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Das Faltstraßengerät

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Blick auf mehrere miteinander verbundene sechseckige Faltstraßenplatten
Bundeswehr/Carl Schulze

Faltstraßenplatten

Ein Faltstraßenabschnitt besteht aus Sonderplatten (A und B), Halbplatten (A und B), Standardplatten, Stahlplatten, Riegeln und Gelenken. Ein Faltstraßenabschnitt ist fünfzeilig. Die Verbindung der Platten untereinander erfolgt mit Haken und Ösen.

Eine Abrollvorrichtung mit Walzen und Rollen am Heck eines Militärfahrzeugs
Bundeswehr/Carl Schulze

Abrolleinrichtung

Mit der Hubeinrichtung wird die Faltstraße verlegt oder aufgenommen. Sie besteht aus dem Ausleger am Führerhaus und der Abrolleinrichtung am Heck. Um die Reibungswiderstände am Abrollbügel zu minimieren, ist dieser mit Walzen und Rollen ausgestattet.

Nahaufnahme von einem Gurt, der hinter den Reifen eines Militärfahrzeugs auf dem Boden ausgelegt ist.
Bundeswehr/Carl Schulze

Auffahrbänder

Zum Verlegen der Faltstraße werden zwei Auffahrbänder über den Abrollbügel geworfen und hinter den Rädern auf dem Boden ausgelegt. Durch Rückwärtsfahren über die Bänder ziehen diese den ersten Faltstraßenabschnitt über den Abrollbügel.

Blick auf eine Stahlkonstruktion auf einem Militärfahrzeug
Bundeswehr/Carl Schulze

Faltstraßenträger

Der Faltstraßenträger verfügt über einen um 95° nach rechts und links schwenkbaren Oberwagen, auf dem die verlegebereite Faltstraße ruht. Vier verstellbare Rungen ermöglichen die Aufnahme von Faltstraßen mit Abschnitten von 2,77 m und 2,22 m Länge.

Nahaufnahme von einer Umlenkrolle mit Gurt an einer Schwinge auf einem Militärfahrzeug
Bundeswehr/Carl Schulze

Ausleger

Zum Aufnehmen oder Verlegen einer Faltstraße wird die Schwinge des Auslegers mittels des Auslegerzylinders aufgerichtet und der von der Gurtwinde auf- oder abzuwickelnde Gurt über die Umlenkrolle geführt.

Gestapelte Faltenstraßenplatten liegen auf einer Ablagefläche an einem Militärfahrzeug. Daneben steht ein Behälter.
Bundeswehr/Carl Schulze

Plattenstand

Auf dem Plattenstand, rechts am Fahrzeug, werden Ersatzplatten als Vorrat mitgeführt. Mit ihnen können beschädigte Platten einer Faltstraße ersetzt werden, oder Zwischenräume, zwischen mehreren abgelegten Faltstraßen nachträglich gefüllt werden.

Nahaufnahme von einer Gurtwinde
Bundeswehr/Carl Schulze

Gurtwinde

Beim Aufnehmen der Faltstraße wird der angebrachte Gurt von der Gurtwinde auf die Gurttrommel gewickelt und so die Faltstraße über den Abrollbügel auf den Faltstraßenträger gezogen. Während des Verlegens wird der Gurt von der Winde abgezogen.

Nahaufnahme von Reifen an der Vorderachse eines Militärfahrzeugs
Bundeswehr/Carl Schulze

Doppelachslenkung

Die beiden Vorderachsen am Trägerfahrzeug des Faltstraßengeräts sind gelenkt. Hierdurch verfügt der geländegängige LkwLastkraftwagen 15 t mil gl A1 mit der Antriebsformel 8x8 und einer Fahrzeuglänge von 11,37 m über einen Wendekreis von nur 28,1 m.

Blick in die Fahrerkabine eines Militärfahrzeugs
Bundeswehr/Carl Schulze

Führerhaus

Die Besatzung des Faltstraßengeräts besteht aus zwei Soldaten, links im Führerhaus befindet sich der Platz des Fahrers, rechts der des Systembedieners. Vor dem Fahrerplatz sind alle zum Führen des Trägerfahrzeugs benötigten Systeme angeordnet.

Blick auf eine Fernbedienung mit Drehknöpfen und Hebel
Bundeswehr/Carl Schulze

Funkfernbedienung

Der Verlegevorgang für die Faltstraße kann von der Besatzung über die Funkfernbedienung gesteuert werden. Das Gerät verfügt über eine Funkreichweite von 100 m. Der Einsatz des Geräts als Kabelfernbedienung mit einem 20 m Kabel ist ebenfalls möglich.

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Straßenbau binnen weniger Minuten

Das Faltstraßengerät ist in der Lage, Faltstraßen maschinell zu verlegen und aufzunehmen. Es stellt sicher, dass andere Fahrzeuge morastiges, sandiges oder schneebedecktes Gelände, aber auch Flussufer oder Böschungen befahren können.

Straße unter dem Wasser

Das Verlegen einer Faltstraße in einer Wassertiefe von bis zu 1,20 Metern auf dem Grund eines Flusses ist möglich. Mit dem Gerät können zudem Zufahrten oder Umgehungen hergestellt und Versorgungsplätze mittels mehrerer Faltstraßen errichtet werden.

Bewaffnung und Panzerung

Die Soldaten können das Faltstraßengerät optional mit dem Maschinengewehr MG3 bewaffnen. Das Gerät gehört zu den ungepanzerten Fahrzeugen der Bundeswehr. Das Faltstraßengerät besteht aus einem Verlegefahrzeug auf Basis eines LkwLastkraftwagen 15t und einem Mattensatz.

Das Faltstraßengerät lässt die Faltstraße über das Heck auf den Boden, ein Soldat überwacht den Vorgang.

Das Gerät kann innerhalb von zehn Minuten eine 50 Meter lange Faltstraße verlegen.

Bundeswehr/Marco Dorow


Technische Daten

Länge Faltstraße

50 m

Breite Faltstraße

4,2 m

Verlegezeit

circa 10 min

Geschwindigkeit

88 km/h

Das Faltstraßengerät der Bundeswehr in Aktion

Weitere ungepanzerte Fahrzeuge

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