das Wichtigste jederzeit klar vor Augen: die ukrainischen Streitkräfte mit der Ausbildung in Deutschland für ihren Verteidigungskampf gegen den russischen Angreifer zu befähigen.

Bergeszene

Die Ukrainer werden fit gemacht am Leopard 1 A5: Die Streitkräftebasis schult das Bergen defekter Fahrzeuge. Ausbildung und Versorgung gehen Hand in Hand.

Bundeswehr/Susanne Hähnel

Mehr als zwei Jahre dauert der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nun schon. Die Europäische Union hat entschieden, der Ukraine beizustehen und sie zu unterstützen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Hilfe ist die europäische Ausbildungsmission EUMAM UAEuropean Union Military Assistance Mission Ukraine. Der deutsche Anteil dieser Ausbildungsmission wird vom Special Training Command über die sogenannte Drehscheibe Nord organisiert. 

Das mit internationalem Personal besetzte Kommando plant und organisiert die gesamte Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte in den Deutschland auf den zahlreichen Truppenübungsplätzen. Auf den Truppenübungsplätzen Lehnin, Altengrabow, Klietz und Bergen sorgen Kräfte der Streitkräftebasis dafür, dass diese Drehscheibe auch zielgerichtet rotiert.

Real Life Support

Zum Betrieb der Drehscheibe Nord haben die Logistikerinnen und Logistiker der Streitkräftebasis Unterkunftskapazitäten für rund 5.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten und ihre deutschen Ausbildenden in Zelten, Containern und festen Unterkünften geschaffen. Die rund 80 Zelte in Klietz und Lehnin bieten Platz für jeweils bis zu acht Personen. Sie sind im Sommer klimatisiert und im Winter beheizt. Ferner wurden Verpflegungs- und Betreuungszelte aufgestellt und eingerichtet. 

Damit hat die Streitkräftebasis den vollständigen Real Life Support, also die Realversorgung, übernommen. Jeweils für zwei Monate nimmt ein Bataillon der mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis diesen Auftrag wahr, und das bereits seit etwa einem Jahr. 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche stehen derzeit Soldatinnen und Soldaten des Logistikbataillons 161 aus Delmenhorst und des Spezialpionierregimentes 164 aus Husum in der Verantwortung. 

Symbolfoto Feldküche

Tausende Mahlzeiten werden in Feldküchen zubereitet

Bundeswehr/Susanne Hähnel
Szene eines Feldlagers mit Zelten

Auf dem Truppenübungsplatz warten bereits die Typ-2-Zelte. Sie bieten Platz für bis zu acht Menschen und sind im Sommer klimatisiert. Aufbau und Camp-Organisation werden von den Spezialpionieren aus Husum übernommen.

Bundeswehr/Susanne Hähnel

Ohne Mampf kein Kampf

Für die Verpflegung werden sechs mobile Feldküchen betrieben. Sie haben eine Kapazität für 3.350 Personen und stellen die Verpflegung mit warmen Speisen sowie Lunchpaketen sicher. Allein in den vergangenen vier Wochen wurden hier rund 145.000 Mahlzeiten zubereitet und ausgegeben. Die Streitkräftebasis übernimmt auch die Ein- und Auskleidung der ukrainischen Kameradinnen und Kameraden. 

Vor Beginn ihrer Ausbildung erhalten sie Uniformen ohne deutsche Hoheitsabzeichen, Bettwäsche und Handtücher. Bevor sie in die Ukraine zurückkehren, geben sie die Ausstattung wieder ab. Während der Ausbildung gibt es einen Wäscheservice mit Kapazität für 800 Personen. Weitere Unterstützungsleistungen der Streitkräftebasis sind die Bereitstellung von Dolmetschern, Betreuungseinrichtungen, Personentransporten und Wachdiensten.

Alles aus einer Hand

Zu den Unterstützungsleistungen der SKBStreitkräftebasis gehören darüber hinaus das Training der Militärkraftfahrenden am Kampfpanzer Leopard 1 A5 sowie die Ausbildung von ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrkräften der Ukraine an Fahrzeugen und Material, das Deutschland dem Land zur Verfügung stellt. 

Insgesamt 250 Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer sowie 75 ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehrspezialistinnen und -spezialisten hat die Streitkräftebasis inzwischen ausgebildet. Die Logistikprofis schulen auch die Instandsetzung, das Bergen und den Abtransport des Leopard 1 A5 mit einem Schwerlasttransporter Mammut. 

von Stephan Klose, Ralf Wilke   E-Mail schreiben

Mehr zum Thema