Sanitätsdienst
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Institut für Radiobiologie der Bundeswehr

Das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr ist mit universitärer Anbindung das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Bundeswehr auf dem Gebiet des medizinischen A-Schutzes.

Auftrag

Das Institut für Radiobiologie der Bundeswehr vertritt wissenschaftlich das Fachgebiet Radiobiologie und Strahlenmedizin auf universitärem Niveau in Forschung, Lehre und Begutachtung. Zu diesem Zweck stellt das Institut Konzepte, Richtlinien und Verfahren zur Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Gesundheit nach Strahlenexposition bereit. Subsidiär unterstützt das Institut zivile staatliche Stellen hinsichtlich des medizinischen Managements von Strahlenunfällen.

Einsatzunterstützung, Beratung und Begutachtung

Im Rahmen der Einsatzunterstützung stellt das Institut besondere Untersuchungs- und Laborleistungen sowie mobile Einsatzkräfte für Gefährdungslagen bereit, die durch die Exposition mit ionisierender und elektromagnetischer Strahlung, Radionukliden und vergleichbaren Noxen hervorgerufen werden. Die Münchner Spezialisten sind jederzeit abrufbar und weltweit einsetzbar.

Lehre und Ausbildung

In der Lehre und Ausbildung ist die Einrichtung maßgeblich an Richtlinien, Verfahren sowie Ausbildungs- und Planungshilfen zum medizinischen A-Schutz beteiligt. Die Institutsangehörigen sind in die Aus- und Weiterbildung sowie Inübunghaltung des Sanitätsdienstpersonals eingebunden. Hierzu nimmt das Personal beispielweise auch selbst mit seiner mobilen Task Force an Übungen teil.

Nachrichten

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Forschung, Entwicklung, Spezialdiagnostik

Forschung und Entwicklung

Das Institut führt wehrmedizinische Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des medizinischen Schutzes vor ionisierender sowie nicht-ionisierender Strahlung der Bundeswehr durch. Dazu gehören im Besonderen die Untersuchung von Präventionsmaßnahmen, Pathomechanismen, Spezialdiagnostik und Therapiemaßnahmen von Gesundheitsstörungen nach einer Strahlenexposition. Um auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik zu sein, beteiligt sich das radiobiologische Institut an wissenschaftlichen Kooperationen mit militärischen und zivilen Partnern im In- und Ausland.

Spezialdiagnostik

Am Institut sind modernste strahlen- und molekularbiologische Verfahren zur Abschätzung von Strahlenschäden auf den verschiedenen Ebenen der biologischen Organisation etabliert. Diese Verfahren werden ständig optimiert und weiterentwickelt, um eine möglichst frühzeitige und genaue Abschätzung zu ermöglichen.

Folgende spezialdiagnostische Methoden sind derzeit im InstRadBioBwInstitut für Radiobiologie der Bundeswehr etabliert:

  • Lymphozytentypisierung mittels Durchflusszytometrie
  • Immunotypisierung von Gewebe- und Blutproben
  • Differentielle Blutbildanalyse
  • Dizentrische Chromosomenanalyse
  • γ-H2AX Focus-Test
  • Molekulare Histopathologie
  • CB-Mikrokern-Assay
  • Differentielle Genexpressionsanalysen mittels qRT-PCR und Next-Generation Sequencing (NGS) Technologie
  • Translokations-Analyse mittels FISH
  • Array CGH Analysen zur Detektion chromosomaler Gewinne und Verluste
  • Analyse strahlungsassoziierter Chromatinveränderungen mittels DNA- Microarray –Technologie und Next-Generation Sequencing (NGS) Technologie


Universitäre Anbindung

Durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Institut und der Universität Ulm, die 2006 geschlossen wurde, führt das Institut seit 2007 die Zusatzbezeichnung „in Verbindung mit der Universität Ulm“. Diese zivil-militärischen Zusammenarbeit dient der Vertiefung der langjährigen Zusammenarbeit, um gemeinsame Forschungsprojekte zu fördern, die gemeinsame Nachwuchsförderung, gemeinsame Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Lehrtätigkeiten und die Einwerbung und Durchführung von Drittmittelprojekten nachhaltig zu stärken.

Eine weitere Form der zivil-militärischen Zusammenarbeit besteht seit dem Wintersemester 2015/2016 an der medizinischen Fakultät der Technischen Universität München. Der Master „Radiation Biology“ ist ein interdisziplinärer und internationaler Studiengang in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München und dem InstRadBioBwInstitut für Radiobiologie der Bundeswehr an der Schnittstelle zwischen Biologie, Physik und Medizin, der eine Brücke zwischen strahlenverwandten präklinischen und klinischen Disziplinen schlägt, um zukünftige Wissenschaftler in der medizinischen Forschung auszubilden.

Qualitätssicherung

Alle Leistungen des Institutes erfolgen qualitätsgesichert nach DIN EN ISO 9001:2015. Dies wird in jährlich wiederkehrenden Überwachungs- und Wiederholungsaudits durch die TÜV Süd Management GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung überprüft. Eine Akkreditierung des Funktionsbereichs Zytogenetik zum einen als unabhängige zytogenetische Prüfstelle nach DIN EN ISO 17025 und zum anderen als medizinisches Diagnostiklabor für zytogenetische Untersuchungen nach DIN EN ISO 15189 befindet sich in der Begutachtungsphase.

Anreise

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