NATO-Luftraum wird gesichert

Bewaffnete Schutzflüge über Rumänien bei NATO-Mission Enhanced Air Policing South

Bewaffnete Schutzflüge über Rumänien bei NATO-Mission Enhanced Air Policing South

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Datum:
Ort:
Rumänien
Lesedauer:
2 MIN

Der deutsche Kontingentführer und Pilot, Oberstleutnant Swen Jacob, spricht in diesem Podcast über die multinationale Zusammenarbeit und die besonderen Anforderungen an die Luftwaffe bei der Mission Enhanced Air Policing South (EAPS). Auch ein Wart, Hauptfeldwebel Bastian*, erzählt Redakteurin Barbara Gantenbein von seinen Eindrücken in Rumänien.

Der deutsche Kontingentführer und Pilot, Oberstleutnant Swen Jacob, sowie der Wart, Hauptfeldwebel Bastian*, sprechen über die multinationale Zusammenarbeit und die besonderen Anforderungen an die Luftwaffe bei der Mission Enhanced Air Policing
Audio-Transkription

Bitterkalt und windig ist es nachts auf dem Flugfeld des rumänischen Luftwaffenstützpunktes „Mihael Kogalniceanu“ in der Nähe der Stadt Konstanza am Schwarzen Meer. Von hier aus starten bis zum 18. März die sechs deutschen Eurofighter gemeinsam mit den Jets der italienischen Aeronautica Militare. Piloten und Warte beider Nationen arbeiten Hand in Hand. Zusammen mit der Hostnation Rumänien trainieren sie Abläufe und Verfahren, um die Interoperabilität zu stärken. Der deutsche Kontingentführer Swen Jacob lobt die rumänischen Kameraden als hervorragende Gastgeber und Wart Bastian freut sich über das gute Zusammenspiel mit dem italienischen Kontingent.

Auftrag: Bündnisverteidigung

Die Bundeswehr beteiligt sich zum zweiten Mal an der NATO-Mission Enhanced Air Policing South in Rumänien. Ursprünglich waren nur drei Eurofighter für die Mission vorgesehen. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde das Kontingent verdoppelt und die Einsatzzeit verlängert. Das gilt auch für die italienische Luftwaffe. Alle beteiligten Nationen trainieren nun unter besonderen Bedingungen den gemeinsamen Einsatz.

EAPS ist eine kollektive Verteidigungsmaßnahme der NATO und dient der Rückversicherung der südosteuropäischen Bündnispartner gegen Bedrohungen ihrer territorialen Integrität. Jeweils ein deutscher und ein italienischer Eurofighter patrouillieren in Zweierformation entlang der rumänischen Grenze, aber innerhalb des rumänischen Luftraumes. Italien und Deutschland fliegen als sogenannte Alarmrotte im Auftrag Quick Reaction Alert. Am 18. März übernimmt Großbritannien den deutschen Part und die deutschen Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau verlegen nach Hause.

Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Neben den Piloten arbeiten auch die Techniker eng zusammen. Das geht vom Austausch von Ersatzteilen bis hin zur gemeinsamen Nutzung des Gefechtsstandes bei der Operationsplanung. Langfristig soll damit Material und Personal eingespart und die Effizienz gesteigert werden. In Zukunft möchte man sogar technische Prüfungen vorschriftenkonform durch Technikpersonal der jeweils anderen Nation unter Aufsicht durchführen.
Neben Deutschland und Italien fliegen in der NATO auch Großbritannien und Spanien den Eurofighter. Die Briten werden Deutschland am Schwarzen Meer ablösen. 

*Name zum Schutz des Soldaten abgekürzt.

von Barbara Gantenbein

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