Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen

Mali – MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen dient der Sicherung des Friedens. Die Kernaufgaben sind, die Waffenruhevereinbarungen und die vertrauensbildenden Maßnahmen zwischen den Konfliktparteien sowie die Umsetzung des Abkommens für Frieden und Aussöhnung aus dem Jahr 2015 zu unterstützen. Die Stabilisierung Malis ist von zentraler Bedeutung für die territoriale Einheit des Staates.

Zwei Soldaten stehen auf einer Freifläche in der Nähe des Nigerflusses

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Der UNUnited Nations-Einsatz in Mali

Mit rund 13.000 Blauhelmsoldatinnen und Blauhelmsoldaten und knapp 2.000 Polizisten und Polizistinnen trägt der Einsatz der Vereinten Nationen in Mali zur Stabilisierung des Landes bei. Der Deutsche Bundestag hat für die Beteiligung der Bundeswehr eine Obergrenze von 1.400 Soldatinnen und Soldaten festgelegt. Das Mandat erlaubt auch den Einsatz von Waffen zur Durchsetzung des militärischen Auftrages. Eine Teilnahme an Operationen zur Terrorismusbekämpfung ist nicht Teil des Auftrages, alle Soldatinnen und Soldaten haben aber das uneingeschränkte Recht zur individuellen Selbstverteidigung.

Eine Karte von Mali, die das Einsatzgebiet von MINUSMA zeigt

Das Einsatzgebiet der Bundeswehr bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Mali (Infografik)

Bundeswehr

Die deutsche Beteiligung an der United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali ergänzt das deutsche Engagement bei der von der EU-geführten Ausbildungsmission European Union Training Mission Mali, welche mit dem neuen Mandat ihren Fokus auf die erfolgreiche Spezialkräfteausbildung Gazelle in Niger bis Ende 2022 legen wird.

Mit welchen Kräften ist die Bundeswehr in Mali beteiligt?


Hubschrauber bei der Lanung und ein Fahrzeug steht in der Wüste

Soldatinnen und Soldaten führen eine multinationale Rettungsübung im Raum Gao in Mali durch

Bundeswehr/Jenny Bartsch

Am 28. Januar 2016 beschloss der Deutsche Bundestag auf Antrag der Bundesregierung eine erste Erweiterung des deutschen Engagements. Anfangs beschränkte sich der deutsche Beitrag zum UNUnited Nations-Einsatz in Mali vor allem auf Stabspersonal, Verbindungsoffiziere sowie Flugzeuge zum Transport und zur Luftbetankung. Zusätzlich zu den bisherigen Kräften wurde daraufhin eine verstärkte gemischte Aufklärungskompanie entsandt, die mit unbemannten und unbewaffneten Aufklärungsdrohnen des Typs Heron und Spähpanzern des Typs Fennek ausgerüstet ist. Hinzu kommen vor allem Sicherungskräfte, Versorgungs- und Sanitätskräfte sowie Fernmelder. In Ergänzung verfügt das deutsche Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali derzeit über 5 Hubschrauber CH-53 der Luftwaffe, deren Hauptauftrag in der Sicherstellung der luftgestützten Rettungskette liegt. Darüber hinaus können die CH-53 bei Bedarf auch für den Personal- und Materialtransport eingesetzt werden. Das jüngste Mandat des Deutschen Bundestages definiert das Einsatzgebiet mit ganz Mali sowie der Republik Niger zum Betreiben eines Lufttransportstützpunkt in Niamey, welcher das logistische Drehkreuz für die Einsätze EUTMEuropean Union Training Mission MLI sowie MINSUMA darstellt. Das aktuelle Mandat gilt bis zum 31. Mai 2023 und wurde am 20. Mai 2022 durch den Deutschen Bundestag verabschiedet. Die Obergrenze wurde um 300 Soldatinnen und Soldaten erhöht: demnach ist nun der Einsatz von bis zu 1.400 deutschen Soldatinnen und Soldaten möglich. Die erneute Fortführung der Beteiligung am UNUnited Nations-Einsatz in Mali ist ein Baustein des umfassenden Ansatzes der Bundesregierung in Afrika. Ziel ist insbesondere die Stabilisierung Malis und der Sahelzone. Dafür ist der Großteil des deutschen Einsatzkontingents im Nordosten des Landes im Camp Castor in Gao stationiert. Deutschland stellt aber auch Personal für das UNUnited Nations-Hauptquartier und den Materialumschlagpunkt in der Hauptstadt Bamako. In Niamey, der Hauptstadt des benachbarten Niger, unterhält das deutsche Einsatzkontingent einen Lufttransportstützpunkt für Material- und Personaltransporte und die Verwundetenversorgung.

Was sind die Aufgaben der Bundeswehr in Mali?

Eine Drohne landet im Sonnenuntergang

Die Heron landet nach dem erfolgreichen Einsatz wieder in Gao.

