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Kampf der Karies: Die Prophylaxe-Assistentin hilft

Berlin, 22.01.2016.
Als zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentin reinigt Sandra Weigmann nicht nur professionell die Zähne ihrer Patienten, sie berät sie auch zum Thema richtige Zahnpflege.

„Das ist doch wie mit dem eigenen Auto. Das wäscht, poliert und wartet man auch regelmäßig, damit es ganz bleibt“, meint die Zahnarzthelferin vom Sanitätsversorgungszentrum Strausberg. Vor allem ihre große Selbständigkeit begeistert sie an ihrem Beruf.

Zahnarzthelferin behandelt Patienten

Keine Sorge: Gebohrt wird nicht. Professionelle Zahnpflege steht auf dem Programm. (Quelle: Bundeswehr/Schmidt)Größere Abbildung anzeigen

Mit einer kurzen Unterbrechung ist Weigmann seit 1993 bei der Bundeswehr beschäftigt. Bei Schulveranstaltung in der 8. Klasse konnte sie sich über zahlreiche Berufe informieren: „Zahnarzthelferin war damals sofort mein Wunsch. Ich weiß allerdings nicht mehr so genau, warum ich bei der Bundeswehr gelandet bin. Ich wollte diese Ausbildung machen und möglichst nah zu Hause sein. Da passte das wohl einfach“, schmunzelt die 39-Jährige.

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Ein entscheidender Tipp

Nach ihrem Realschulabschluss beginnt sie im Sanitätszentrum der Bundeswehr in Strausberg ihre dreijährige Ausbildung. „Damals hieß es noch Zahnarzthelferin, heute Zahnmedizinische Fachangestellte“, erklärt Weigmann. Leider gibt es nach Abschluss der Ausbildung keinen Dienstposten für sie bei der Bundeswehr, so dass sie sich bei einer zivilen Praxis bewirbt. Dort arbeitet sie ein knappes Jahr. „Das war etwas ganz Anderes, viele Kinder und ältere Patienten mit zum Teil völlig anderen Krankheitsbildern“, erzählt die gebürtige Strausbergerin, die während ihrer Ausbildung hauptsächlich Soldaten behandelte.

Den Kontakt zur Bundeswehr verliert sie allerdings nie. „Ich hatte weiterhin einen sehr guten Draht zu einer meiner Ausbilderinnen. Sie gab mir den Tipp, dass es im Sanitätszentrum in der Berliner Julius-Leber-Kaserne zukünftig eine neue Stelle geben soll, auf die ich mich doch bewerben sollte.“ Mit Erfolg: Bereits ein Jahr nachdem sie die Bundeswehr verlassen musste, tritt sie 1997 ihre neue Stelle in der Zahnarztgruppe in Berlin an. Für die nächsten zehn Jahre arbeitet sie dort als Zahnarzthelferin. 2007 wird sie schließlich nach Strausberg versetzt.

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Theorie und Praxis - zunächst an der Puppe

Zu ihren Aufgaben gehörte schon damals die Prophylaxebehandlung – eine Behandlung, die Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorbeugen soll. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, erklärt Weigmann. 2011 gibt ihr ihre damalige Vorgesetzte den Anstoß, sich zu spezialisieren und sich für die Weiterbildung zur zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin am Philipp-Pfaff-Institut in Berlin zu bewerben.

„Die Bundeswehr hat dafür die Kosten übernommen“, freut sich die Zahnarzthelferin. „Zuerst übt man an einer Puppe, übt die Handbewegungen mit den Instrumenten. Das sieht einfach aus, ist es aber nicht“, betont Weigmann. Die Instrumente seien zum Teil sehr scharf und könnten den Patienten verletzen, wenn man es nicht richtig mache. Neben den praktischen Fähigkeiten werden ihr dort ebenso theoretische Kenntnisse vermittelt. „Die ganzen Hintergründe zu lernen, wie bestimmte Krankheiten überhaupt erst entstehen, fand ich sehr spannend.“

Zahnarzthelferin bei Behandlung

Sieht gut aus: Prohylaxe lohnt sich. (Quelle: Bundeswehr/Schmidt)Größere Abbildung anzeigen

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Zähneputzen für Anfänger

Als Zahnarzthelferin assistiert Weigmann überwiegend dem Truppenzahnarzt. Als Prophylaxe-Assistentin arbeitet sie allein am Patienten: „Das selbstständige Arbeiten ist für mich das Schönste an meinem Beruf.“ Dabei erklärt sie, wie man seine Zähne optimal pflegt, denn oft wüssten die Patienten gar nicht, wie es richtig geht.

„Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten sind ganz wichtig, das machen die wenigsten, das ist so schade.“ Wohl fühlt sie sich bei der Bundeswehr auf jeden Fall: „Jetzt hoffe ich, dass ich bis zur Rente hier bleiben kann, sind ja nur noch 28 Jahre“, meint die Prophylaxe-Assistentin mit einem Augenzwinkern.

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Stand vom: 22.01.16 | Autor: Alexandra Möckel


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