Hauptmann Lars Kell - Programmierer mit besonderem "Hobby"

Hauptmann Lars Kell - Programmierer mit besonderem "Hobby"

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Der berufliche Alltag von Hauptmann Lars Kell ist geprägt von hochkonzentrierter Arbeit am Computer. Privat hat er das Laufen für sich entdeckt und dabei eine besondere Leidenschaft entwickelt.

Ein Mann sitzt an einem Computer

In erster Linie arbeitet Lars Kell als Programmierer am Computer - aber ohne den persönlichen Austausch während Meetings wäre eine erfolgreiche Software-Entwicklung kaum möglich

Bundeswehr/Bransmöller

Vom militärischen Ausbilder zum SAP-Programmierer

Kell ist in der für ITInformationstechnik-Unterstützung zuständigen Abteilung G des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) tätig. Dort ist der Offizier für Prozesse im Personalmanagement und in der Individualausbildung, d.h. der lehrgangsgebundenen Aus-, Fort- und Weiterbildung, zuständig. Vorher war er in verschiedenen militärischen Verwendungen eingesetzt, u.a. als Ausbilder in der allgemeinen Grundausbildung und im internationalen Umfeld des damaligen Heeresamtes.

Während seiner Zeit im Personalamt der Bundeswehr war der 50-Jährige Sachgebietsleiter für Personalauswahl- und Perspektivkonferenzen. In dieser Funktion begleitete er maßgeblich die Überführung der dienststellenbezogenen ITInformationstechnik-Unterstützung in die Welt der „Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien“, kurz SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien. Unter diesem Begriff ist eine an den aktuellen Erfordernissen und Prozessen ausgerichtete ITInformationstechnik-Unterstützung für bestimmte Abläufe innerhalb der Bundeswehr zu verstehen.

Der Verwendungswechsel zum BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr war da die logische Fortsetzung seiner bisherigen Tätigkeiten, diesmal jedoch auf der Seite derer, die entsprechende Lösungen bereitstellen. Heute arbeitet Lars Kell als SAP-Programmierer.

Herr Kell, was genau machen Sie in Ihrem Referat und was gefällt Ihnen daran besonders?

Meine Aufgabe besteht in erster Linie darin, Programme für die ITInformationstechnik-Unterstützung im Bereich der Individualausbildung zu erstellen. Dabei arbeite ich überwiegend im sogenannten Integrierten Ausbildungsmanagementsystem. Das ist das in der Bundeswehr genutzte Datenverarbeitungssystem für die lehrgangsgebundene Aus-, Fort- und Weiterbildung. Als Mitarbeiter im Second-Level-Support stehe ich natürlich im engen Kontakt mit den Nutzerinnen und Nutzern des Systems und bearbeite deren Fehlermeldungen und Supportanfragen.

Weil mein Arbeitsalltag als Programmierer dem Grunde nach aus reiner Computer-Tätigkeit besteht, bin ich froh über die vielen Meetings im großen Umfeld der Individualausbildung. Der Austausch im kameradschaftlichen und kollegialen Kreis ist wichtig, um die vielfältigen Anforderungen zu koordinieren, aufeinander abzustimmen und letztendlich zielgerichtet umzusetzen.

Sie arbeiten ja überwiegend sitzend an Ihrem Arbeitsplatz. Welchen Ausgleich haben Sie zu diesem Büroalltag?

Da ich schon sehr früh in reinen Büroverwendungen eingesetzt wurde, war es mir immer wichtig, nicht nur für eine geistige bzw. mentale Ausgeglichenheit, sondern auch für einen körperlichen Ausgleich zu sorgen. Die mentalen Auszeiten hole ich mir durch lange Spaziergänge und Wanderungen mit meiner Frau oder aber auch durch ein richtig gutes Buch.

Was meine sportlichen Ambitionen angeht, habe ich aktiv Handball und eine Zeit lang Fußball in einer „Altherren“-Mannschaft gespielt. Dann habe ich plötzlich das Laufen für mich entdeckt und es wurde schließlich zu meinem sportlichen Mittelpunkt. Das ging so weit, dass ich mittlerweile eine Lauf-Charity-Aktion gestartet habe.

Ein Mann läuft durch einen Wald

Laufen für einen „Guten Zweck“ - ein persönliches Engagement der besonderen Art

Bundeswehr/Bransmöller

Erzählen Sie uns mehr zu Ihrer Charity-Aktion. Was haben Sie sich vorgenommen?

Die Aktion, mit der ich meinem sportlichen Engagement einen zusätzlichen Sinn geben möchte, habe ich „LarsLoift 2021“ genannt. Das Projekt bezieht sich auf meine persönliche Laufleistung in diesem Jahr. Für jeden im Training oder Wettkampf gelaufenen Kilometer werde ich dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Köln 15 Cent spenden. Außerdem werde ich die gleiche Summe nach Abschluss des Jahres dem Bundeswehr-Sozialwerk übergeben. Beide Vereine leisten aus meiner Sicht unverzichtbare und wertvolle Dienste, zumal viele ihrer Tätigkeiten nur durch Spendengelder realisiert werden können. Besonders die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des Bundeswehr-Sozialwerks“ liegt mir sehr am Herzen. Meine Ziele und Ergebnisse kommuniziere ich über die Webseite larsloift.de.

von Carina Grawitter

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