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Cyber- und Informationsraum
4. Dienstliche Veranstaltung zur Information

Zivile Führungskräfte erleben den Soldaten-Alltag im CIR

Interessierte Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Bildung sollen einen realistischen Einblick in den Soldatenalltag erhalten. Deshalb organisiert auch die Teilstreitkraft CIR die Dienstliche Veranstaltung zur Information. Sie spielt eine wichtige Rolle für den Austausch zwischen Bundeswehr und Gesellschaft. 

Zwei Soldaten halten ein Funkgerät in der Hand.

Die Teilnehmenden lernen die Bedienung von Handfunkgeräten und die Funksprache

Bundeswehr/Mario Koberg

Am Ausbildungszentrum CIR in Pöcking fand die vierte Dienstliche Veranstaltung zur Information (InfoDVag) der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Zu diesen Veranstaltungen werden regelmäßig hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung eingeladen, um eine Woche lang in die Rolle einer Soldatin beziehungsweise eines Soldaten zu schlüpfen und einen Eindruck von der Teilstreitkraft CIR zu bekommen. Diese leistet gerade bei der Zeitenwende einen entscheidenden Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung und zur Resilienz Deutschlands.

CIR aktiv erleben

Die zwanzig Teilnehmenden der jüngsten Veranstaltung erhielten einen exklusiven Einblick in das „zentrale Nervensystem“ CIR und dessen Aufgaben zur Sicherstellung von Führungs-, Aufklärungs-, Wirk- und Kommunikationsfähigkeiten der Bundeswehr. Dabei war der Dienstplan für die „Soldatinnen und Soldaten auf Zeit“ eng getaktet. Neben der Ausstattung mit militärischer Bekleidung und weiteren Ausrüstungsgegenständen standen in der Woche auch Gelöbnisunterricht, Feldgottesdienst und das Feierliche Gelöbnis im Schloss Höhenried an. 

Zudem gab es natürlich auch einen CIR-Anteil mit Vorträgen zu Fähigkeiten der Teilstreitkraft wie dem Militärischen Nachrichtenwesen, der Geoinformationsunterstützung, der Digitalisierung oder dem Betrieb und Schutz des IT-Systems der Bundeswehr. Hinzu kamen praktische Stationen wie eine Waffen- und Sicherheitseinweisung, Übungen am Schießsimulator und ein Gästeschießen mit Siegerehrung. Weiterhin stand ein Besuch der Teilnehmenden in der Lehrsammlung des Ausbildungszentrums CIR in Feldafing auf dem Programm. Dort konnten sie die Geschichte der Fernmeldetruppe, dem Vorgänger der heutigen IT- und EloKa-Bataillone, nachverfolgen.

Einblick in die Fähigkeiten des CIR

Mit einer dynamischen Geräte- und Leistungsschau unter dem Motto „CIR erleben“ präsentierten Angehörige des CIR die ganze Bandbreite ihrer Fähigkeiten. Mehrere Dienststellen der Teilstreitkraft wie das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg (Eder), das Informationstechnikbataillon 292 aus Dillingen an der Donau, die Zentren für Operative Kommunikation aus Mayen und Geoinformationswesen aus Euskirchen sowie das Ausbildungszentrum CIR selbst gaben anschauliche Einblicke in ihre Aufgaben und Arbeitsgeräte. So lernten die Teilnehmenden unter anderem mehr über mobile Gefechtsstände, Kleinstnetzwerke, Wetterballons und die interkulturelle Einsatzberatung. Ein weiteres Highlight: ein simulierter Feuerüberfall während einer Patrouille.

Der Inspekteur CIR, Vizeadmiral Thomas Daum, gab den Teilnehmenden einen Überblick über die sicherheitspolitische Lage und aktuelle Bedrohungen wie Cyberattacken, Drohnenangriffe oder Propaganda. Er betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit aller Akteure sei, um die Sicherheit der Dimension CIR zu gewährleisten: „Wir benötigen eine gesamtgesellschaftliche Resilienz – Widerstandsfähigkeit im Krisenfall über das Militär hinaus – also in Politik, Gesellschaft und Industrie, für das gemeinsame Ziel der Verteidigung unserer Freiheit und Sicherheit.“ Die Begegnungsräume zwischen Bundeswehr und Zivilgesellschaft, die durch die InfoDVag geschaffen werden, seien deshalb von besonderer Bedeutung, so der Inspekteur.

Verständnis zwischen Bundeswehr und Gesellschaft stärken

Gruppenfoto aller Teilnehmenden der Dienstlichen Veranstaltung zur Information der TSK CIR.

Etwas geschafft und doch stolz präsentieren sich die teilnehmenden Männer und Frauen der diesjährigen InfoDVag CIR

Bundeswehr/Mario Koberg
Soldatinnen und Soldaten werden an Fernmeldemittel ausgebildet.

Einweisung in die Möglichkeiten der militärischen Kommunikation

Bundeswehr/Mario Koberg

„Die Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der Cyber- und Informationsraumtruppe haben mir zahlreiche neue Erkenntnisse gebracht und meine Wertschätzung für diese wichtigen Tätigkeiten noch weiter gestärkt“, resümiert einer der Teilnehmenden, Staatssekretär Markus Richter vom Bundesinnenministerium. Zum Abschluss bedankte sich „Gastgeber“ Brigadegeneral Rainer Simon, Kommandeur des Ausbildungszentrums CIR, bei den Teilnehmenden für ihr Interesse und ihr Engagement. Er würde sich freuen, wenn die positiven Impressionen im beruflichen und privaten Umfeld weitergegeben würden, um so das Verständnis zwischen Bundeswehr und Gesellschaft zu stärken.

von Klaus Weese  E-Mail schreiben

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