„Test extrem“ in Norwegen und Spanien: Thomas Stork

„Test extrem“ in Norwegen und Spanien: Thomas Stork

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Der 58jährige Technische Regierungsoberamtsrat ist im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) u.a. für Feldküchen zuständig und testet diese vor der Übergabe an die Truppe unter extremen Bedingungen.

Thomas Stork arbeitet inzwischen seit über 20 Jahren im Bereich Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (AINAusrüstung, Informationstechnik und Nutzung) sowie in dessen Vorgängerorganisation. Nach dem Studium der Elektrotechnik führte ihn sein Weg zunächst an die WTDWehrtechnische Dienststelle 41 in Trier. Dort widmete er sein berufliches Engagement u.a. der Digitalisierung von Fahrzeugen. 2004 wechselte der Beamte dann zum Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, das 2012 in das BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr überging. Dort ist er aktuell im Referat U3.1 im Bereich der Feldlagertechnik tätig. Woran der Elektroingenieur konkret arbeitet und was er bisher bei der Bundeswehr erleben durfte, erzählt er uns im Gespräch.

Herr Stork, was haben Sie denn vor Ihrer zivilen Tätigkeit bei der Bundeswehr gemacht?

Ich war zuvor Zeitsoldat und u.a. als Fernmelder und Fahrlehrer in Mayen und Gerolstein eingesetzt. An meine 11-jährige Dienstzeit erinnere ich mich wirklich gerne zurück. Die Arbeit mit verschiedenen Geräten aus der Fernmeldetechnik und des Kraftverkehrswesens haben mich zu der Entscheidung gebracht, Elektrotechnik an der Fachhochschule in Koblenz zu studieren.

Mann mit Brille und weiß-blauem Hemd, sitzt an seinem Arbeitsplatz vor seinem Computer

In seinem Büro im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr bereitet Thomas Stork die vielen Tests vor, damit vor Ort alles richtig läuft

Bundeswehr

Anschließend habe ich die Laufbahnausbildung für den gehobenen technischen Dienst absolviert, die mich als Beamten schließlich zum BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, damals noch BWBBundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, brachte.

Und was ist ihre derzeitige Aufgabe im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr?

Im Referat U3.1 bearbeite ich Projekte zur Wasserver- und -entsorgung in Feldlagern, aber auch Feldküchensysteme im Allgemeinen. Das Projekt „Mobile Feldküche“ hat mich dabei in den letzten Monaten am meisten beschäftigt. Als technischer Part im Beschaffungsprozess sorge ich unter anderem dafür, dass die Anforderungen der Truppe vor der Realisierung in technische Beschreibungen umgesetzt werden. Bei den späteren Erprobungen prüfe ich, ob die Anforderungen der Leistungsbeschreibung, wie verlangt, umgesetzt worden sind.

Das klingt nach einem spannenden Projekt - wie kann man sich diese Tests denn vorstellen?

Die „Mobile Feldküche“ ist zwar formal kein Großprojekt, steht aber natürlich trotzdem im Fokus, weil das Thema Essen nun mal für alle wichtig ist. Denn wie heißt es in der Truppe so schön? „Ohne Mampf kein Kampf“.

Ein Mann mit Hut und dunkler Hose, steht vor einem in Tarnfarbe lackierten Container

Thomas Stork erlebt in Spaniens Hitze hautnah mit, welchen extremen Einflüssen die Mobile Feldküche bei der Erprobung ausgesetzt ist.

Bundeswehr

Und damit die Küche in der Truppe dann auch einwandfrei funktioniert, wird vorab natürlich auch darin gekocht. Um alle Eventualitäten auszuschließen, erfolgen diese Erprobungen unter einsatznahen Bedingungen.

„Einsatznah“ bedeutet in der Praxis dann was genau?

Wir testen, ob die Systeme auch in Extremsituationen funktionieren. Die Hitzeerprobung sollte beispielsweise ursprünglich in der Wüste Arizonas stattfinden. Aufgrund der anhaltenden Corona-Situation haben wir die Tests aber jetzt im Hochsommer in Spanien bei 46° C durchführen können.

Ein Mann mit Brille und weißem T-Shirt sitzt an seinem Laptop

Bei der Erprobung vor Ort muss oft improvisiert werden

Bundeswehr

Zur Kälteerprobung waren wir schon Anfang des Jahres in Norwegen, oberhalb des Polarkreises. Dort wird es zu dieser Zeit bis zu -30° C kalt. Nach dem ersten „Durchfrieren“ des Containersystems stellte sich dann zum Beispiel am nächsten Morgen heraus, dass das Kondenswasser, das sich aufgrund der Temperaturunterschiede beim Kochen gebildet hatte, die Containertüren zufrieren ließ. An solche Szenarien denkt man natürlich nicht, wenn man das Projekt nur vom Schreibtisch aus plant.

So zeigte sich einmal mehr, wie wichtig diese praktischen Erprobungen immer sind, um der Truppe letztlich ein funktionierendes und in diesem Fall auch sicheres Produkt liefern zu können.

Was motiviert Sie denn besonders an Ihrer Tätigkeit?

Das Erleben, wie ein Projekt wächst, das selbstständige Mitarbeiten, aber auch die Bandbreite in unserem Referat.

Im Referat U3.1 kümmern wir uns wirklich um die Beschaffung von allem: Container mit Feldlagertechnik in allen Varianten, Duschen, Sanitäreinrichtungen, Waschmaschinen, Wasseraufbereitungsanlagen, Möbel, Musikinstrumente, Sportgeräte, Zelte, Schöpfkellen, selbstverständlich Feldküchen, und, und, und.

Hier wird es nie langweilig. Es ist eine herausfordernde und verantwortungsvolle Tätigkeit.

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