Stark für die Region

Heimatschützerinnen und Heimatschützer aus Niedersachsen zeigen, was sie können

Heimatschützerinnen und Heimatschützer aus Niedersachsen zeigen, was sie können

Datum:
Ort:
Nienburg
Lesedauer:
2 MIN

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Auch das Landeskommando Niedersachsen bringt sich mit seinen Heimatschutzkräften bei der Übung National Guardian als Teil der Übungsserie Quadriga 2024 ein. Beim Besuchertag in Nienburg verschafften sich etwa 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und den Blaulichtorganisationen einen Einblick in das Einsatzspektrum des noch jungen Heimatschutzregimentes 3.

Hinter einer Schranke stehen Soldaten, ein Militärfahrzeug und weitere Hindernisse

Die Absicherung von Bundeswehrliegenschaften oder verteidigungswichtiger Infrastruktur zählt zu den Kernaufgaben der Heimatschutzkräfte

Bundeswehr/Attena Nagahi

Soldatinnen und Soldaten sichern das Kasernentor. Es herrscht Gefährdungsstufe „Charlie“. Das heißt: Ein Anschlag auf die Kaserne ist nicht ausgeschlossen. Fahrzeuge und Insassen werden kontrolliert, der Unterboden mit Spiegeln abgesucht. Eine verdächtige Person wird aus dem Wagen entfernt. Die Gefahr ist vorerst gebannt. In fiktiven Übungsszenarien wie diesen präsentierten die niedersächsischen Heimatschutzkräfte beim Besuchertag in der Clausewitz-Kaserne in Nienburg ihren Ausbildungsstand.

Bereits an der nächsten Station müssen sie das Vorgehen eines feindlichen infanteristischen Sabotage- beziehungsweise Aufklärungstrupps abwehren. Hier unterstützt eine Aufklärungsdrohne die Reservistinnen und Reservisten. Für solch einen Vorfall hatten sich die Heimatschützerinnen und Heimatschützer im Vorfeld auf dem Übungsplatz mit der Ausbildung zum geleiteten Feuerkampf vorbereitet. Jetzt können sie zeigen, was sie gelernt haben.

Test für den Ernstfall

An einer anderen Station demonstrieren die Heimatschutzkräfte die Sicherung eines Convoy Support Centre (CSCConvoy Support Centre), eines militärischen Rastplatzes. NATONorth Atlantic Treaty Organization-Truppen werden auf ihrem Weg durch Europa an solchen Punkten versorgt – innerhalb Deutschlands durch die Bundeswehr, aber auch durch zivile deutsche Unternehmen. Im fiktiven Szenario versucht eine militante Gruppe in den militärischen Sicherheitsbereich des CSCConvoy Support Centre einzudringen. Einer von ihnen verletzt sich beim Überwinden der Drahtsperren. Die Heimstschützerinnen und Heimatschützer stellen die Eindringlinge und rufen Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRKDeutsches Rotes Kreuz), die den verletzten Mann versorgen. Die anderen Personen kommen erst einmal in polizeiliches Gewahrsam.

Erste große Regimentsübung

Ein Soldat hält einen Spiegel unter einen weißen Bus

Am Checkpoint: Mit Spiegeln suchen die Kräfte den Unterboden ankommender Fahrzeuge vor dem Kasernentor ab

Bundeswehr/Attena Nagahi
Polizeiangehörige nehmen Personen fest. Eine weitere Person wird medizinisch versorgt.

Die Heimatschutzkräfte haben verdächtige Personen gestellt. Die zu Hilfe gerufene Polizei nimmt diese in Gewahrsam. Das DRKDeutsches Rotes Kreuz versorgt die Verletzten.

Bundeswehr/Attena Nagahi

Hand in Hand läuft auch das gemeinsame Vorgehen der Heimatschutzkräfte mit der Polizei gegen eine Gruppe störender Personen, die eine Militärkolonne auf ihrem Marsch zum Flughafen stoppen will. Die Demonstrierenden werfen Steine auf die Heimatschützerinnen und Heimatschützer, die die Fahrzeuge als Sicherung begleiten. Die Polizei nimmt die aktiven Angreifenden fest und unterstützt die Heimatschutzkräfte, die die die friedlichen Demonstrierenden so abdrängen, dass der Konvoi seinen Marsch fortsetzen kann. Um die Verletzten kümmert sich das DRKDeutsches Rotes Kreuz

„Das Regiment übt zum ersten Mal in seiner Gesamtheit mit den aktuell aufgestellten vier Heimatschutzkompanien und ihren rund 350 Reservistinnen und Reservisten“, so Waldau weiter. Einer von ihnen ist Oberstabsgefreiter Max P., der im zivilen Leben studiert: „Freiheit und Demokratie halte ich für sehr schützenswert. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten.“ Auch Kompaniechef Major Malte C. von der Heimatschutzkompanie „Solling“ aus Holzminden zeigt sich erfreut: „Die Übung war eine tolle neue Erfahrung. Zusammenhalt, Motivation und Leistung haben gepasst.“

von Jasmin Henning

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