Reserve grenzüberschreitend

Heimatschutzübung deutsch-polnischer Reservisten in Mecklenburg-Vorpommern

Heimatschutzübung deutsch-polnischer Reservisten in Mecklenburg-Vorpommern

Datum:
Ort:
Jägerbrück
Lesedauer:
2 MIN

Heimatschutz geht auch international! Unter Führung des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern übten vom 21. bis 23.10.2022 polnische und deutsche Reservistinnen und Reservisten gemeinsam auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück. Ziel des anspruchsvollen, militärischen Wettkampfs war es, als gemischtes Team Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Sechs Soldaten in Tarnanzügen und Gewehren gehen auf einem Waldweg

Heimatschutz üben, um vorbereitet zu sein, fängt auf Gruppenebene an. Eine Herausforderung dabei ist die Kommunikation! Ein anspruchsvoller Marsch mit 12 Übungsstationen - die Gruppen verständigten sich dabei auf Polnisch, Deutsch oder Englisch.

Bundeswehr/Sebastian Moldt

Heimatschutz geht auch „international“. Damit im Bedarfsfall aber auch alle wissen, was die jeweiligen zivilen und militärischen Partner für Fähigkeiten und Potentiale haben, muss vorher geübt werden!

Auf drei Ärmeln von Militäruniformen sind drei unterschiedliche Wappen aufgenäht

Die Übungstruppe: Landeskommando MV, Heimatschutzkompanie MV und 14. Westpommersche Brigade der Territorialverteidigung (vl). Auf Polnisch: 14 Zachodniopomorska Brygada Obrony Terytorialnej.

Bundeswehr/Sebastian Moldt

Das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern (MV) führte eine gemeinsame Übung mit der Heimatschutzkompanie Mecklenburg-Vorpommern, den ungedienten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion „#Besten Reserve für MV“ und Soldatinnen und Soldaten der 14. (polnischen) Westpommerschen Brigade der Territorialverteidigung (14. Zachodniopomorska Brygada Obrony Terytorialnej, Stettin) auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück durch. In der Summe standen schließlich an diesem Wochenende 30 polnische und knapp 50 deutsche Übungsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dem Platz.

Mit einem Militärwettkampf in gemischten Teams sollten zwei Schwerpunkte erreicht werden: Als Team zusammenwachsen und so Herausforderungen gemeinsam bewältigen. Alles unter dem Motto „#SmarterAndStrongerTogether“.    

Herausforderungen gemeinsam bewältigen 

Soldaten in Flecktarn-Uniform sitzen auf einem hohen Balken; einer hilft dabei einem anderen Soldaten beim Hochklettern

Die Hindernisbahn: Eine der Stationen, an der der Einzelne, als auch die Zusammenarbeit der Gruppe, gefordert ist. Die Zeit läuft bis der/die letzte Kamerad/in im Ziel ist. Diesmal musste die Hindernisbahn „hin und zurück“ bewältigt werden.

Bundeswehr/Sebastian Moldt

Der anspruchsvolle, militärische Vielseitigkeitswettkampf umfasste 12 Stationen. Natürlich waren Schießen, Skizze erstellen oder Hindernisbahn überwinden als die klassischen Disziplinen dabei. 
Aber auch ungewöhnliche „Missionen“ mussten gemeinsam bewältigt werden: In Anlehnung an das bekannte Tischspiel Jenga war beispielsweise in der Outdoor Variante das „Hochstapeln“ (von Holzklötzen) ausdrücklich gewünscht und gefordert. Aber auch der Turm von Hanoi, eigentlich ein mathematisches Knobel- und Geduldspiel, bedurfte hier das Zusammenspiel aller Muskel- und Kopfkräfte. Es galt, einen Stapel von Auto- und Traktorreifen richtig umzubauen.
Daneben forderten zwei weitere Stationen, mit der Bezeichnung „Teamwork“, zusätzlich das Zusammenspiel in der Gruppe, da es Geschicklichkeitsparcours zu überwinden galt - ohne Bodenberührung und mit sicherem Geleit für ein Gruppenmitglied, das mit verbundenen Augen über den Parcours geführt werden musste. 

Abschluss der Ausbildung der Ungedienten bei der „Grünen Woche“ 

Ein Soldat liegt mit Flecktarn-Uniform auf der Erde und schießt mit einem Maschinengewehr auf eine Lichtung

Das Schießen mit dem Maschinengewehr MG 3 stand auch auf dem Übungsplan. Hier ein polnischer Kamerad bei seinem Durchgang.

Bundeswehr/Sebastian Moldt

Gewonnen hat übrigens eine deutsch-polnische Mannschaft, was aber nicht verwunderte – alle Mannschaften waren gemischte Teams! Für die polnischen Soldatinnen und Soldaten war sicherlich das Schießen mit dem deutschen Maschinengewehr MG 3 ein Höhepunkt des Übungswochenendes. Für alle Teilnehmenden galt, dass sie ein forderndes und erlebnisreiches Wochenende auf dem Truppenübungsplatz Jägerbrück erfolgreich gemeistert haben. 

Ein Teil der deutschen Reservedienstleistenden blieb weiter „in Übung“ und verlegte auf den Standortübungsplatz Hagenow. Hier findet der Abschluss der Ausbildung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion „Besten Reserve für MV“ sowie die „Grüne Woche“ des Landeskommandos statt.

Der Schwerpunkt für die ungedienten Teilnehmerinnen und Teilnehmer liegt dabei nochmals auf der Überprüfung von entsprechenden, militärischen Kenntnissen, die im Aufgabenbereich „Heimatschutz“ in Mecklenburg-Vorpommern benötigt werden. Alles mit dem Ziel den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Beorderungsdienstposten bei den Heimatschutzkräften des Bundeslandes anzubieten bzw. sie dort fest einzuplanen.

Wer ebenfalls noch Interesse an einem herausfordernden und vielfältigen Reservedienstposten hat, kann mehr Informationen dazu unter  #besteReservefürMV finden oder man meldet sich über die Mail-Adresse ReserveMV@bundeswehr.org und kann so entsprechende Fragen an das Landeskommando MV stellen.  

von Ralf Heberer  E-Mail schreiben

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