Bundeswehr/Daniel Neitzel

Die deutschen Soldatinnen und Soldaten übernehmen nach Maßgabe des Völkerrechts und der Einsatzregeln der UNUnited Nations Aufgaben in den Bereichen Führung, zivil-militärische Zusammenarbeit, Beobachtung und Beratung. Zudem unterstützen sie das Personal der EU-Mission in Mali und leisten mit Aufklärungsmitteln am Boden und in der Luft einen wichtigen Beitrag zum Gesamtlagebild von MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali. Ein weiterer möglicher Auftrag ist die Luftbetankung für durch die UNUnited Nations-Resolution legitimierte Kräfte im Rahmen der Abwehr einer Bedrohung gegen MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali. Deutschland fungiert als Anlehnnation für Beiträge weiterer internationaler Truppensteller und mit dem Abzug der französischen Kräfte zusätzlich als weitere Führungsnation.
Neben dem deutschen Anteil an der europäischen Mission EUTMEuropean Union Training Mission in Mali und dem deutschen Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali, beteiligt sich Deutschland auch mit Einzelpersonal im Hauptquartier der MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in Bamako. Deutsche Soldatinnen und Soldaten leisten sowohl im Zuge der Beratung der militärischen Führung als auch in den Stabsabteilungen des Hauptquartiers in Vorbereitung und Durchführung von Operationen zur Umsetzung des Mandats des UNUnited Nations-Sicherheitsrates einen wichtigen Beitrag.

Was ist das Ziel des UNUnited Nations-Einsatzes in Mali?

Auf einer Anhöhe stehen fünf deutsche Soldaten in 3-Farb-Tarndruckuniform im teilweise kniehohen Gras

Der Zugführer weist seine Soldaten in den Raum ein

Bundeswehr/Stephan Voges

Ziel der Mission ist die Sicherung des Friedens in Mali. Schwerpunkt des Einsatzes ist der Beitrag zur Einhaltung der Waffenruhe und zur Umsetzung des Abkommens für Frieden und Aussöhnung. Eine weitere Kernaufgabe ist die Förderung vertrauensbildender Maßnahmen zwischen den Konfliktparteien wie etwa der Austausch von Verbindungsoffizieren.
Der UNUnited Nations-Einsatz in Mali unterstützt den politischen Dialog im Land, die Sicherheit und Stabilisierung sowie den Schutz von Zivilpersonen. Die malischen Behörden bleiben hauptverantwortlich für den Schutz der Bevölkerung vor drohender Gewalt und Kriminalität. Außerdem werden das Wiederherstellen der staatlichen Autorität im gesamten Land, der Wiederaufbau des malischen Sicherheitssektors, der Schutz der Menschenrechte sowie die humanitäre Hilfe gefördert.

Antrag der Bundesregierung MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali (PDF, 218,0 KB)

UNUnited Nations-Resolution 2640 (PDF, 248,9 KB)

Kontingentführer Deutsches Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Informationsbroschüre

zum Einsatz MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Flyer (Stand: 06/2022) Informationsbroschüre PDF, barrierefrei, 493 KB
Broschüre Die Bundeswehr bei der UN-Mission in Mali

Q&A MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali

Die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali dient der Sicherung des Friedens in Mali und der Überwachung des Friedensvertrages von 2015. Der Hauptauftrag des Deutschen Einsatzkontingentes ist die Bereitstellung von Aufklärungsergebnissen für die Vereinten Nationen. 
Vom Camp Castor in Gao aus setzt die Bundeswehr Aufklärungskräfte am Boden und in der Luft ein, um dem VN-Hauptquartier in Bamako die angeforderten Informationen zu liefern. Regelmäßig werden zusätzlich Patrouillen in der Region um Gao durchgeführt.
Das Einsatzgebiet umfasst ganz Mali sowie den Lufttransportstützpunkt in Niamey im benachbarten Niger. An der VN-Mission MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali sind derzeit rund 60 Nationen beteiligt.

Die Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali) wurde durch die Resolution 2640 des Sicherheitsrats der UNUnited Nations vom 25. April 2013 beschlossen und seitdem mehrfach verlängert. Die aktuelle Resolution wurde am 29. Juni 2022 verabschiedet und behält bis zum 30. Juni 2023 seine Gültigkeit.
Am 27. Juni 2013 billigte der Bundestag erstmals die deutsche Beteiligung an MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali und verlängerte das Mandat seither jährlich.  Die Zustimmung des Deutschen Bundestages ist zwingend erforderlich.
Das aktuelle Bundestagsmandat gilt noch bis zum 31. Mai 2023.

