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Neuer Stand: Ausrüstung in Afghanistan

Berlin, 27.12.2011, Presse- und Informationsstab BMVg.
Die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sind für ihren gefährlichen Einsatz umfassend ausgerüstet. Es bleibt aber eine ständige Herausforderung, im dynamischen Umfeld des Einsatzes auf aktuelle Einsatzbedürfnisse angemessen, schnell und flexibel zu reagieren und dabei nicht den planmäßigen und nachhaltigen Fähigkeitsaufbau für das gesamte mögliche Einsatzspektrum zu gefährden.

Transportfahrzeug Boxer

In Afghanistan bewährt: Das gepanzerte Transportfahrzeug Boxer (Quelle: Bundeswehr/Geist)Größere Abbildung anzeigen

Ein Überblick über die wichtigsten Maßnahmen der letzten Monate mit Stand Dezember 2011.

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Geschützte Fahrzeuge

Derzeit stehen den deutschen Soldaten in Afghanistan rund 1.250 geschützte („gepanzerte“) Fahrzeuge unterschiedlichster Schutzklassen und Funktionen zur Verfügung. Die Palette reicht vom Patrouillen- und Sicherungsfahrzeug des Typs Dingo bis zum Schwerlasttransporter Multi.

Seit Oktober konnten vor allem Fahrzeuge der Typen Dingo 2, Eagle IV, Multi A4 FSA und Spähwagen Fennek in den Einsatz gebracht werden. Seit August sind in Afghanistan zudem die ersten gepanzerten Transportfahrzeuge des Typs Boxer im Einsatz. Auch aus Sicht der Truppe hat der Boxer sich als „Mutterschiff der Infanteristen“ bewährt. Beispielsweise ermöglicht eine neuartige Daten-Sprachanbindung, dass die abgesessene Infanteriegruppe problemlos mit der Fahrzeugbesatzung kommunizieren kann. Auch ein Datenaustausch mit dem Führungsinformationssystem des Heeres ist möglich. Im Februar 2012 sollen weitere Boxer in den Einsatz gehen.

Ebenfalls Anfang nächsten Jahres sollen die ersten schweren geschützten Berge- und Abschleppfahrzeuge zur Verfügung stehen. Bis Ende März sollen weitere folgen. Bis Ende 2012 werden zudem fünf geschützte Erdarbeitsmaschinen („Baggerlader“) sowie weitere Fahrzeuge der Typen Enok (44 Fahrzeuge ), Eagle IV (105 Fahrzeuge ) und Dingo 2 (25 Fahrzeuge) ausgeliefert.

Auch bei den geschützten Transportfahrzeugen konnten deutliche Verbesserungen erzielt werden: Vor Ort sind über 150 LKW des Typs Multi A4 FSA und über 100 geschützte Straßentankwagen. Zudem werden mehr als 120 geschützte Transportfahrzeuge der Zuladungsklassen 5 beziehungsweise 15 Tonnen beschafft. Die ersten dieser LKW sollen noch im nächsten Jahr zur Verfügung stehen.

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Route Clearance

Sprengfallen und Minen sind eine der größten Bedrohungen der Soldaten in Afghanistan. Ihr gefahrloses Unschädlichmachen ist aber eine technische Herausforderung. Hierfür sind seit Mitte Oktober die ersten ferngesteuerten Manipulatorsysteme des Typs Mini Mine Wolf im Einsatz.

Die ersten – ebenfalls ferngelenkten – Detektionssysteme auf Basis des Luftlandepanzers Wiesel sowie das Kontrollfahrzeug vom Typs Fuchs werden voraussichtlich ab Ende des zweiten Quartals 2012 zur Verfügung stehen. Erfolgreich hat das gesamte System kürzlich seine Funktionsfähigkeit bei der Wehrtechnischen Dienststelle 51 in Koblenz demonstriert.

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Funk und Verbindungen

Für die Besatzung gepanzerter Fahrzeuge wurden über 600 besondere Fahrzeugsprechsätze beschafft, die gleichzeitig als Schutzhelm und Gehörschutz dienen. Außerdem wurden die ersten von circa 100 Multibandfunkgeräte des Typs PRC 117 in den Einsatz gebracht. Sie dienen der sicheren taktischen Funkverbindung ebenso wie der Kommunikation via Satellit. Die weiteren Geräte sollen bis Mitte 2012 geliefert werden.

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Bekleidung und persönliche Ausrüstung

Zur Verbesserung der Ausrüstung des Soldaten „vom Gefechtshelm bis zur Socke“ liegen derzeit 16 konkrete Vorschläge der Truppe vor, die beginnend ab 2012 umgesetzt werden.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Frank Bötel


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