Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr
Eingefangen: Bilder aus der Bundeswehr
- Datum:
- Ort:
- Berlin
- Lesedauer:
- 4 MIN
Multinationalität und Zusammenhalt sind diese Woche Schlagwörter: ob in der Steppe der Mongolei, bei der Übung Wettiner Heide, in luftigen 10.000 Meter Höhe über Europa oder in den stürmischen Weltmeeren auf See: Gemeinsam geht es besser als allein. Eindrucksvolle und spannende Eindrücke sind hier in Bildern festgehalten.
Ausbildung in der mongolischen Steppe
Was macht die Bundeswehr in der Mongolei? Sie trainiert mongolische Gebirgsjäger im Jagdkampf. Bei der Ausbildung geht es um die Gefechts- und Schießausbildung nach deutschem Standard. Auch der Handstreich ist Teil des Unterrichts. Ein Handstreich ist ein Angriff, der den Gegner unvorbereitet und blitzartig überrumpelt. Die mongolischen Streitkräfte sind wichtige Partner der Bundeswehr bei der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mission Resolute Support in Afghanistan gewesen. Dort stellten sie das Sicherungselement im deutschen Camp Marmal in der Nähe von Masar-i Scharif. „Das Ziel ist, dass die Mongolen einen eigenständigen Gebirgsjägerverband entwickeln“, erklärt ein verantwortlicher Ausbilder. Um das binationale Verhältnis weiter aufrechtzuerhalten, bildet die Bundeswehr zweimal jährlich mongolische Soldaten in der Steppe aus.
Kraftstoff, Munition und Verpflegung: Wer besorgt’s?
Darauf gibt es nur eine Antwort: die Logistiktruppe. Tausende Liter Diesel, Hunderte Tagesrationen, Trinkwasser, Ersatzteile und Munition. Dies sind nur einige Dinge, mit denen die Logistiker die Truppen versorgen. So auch bei der Übung Wettiner Heide. 2.000 Soldatinnen und Soldaten aus fünf Nationen kümmerten sich dabei um den Nachschub, die Instandsetzung und den Transport rund um den schnellen Eingreifverband der NATONorth Atlantic Treaty Organization, die Very High Readiness Task Force (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ). Im Rahmen der Übung wurde für die Soldaten und Soldatinnen der 2. Kompanie des multinationalen Versorgungsbatallions eine Biogasanlage zum Versorgungspunkt. „Wir haben hier rund 2.200 Ersatzteile. Da ist alles mit dabei, von der Unterlegscheibe bis zum kompletten Panzertriebwerk“, erklärte ein niederländischer Logistikfachmann. 30 Soldaten mit Umschlaggeräten und 30 Lkw mit Anhänger machen das Materiallager dazu noch sehr beweglich. „In gut 20 Minuten können wir hier alles zusammenpacken und wären dann abmarschbereit“, sagte er.
Tankstelle, Transporter und Notfallversorger zugleich
Die Frage ist nicht, was der Airbus A400M kann, sondern was er nicht kann: Mit seiner Multifunktionalität, die vom Transporter und der Umfunktionierung zu einer fliegenden Intensivstation bis hin zur mobilen Tankstelle reicht, zählt er in der Dimension Luft zu den Alleskönnern. Doch das Abdecken dieser Fähigkeiten ist keine Selbstverständlichkeit und muss geübt werden, am Tag und in der Nacht.
Luftfahrzeuge wie der Eurofighter docken zum Tanken in der Luft an den A400M an. Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Reichweite der betankten Luftfahrzeuge und auch die Verweildauer im Einsatzgebiet erhöht. Mit dem stetigen Aufwuchs der Flotte und der Weiterentwicklung der Technik übernimmt der A400M die Aufgaben der Transall C-160, die Ende 2021 ausgemustert wurde.
Geburtstagsgrüße von hoher See: Alles Gute, Marine!
Von See gratuliert die „Gorch Fock“ anlässlich des 174. Jubiläums der Marine. Die Bark gilt umgangssprachlich als Schmiede für angehende Seeoffiziere, wo die Seekadettinen und Seekadetten meist das erste Mal „Salz an den Lippen“ spüren und erfahren, wie es ist, auf hoher See zu arbeiten und zu leben. Wind, Wellen und Gezeiten wirken sich auf moderne Schiffe genauso aus wie auf Segler. Aber nur auf einem Segelschiff erfahren die Kadetten so hautnah, welche elementaren Kräfte auf See wirken. Eine einzigartige Erfahrung, die Soldatinnen und Soldaten ein Leben lang erinnern.
Wir sind da: Bundeswehr evakuiert ukrainische Verletzte
Medizinische Luftevakuierungen (MedEvacMedical Evacuation) sind immer „tailored to mission“, also speziell nach der Anzahl der Patientinnen und Patienten und deren Verletzungsmuster zugeschnitten. Die Versorgung von Patientinnen und Patienten auf einem MedEvacMedical Evacuation-Flug unterscheidet sich im Ergebnis aus medizinischen Gesichtspunkten kaum von der Regelversorgung in einem Krankenhaus in Deutschland. MedEvacMedical Evacuation ist eine der Aufgaben, die die Dimension Luftwaffe zusammen mit dem Sanitätsdienst mit ihren Flugzeugen übernimmt. Angesichts des Ukrainekrieges spielt das eine bedeutsame Rolle, da verletzte Menschen aus dem Kriegsgebiet ausgeflogen werden.
Danke für deinen Dienst, liebe „Lübeck“
Nach 32 Dienstjahren darf die Fregatte der Bremen-Klasse F122 sich zur Ruhe setzen. Zum Jahresende wird die „Lübeck“ ausgemustert. Die Rückkehr vom letzten Einsatz aus der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Unterstützungsmission Agais war von Emotionen durchwachsen: „In einer zugespitzten Sicherheitslage gleichzeitig die Außerdienststellung vorzubereiten, führt zu gemischten Gefühlen“ sagte der Kommandant, Fregattenkapitän Kai Röckel. Das Schiff behalte er in sehr guter Erinnerung, da es stets zuverlässig seinen Auftrag erfüllt habe. Röckel freue sich jedoch auch auf die Erfahrungen auf einem neuen Schiff, da er bis jetzt nur die 122er-Klasse kennengelernt habe. Wir danken der „Lübeck“ für 863.449 zurückgelegte Seemeilen!