Die Mandatsobergrenze für das Deutsche Einsatzkontingent in Mali während der Mission MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali wurde durch den Bundestag wie folgt festgelegt:

  • 2013: 150
  • 2014: 150
  • 2015: 150
  • 2016: 650
  • 2017: 1.000
  • 2018: 1.100
  • 2019: 1.100
  • 2020: 1.100
  • 2021: 1.100

Das aktuelle Mandat vom 20. Mai 2022 umfasst eine Mandatsobergrenze von 1.400 Soldatinnen und Soldaten.

Die Anhebung der Mandatsobergrenze ergibt sich unter anderem aus dem gesteigerten Personalbedarf zur Kompensation der bislang von Frankreich bereitgestellten Fähigkeiten im Bereich der sanitätsdienstlichen Einrichtung („Role 2“) und dem Wechsel des Hubschraubermusters vom NH90 zur CH-53. Darüber hinaus werden Kräfte zum Weiterbetrieb des Flugplatzes in Gao einschließlich Sicherung und Luftraumkontrolle benötigt, falls diese Aufgabe nach dem Abzug der französischen Truppen nicht durch Mali oder durch die UNUnited Nations wahrgenommen werden kann.
Sofern während des Mandatszeitraums ein ausreichendes Versorgungs- und Schutzniveau für deutsche Soldatinnen und Soldaten sowie der Betrieb des Flughafens Gao (durch die UNUnited Nations oder den malischen Staat) nicht mehr gewährleistet sind, würden Maßnahmen zur Anpassung des deutschen Beitrags eingeleitet, die bis zur Beendigung des Einsatzes reichen können. Diese Anpassungen würden eng mit den UNUnited Nations und betroffenen Partnern abgestimmt.

Für die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali sind deutsche Soldatinnen und Soldaten an insgesamt drei Standorten stationiert. Dabei befindet sich ein Großteil der Bundeswehrsoldatinnen und  Bundeswehrsoldaten im Norden Malis, in Gao. Hier betreiben sie das Camp Castor, wo auch andere Partnernationen untergebracht sind.

Weitere deutsche Blauhelmsoldaten sind in Bamako im UNUnited Nations-Hauptquartier sowie in einer Logistikeinheit am Flughafen stationiert. 

Darüber hinaus betreiben deutsche MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali-Soldaten im Nachbarland Niger, in Niamey, einen Lufttransportstützpunkt zum Verwundeten-, Personen- oder Materialtransport.

Bei der Ausrüstung achtete die Bundeswehr besonders darauf, den Soldatinnen und Soldaten das bestmögliche Equipment für den Einsatz zur Verfügung zu stellen. Eine speziell für das Einsatzland zugeschnittene persönliche Ausrüstung gewährleistet zusätzlich den bestmöglichen Schutz für die Soldatinnen und Soldaten vor Ort. Darüber hinaus verfügen die Aufklärungskräfte der Bundeswehr bei der Stabilisierungsmission MINUMSA über gepanzerte Fahrzeuge. 
Mit Blick auf die Campsicherung gibt es eine Vielzahl von Sicherungssystemen, die dazu beitragen, den Schutz der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten zu gewährleisten. Hierzu zählen unter anderem gehärtete Unterkünfte, Sicherungswälle, Wachtürme, Personen- und Verkehrskontrollen an den Toren des Camps sowie der Einsatz des Flugabwehrsystems MANTISModular, Automatic and Network capable Targeting and Interception System, welches eine Frühwarnfunktion für Bedrohungen aus der Luft wahrnimmt. Das System befindet sich seit 2018 vor Ort.

Weitere Informationen in Bezug auf das Flugabwehrsystem MANTISModular, Automatic and Network capable Targeting and Interception System finden Sie unter: MANTISModular, Automatic and Network capable Targeting and Interception System im Einsatz: 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr

Grundsätzlich dauert ein Kontingentzeitraum insgesamt vier Monate. Hinzu kommen noch ca. 2 Wochen Übergabezeit für den Kontingentwechsel.

Die Vorbereitung für den Einsatz beginnt bereits in Deutschland. Eine umfassende Einsatzvorausbildung bereitet die Soldatinnen und Soldaten dezidiert auf den bevorstehenden Einsatz und die Region vor.
Darüber hinaus werden sie vor dem Beginn ihres Einsatzes umfassend medizinisch untersucht. Um gesundheitlichen Risiken vorzubeugen, werden die für den Einsatz vorgesehenen Soldatinnen und Soldaten gemäß eines für den Einsatz festgelegten Impfschemas geimpft.

Entsprechend der nationalen und internationalen Vorgaben realisiert die Bundeswehr im Einsatz eine bruchfreie und belastbare Rettungskette.
Die Rettungskette unterteilt sich nach Art und Umfang sanitätsdienstlicher Unterstützung, von der Selbst- und Kameradenhilfe auf unterschiedlichen Behandlungsebenen, aufsteigend über die sanitätsdienstliche Erstversorgung bis zur abschließenden klinischen Versorgung, falls erforderlich auch in Deutschland.

