Streitkräftebasis

Strategischer Transport

Die Streitkräftebasis transportiert Panzer, Lastwagen und Hubschrauber über Luft- und Seewege. Dafür nutzt sie Flugzeuge wie die Antonov AN-124 und Schiffe einer dänischen Reederei, auf die sie über Verträge mit der Wirtschaft schnell zurückgreifen kann. Der SALIS Vertrag und das ARK Projekt sind für beide Seiten ein Gewinn!

Soldaten verladen LKW auf ein Schiff
Bundeswehr/Ralf Wilke

Panzer transportieren im Strategischen Transport

Verladung Panzerhaubitze 2000

Auf dem Flughafen Mazar-e Sharif wird eine Panzerhaubitze 2000 in das russische Frachtflugzeug Antonov AH-124-100 verladen.

Bundeswehr/Ingo Schmidt

Die Streitkräftebasis versorgt mit ihren Logistikerinnen und Logistikern die Truppe im Einsatz. Dabei geht es nicht nur um den Transport von Ersatzteilen, Munition oder Dingen des Alltags. Gerade zu Beginn und Ende eines Einsatzes müssen auch Fahrzeuge, wie Panzer oder Lastwagen, und andere übergroße Geräte in den Einsatz transportiert werden. Die Bundeswehr hat für Transporte dieser Größenordnung aber keine eigenen Transportmittel wie Schiffe oder Flugzeuge. Denn diese Großtransporte kommen eher selten und unregelmäßig vor. Eigene Transportmittel müssten während sie nicht genutzt werden irgendwo untergebracht und dort dennoch Instand gehalten werden. Abgesehen von den hohen Anschaffungskosten werden diese Unterbringungs- und Instandhaltungskosten durch Kooperationen mit der Wirtschaft eingespart. Stattdessen kann die Streitkräftebasis über spezielle Verträge auf geeignete Schiffe und Flugzeuge auch kurzfristig zurückgreifen, um übergroßes Material zu transportieren.  Diese Art Mietlösung ist ein Gewinn für alle. 

Mit einem der größten Flugzeuge der Welt in den Einsatz

Wechsel in Afghanistan

Flugwerker aus Diepholz verladen den Transporthubschrauber CH-53 (84+67) in das Transportflugzeug Antonov AN-124 auf dem Flughafen Leipzig/Halle im Rahmen der Verlegung nach Afghanistan, am 22.09.2018.

Bundeswehr/Johannes Heyn

Für den Transport per Flugzeug kann die Streitkräftebasis rund um die Uhr auf zwei Transportflugzeuge des Typs Antonov-124-100 zurückgreifen. Sie stehen am Flughafen Leipzig bereit. Die Antonov-124-100 ist eines der größten Transportflugzeuge der Welt. Mit ihm können Hubschrauber, Panzer oder zum Beispiel Lastwagen trotz ihres hohen Gewichtes und der Größe sicher transportiert werden. Der SALIS Vertrag über den die Bundeswehr auf die Antonovs in Leipzig zurückgreifen kann, wurde gemeinsam von 10 Nationen der NATONorth Atlantic Treaty Organization und der EUEuropäische Union mit einem zivilen Auftragnehmer geschlossen. Salis steht dabei für Strategic Airlift International Solution – die internationale Lösung für den Strategischen Lufttransport also. Neben Panzern, Lastwagen oder Hubschrauber transportiert die Bundeswehr auch Hilfsgüter zu großen Hilfseinsätzen auf diesem Weg.

Schiffe mit viel Platz für Fahrzeuge und Container

Trabzon: Letzte Rückführung des ISAF-Materials

Beginn der letzten Verladung der Transportfahrzeuge aus dem ISAFInternational Security Assistance Force-Einsatz in die dänische Britannia Seaways (Ro-Ro Schiff) nach Deutschland, am 20.01.2015.

Bundeswehr/Ralf Wilke

Während mit dem strategischen Lufttransport nur einige wenige Fahrzeuge oder Helikopter transportiert werden können, nutzt die Streitkräftebasis für umfangreiche Transporte über weite Strecken auch den Seeweg. Hierfür wurde 2006 mit der dänischen Reederei DFDS Seaways das ARK-Projekt ins Leben gerufen. Innerhalb von 15 bis 30 Tagen kann die Bundeswehr auf aktuell drei Roll-on Roll-Off Schiffe der Reederei zurückgreifen. Roll-on Roll-off heißt, dass die Schiffe ähnlich, wie bei großen Fähren, speziell für den Transport von Fahrzeugen, wie zum Beispiel Panzern, gedacht sind und diese über eine Rampe direkt auf das Schiff auffahren und bei der Anlandung wieder abfahren können. Eine Beladungsmethode die sehr gut planbar und schnell umzusetzen ist. Braucht die Bundeswehr mehr Transportfläche, sieht der Vertrag vor, dass ihr innerhalb von 60 Tagen weitere Schiffe zur Verfügung stehen. Braucht die Bundeswehr die Schiffe nicht, kann die Rederei sie jedoch für andere wirtschaftliche Zwecke nutzen.   

von Sina Wanninger  E-Mail schreiben

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