Dabei ergeben sich die verschiedenen Stufen der Rettungskette wie folgt:

  1. Selbst- und Kameradenhilfe vor Ort,
  2. Versorgung durch den Rettungstrupp (medizinisches Fachpersonal jedoch ohne Arzt) oder den beweglichen Arzttrupp (BATBeweglicher Arzttrupp - mit Arzt),
  3. Verbringung in die Role 1+ (medizinische und notfallchirurgische Versorgung). Das geschieht entweder bodengebunden durch den Rettungstrupp / BATBeweglicher Arzttrupp selbst oder durch Lufttransport, den Forward AirMedEvac,    
  4. Weitertransport eines stabilisierten Patienten mit dem TacAirMedEvacTactical Aeromedical Evacuation zur Abholung durch
  5. den StratAirMedEvacStrategic Air Medical Evacuation für den Weitertransport nach Deutschland, um den Patienten hier einer weiterführenden medizinischen Behandlung zuzuführen.


Für die luftgebundene Rettungskette der Soldatinnen und Soldaten der Stabilisierungsmission MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali steht ein von Seiten der Vereinten Nationen (VN) angemieteter ukrainischer Helikopter des Typs MI8-17 bereit.

Darüber hinaus greift die Bundeswehr seit Juli 2022 zusätzlich auf fünf Hubschrauber der Luftwaffe des Typs CH-53 zurück. Diese wurden im Zeitraum vom 24. April 2022 bis zum 22. Mai 2022 in das Deutsche Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali verlegt. Sie lösen die vier Hubschrauber des Heeres des Typs NH90 ab. Die NH90 hatten seit Dezember 2021 die Rolle des Forward Air MedEvacMedical Evacuation für das Deutsche Einsatzkontingent MINSUMA übernommen.
Bei der Forward AirMedEvac werden die verletzten Soldatinnen und Soldaten ab sofort mit den CH-53 Helikopter der Luftwaffe zunächst, je nach Schwere der Verletzungen, in die Role 1+ oder 2 verbracht und im Anschluss mit dem TacAirMedEvacTactical Aeromedical Evacuation zur Abholung durch den StratAirMedEvacStrategic Air Medical Evacuation nach Niamey ausgeflogen. Hier befindet sich eine weitere chirurgische und intensivmedizinische Einrichtung der Bundeswehr. Diese stellt vor dem Weitertransport nach Deutschland die notwendige Behandlung und Überwachung sicher. Während der TacAirMedEvacTactical Aeromedical Evacuation durch die zivile südafrikanische Firma Starlite Aviation Group erfolgt, handelt es sich beim anschließenden StratAirMedEvacStrategic Air Medical Evacuation um einen militärischen Lufttransport des Flugzeugtyps A400M der deutschen Luftwaffe.
Sowohl die militärischen Hubschrauber CH 53 als auch die zivilen Flugzeuge der Firma Starlite Aviation Group sind damit integraler Bestandteil der Rettungskette bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali.

Mit Beendigung des Einsatzes in Afghanistan wurden wieder Kapazitäten für den medizinischen sowie allgemeinen Lufttransport freigesetzt.
Aus diesem Grund hat das Bundesministerium der Verteidigung angewiesen, eigene militärische Hubschrauberkapazitäten im deutschen Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali zum Einsatz zu bringen.
Damit ergänzen die Hubschrauber der Bundeswehr die Fähigkeiten der Vereinten Nationen insbesondere beim Verwundetentransport und gewährleisten so die bruchfreie Sicherstellung der Rettungskette.


Die NH90 des Heeres übernahmen die Aufgaben zum qualifizierten medizinischen Lufttransport von der Firma Global Helicopter Service (GHS). Damit übernahm die Bundeswehr wieder vollumfänglich, mit eigenen Kräften, den qualifizierten medizinischen Lufttransport.
Weiterhin werden die CH-53 zum Lufttransport eingesetzt und tragen so zu einer signifikanten Erhöhung der logistischen Unterstützung der UNUnited Nations-Mission bei.
Die infrastrukturellen Maßnahmen zu Aufnahme und den Betrieb der CH-53 wurden in den vergangenen Monaten getroffen und erfolgten in enger Abstimmung mit den Vereinten Nationen.
 

Die Verlegung der CH-53 erfolgte mit insgesamt fünf Flügen. Dabei wurde je Flug ein CH-53 aus Deutschland nach Mali verbracht. Der erste Flug erfolgte am 24. April 2022. Die Verlegung der CH-53 wurde mit dem letzten Flug nach Niamey am 22. Mai 2022 abgeschlossen.

Informationen über die Postversorgung in den Einsatzgebieten der Bundeswehr finden Sie auf den folgenden Seiten: Feldpost

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